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Do, 15. August 2002, 11:37

Unternehmen

Microsoft unterstützt Allianz gegen Open-Source

Eine Initiative macht mobil gegen das Vorhaben von Regierungen, verstärkt Open-Source-Software einzusetzen - Einer der Geldgeber: Microsoft.

In der Frage, ob Open-Source-Software eine ernstzunehmende Alternative zu kommerziellen Programmen ist, will sich Microsoft offensichtlich alle Antwortsoptionen offen halten. Noch vor wenigen Wochen erklärten Führungskräfte des Unternehmens, sie könnten nichts Schlechtes daran finden, wenn Regierungen weltweit künftig neben kommerzieller Software verstärkt auch Open-Source Programme einsetzen. Jetzt wurde bekannt, dass Microsoft eine Initiative unterstützt, die Politik macht gegen den Einsatz von Open-Source-Software auf Regierungsebene.

Die Initiative for Software Choice hat sich ohne großen Medienrummel im Mai dieses Jahres gegründet. Wesentliche Mitsprache in der Allianz, so schreiben US-Medien, hat die Computer Technology Industry Association (CompTIA), in der wiederum Microsoft als größter Software-Hersteller seinen Sitz hat. Ein Sprecher der Initiative sagte, man wolle der wachsenden Besorgnis Ausdruck verleihen, dass immer mehr Regierungen die Software-Beschaffung nur unter finanziellen Gesichtspunkten betrachteten. Wenn es so weit komme, dass die Leistung eines Programms nicht mehr im Vordergrund stehe, sondern ausschließlich der Preis, sei der Zeitpunkt
zum Eingreifen gekommen.

Mehrere europäische Länder, unter anderem Deutschland und Großbritannien, haben erklärt, künftig mehr als bisher auf Open-Source-Software zurückzugreifen. Innerhalb der EU soll beispielsweise ein Pool gebildet werden, zu dem alle Länder selbst geschriebene Programme beisteuern und aus dem sie sich umgekehrt mit Standardlösungen bedienen können.

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