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Fr, 9. August 2002, 08:05

Unternehmen

Red Hat gegen den UCITA

Der UCITA (Uniform Computer Information Transitions Act), ein heftig umstrittenes Gesetz in den USA, soll zwar im Wortlaut entschärft werden, bringt aber immer noch erhebliche Probleme für Open Source mit sich.

Bisher haben zwei der 50 Staaten der USA dieses Gesetz unterzeichnet, Virginia und Maryland. In anderen Staaten ist die Gesetzgebung im Gange. Vor kurzem brachte das Komitee, das die Gesetzesvorlage beschließt, die NCCUSL (National Conference of Commissioners on Uniform State Laws), einige Änderungen in den UCITA ein. Diese sollen die Interessen freier Software besser berücksichtigen, sind für Red Hat, das die Rechtsanwältin Carol Kunze auf das Gesetz angesetzt hat, immer noch nicht akzeptabel.

Der UCITA würde Software-Herstellern sehr weitreichende Einschränkungen erlauben, was die Kunden mit der Software tun dürfen; sogar der Verkauf nicht mehr benötigter Lizenzen kann verboten werden. Er enthält auch Garantiebestimmungen, die besonders Autoren freier Software zu schaffen machen würden. Dies wäre nicht so schlimm, wenn die Entwickler einfach auf ihrer Webseite jede Garantie ablehnen könnten. Doch in manchen Staaten ist dies verboten.

Die Änderungen im UCITA sehen zwar vor, daß Open Source Software von diesem Gesetz ausgenommen wird, aber nur, wenn sie nicht verkauft oder kein kommerzieller Service dafür geboten wird - und Firmen wie Red Hat leben nun einmal davon, Distributionen und Service zu verkaufen. Auch die anderen Änderungen sind eher kosmetischer Natur und würden in der Praxis nicht unbedingt eine Verbesserung bedeuten. Die Anwältin hat daher gefordert, den UCITA komplett fallen zu lassen.

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