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Di, 13. August 2002, 13:29

Linux im Blickwinkel der Kommunen

Die jüngsten Steuerausfälle der Kommunen zwingen immer mehr Gemeinden und Stadtverwaltungen, nach Alternativen zu Windows & Co Ausschau zu halten.

In einer Zeit, in der eine kommunale Haushaltssperre nach der anderen verfügt wird, kommt die Änderung der Lizenzgebühren durch Microsoft vielen Gemeinden und Kommunen ziemlich ungelegen. Die unter dem Namen »Software-Assurance« vorgestellte Lizenzstruktur schlägt bei vielen Einrichtungen riesige Löcher in den ohnehin sehr knapp bemessenen Etat. So werden bei manchen Kommunen pro Jahr knapp an Drittel des Anschaffungspreises als Lizenzgebühr fällig. »In drei Jahren zahlt man praktisch den Neupreis nochmal«, sagte Günter Nägelein, im Fürther Rathaus für die Informationstechnik verantwortlich, gegenüber den Nürnberger Nachrichten. Allein in Nürnberg würde die Umstellung der IT-Landschaft auf eine neue Windows-Generation die Stadtkasse mit knapp 2 Millionen Euro belasten.

Kaum verwunderlich ist es also, dass viele der Kommunen das neue Modell nicht angenommen haben und weiterhin ältere Anwendungen benutzen, die durch die neue Regelung nicht betroffen sind. Zwischenzeitlich suchen die IT-Verantwortlichen nach Alternativen zu Microsoft-Produkten und schielen immer öfter auf das freie Betriebsystem Linux, das durch besonders günstige Lizenzen die Verantwortlichen zu überzeugen vermag.

Laut SuSE nahmen bereits viele Kommunen ersten Kontakt mit der in Nürnberg ansässigen Firma auf und fragten nach Linux-Lösungen nach. Nach Aussagen von Stefan Werden, SuSE Deutschland, rechnet das Unternehmen fest damit, in rund 12 Monaten viele Ideen und Projekte in die Tat umgesetzt zu haben.

Auch die Stadt München prüft eine mögliche Umstellung der IT-Landschaft auf eine freie Alternative und gab eine Studie in Auftrag, die Alternativen zu Microsoft beleuchtet. »Praktisch alle Kommunen in Bayern schauen jetzt, was sich da tut«, sagt Walter Brosig, der in Erlangen für die städtische Informationstechnik zuständig ist. Damit folgen auch die Kommunen vielen Unternehmen, die Missfallen an den neuen Lizenzmodell der Redmonder gefunden haben. (Danke an Lothar Bätz für Hinweise.)

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