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Mi, 4. September 2002, 20:41

Software::Distributionen

SpiegelOnline: Interview mit Lindows-Gründer

»Ich möchte die Welt verändern«, sprach Michael Robertson, Gründer der medienpräsenten Linux-Distribution Lindows, gegenüber SpiegelOnline und distanziert sich von Linux selbst.

»Einst lehrte Michael Robertson mit MP3.com die Musikindustrie das Fürchten. Auch mit seiner neuen Firma Lindows.com und dem gleichnamigen Betriebssystem auf Linux-Basis plant er einen Kampf David gegen Goliath«, erklärt SpiegelOnline. Diesmal soll nicht die Musikbranche, sondern der Microsoft-Gründer Bill Gates erzittern. Der »Rebell« sieht seine größte Herausforderung darin, den Status Quo in Frage zu stellen. Dabei versucht der Betriebsystem-Neuling den Redmondern so viel Marktanteil wie nur möglich abzunehmen. Robertson macht keinen Hehl daraus, Microsoft herauszufordern.

Wie auch Microsoft versucht der Neuling nicht OpenSource zu fördern, sondern verfolgt nach Aussage von Robertson gezielte Geschäftsinteressen. »Schaut man sich mal die Entwicklung der Preise von Software und Hardware an, wird schnell klar, dass die Kosten für Software im Gegensatz zur Hardware in den letzten Jahren trotz steigender Nutzerzahlen nicht gesunken, sondern sogar gestiegen sind«, sagte der Lindows-Gründer. »Und da das ja wirklich keinen Sinn macht, sagte ich mir, wenn nicht ich mit meinem Wissen und meiner Erfahrung Microsoft herausfordere, wer dann? Und so habe ich mit fünf Millionen US-Dollar Lindows.com gestartet.«

Fast ungewollt erklärt Robertson die Unterschiede zwischen vielen Linux-Distributionen und Lindows. Während die von vielen Herstellern angebotenen Anwendungen im Lieferumfang der Distribution bereits enthalten sind, bittet Lindows die Käufer erst nach dem Kauft zur Kasse. »Wir konzentrieren uns nun auf Gratis-Linux-Anwendungen und offerieren für 99 US-Dollar Zugang zu unserem Softwarearchiv, wo wir neben HTML-Editoren, Spielen und einem Office-Paket rund 700 weitere Programme anbieten«, so Robertson. Auf die Frage, warum Kunden für Lindows Abo-Anwendungen Geld ausgeben sollen, die im Netz ohnehin frei verfügbar sind, antwortete Robertson: »Linux-Produkte sind nämlich nur kostenlos, sofern Zeit keine Rolle spielt. Wenn ich Stunden lang nach einer Software suchen muss und mich dann Ewigkeiten damit auseinandersetzen muss, wie sie funktioniert, ist diese ja nicht mehr gratis«. Die Installation bei Linux, wohl einem anderen System als Lindows, sei die Installation laut Robertson dagegen »alles andere als einfach«.

Das komplette Interview kann ab Sofort auf Seiten von SpiegelOnline gefunden werden.

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