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Thema: Jhai: Linux-Computer für Laos

13 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von inra am Mo, 9. September 2002 um 23:06 #
genial! echt ne tolle sache.
hört sich zwar im ersten moment etwas komisch an, so von wegen mit muskelkraft die akkus wieder aufladen, aber auf jedenfall ist das schonmal was.
Score: 3 Von Roadrunner am Mo, 9. September 2002 um 23:58 #
aber seit ihr sicher, dass die so etwas brauchen oder nicht eher an anderer stelle mehr probleme haben?!

Ich mein, es sollte hier nicht versucht werden, einer anderen kultur hier unseren willen/liebensstil aufzuzwingen.

Ansonsten tolle idee.. hoffentlich ist auch an die folgekosten gedacht worden und deren finanzierung.

  • Score: 3 Von Dennis Conrad am Di, 10. September 2002 um 04:14 #
    Ich kann Deine Bedenken sehr gut nachvollziehen, denke aber auch, dass dieser Ansatz nuetzlich und hilfreich sein _kann_. Zum Beispiel koennte die neue Technik zur Kommunikation zwischen den Doerfern benutzt werden (keine Ahnang, was die dort wirklich fuer Probleme haben), um herauszufinden, wie bestimmte Getreidesorten gedeihen, Wetterverhaeltnisse, Anbaumethoden etc. - also wirklich Dinge, die der Entwicklung dieser Region hilfreich sein kann.

    Was _nicht_ passieren darf ist Entwicklungshilfe ala "wir schicken jaehrlich Getreide" und darum bauen die Menschen nichts mehr selbst an oder wir erzaehlen den Muettern, sie sollen ihre Kinder nicht mehr stillen sondern Pulvermilch fuettern, damit wir unser Milupa etc. dort absetzen koennen. Also Hilfe zur Selbsthilfe, keine neuen Abhaengigkeiten erzeugen.

    Jus' my two eurocents...

    Dennis

    • Score: 3 Von genau am Di, 10. September 2002 um 09:52 #
      sehe ich auch so,
      Das wichtigste ist nun mal Bildung.
      Die Leute dort sind ja nicht doof, sie müssen
      halt eine Chance bekommen...
      Im Internet kann man sich nunmal über (fast)
      alles informieren. Wenn die Leute dies erstmal
      nutzen können, dann können sie auch selbst
      entscheiden, was sie anbauen oder wie sie sich
      selbst helfen können.

      Tschau
      genau,

      Score: 3 Von arni am Di, 10. September 2002 um 10:24 #
      so ist es... die leute sind ja da nicht blöder als wir hier. aber über kurz oder lang werden sie von ihrer kleinbauerei abkommen müssen, wo jeder mit mühe und not paar reiskörner aus seinem feld holt und millionen am hungertod sterben...
      vielleicht hilft das ja eine industrie und damit irgendwann auch neue einkommensquellen dort zu erschliessen...

      aber erstmal gehts ja "nur" darum, die menschen erstmal an die technik heranzuführen.

    Score: 3 Von Rupa am Di, 10. September 2002 um 10:58 #
    Tja,

    Tatsache ist das auch das Leben ganz einfacher Menschen sehr vielschichtig ist. Mit unter nicht weniger vielschichtig als das Leben eines Bewohners abendländischer Zvilisationen. Und das auch unabhängig ob gerade viel oder wenig zu essen da ist.

    Teil des Lebens ist Freizeit und Kommunikation. Dazu trägt der Computer wohl primär bei. Dazu ist dieser sicher nicht zwingend erforderlich, aber wohl auch nicht schädlich.

    Hab in Idien aus Stroh oder Blechhütten hin und wieder auch Spielekonsloen piepsen höhren und flimmern sehen.
    Zugegeben das wirkt schon etwas bizarr, aber das ist die Realität.

    Und wenn die Dinger tatsächlich nicht als Computer benötigt werden, werden die Leute sicherlich die Einzelteile für viele unglaubliche Dinge zweckentfremden.

    Ich wünsche Ihnen viel Spass mit den Linuxbüchsen.

    Gruß Rupa

    • Score: 3 Von Tilo Riemer am Di, 10. September 2002 um 14:36 #
      >Tatsache ist das auch das Leben ganz einfacher Menschen sehr vielschichtig ist. >Mit unter nicht weniger vielschichtig als das Leben eines Bewohners >abendländischer Zvilisationen. Und das auch unabhängig ob gerade viel oder wenig >zu essen da ist

      nicht weniger vielschichtig ist gut, man koennte sicher ne menge sozialwissenschaftler damit beschaeftigen, ob das leben in einer funktionierenden sozialen gemeinschaft vielschichtiger ist oder nicht als das leben des modernen mitteleuropaeers vorm fernseher und der bildzeitung in der ablage...
      wie hat mal ein soziologe gesagt, der fernseher war die erste erfindung, die dem gesellschaftlichen leben einen schweren schlag versetzt hat, jetzt kommt der computer.
      aber als mittel zu besserer bildung ists sicher richtig, soche rechner dort zu verteilen.


      viele gruesse, Tilo

Score: 3 Von Anonymous am Di, 10. September 2002 um 10:04 #
KDE 1? KDE 2/3 laufen bei 133 Mhz und vor allem 96MB RAM wohl kaum flüssig.
  • Score: 3 Von Manfred Tremmel am Di, 10. September 2002 um 12:20 #
    Wieso nicht? Du darfst nicht übersehen, dass das alles gewöhnungssache ist.
    Wenn ich mich an nen alten Amiga mit 7.14 MHz setze, ohne Festplatte, nur mit einem Diskettenlaufwerk (permanenter Diskettenwechsel), kommt mir das heute auch grausam langsam vor.
    Ich kann mich aber noch gut erinnern, als ich meinen 2000er gekriegt habe und hin und weg von der Geschwindigkeit. Zuvor nen C128 gehabt, wie lange da ein Spiel gebraucht hat, bis es von der Diskette geladen war (C64er Modus), geschweige denn bei einem Kumpel mit Datasette.
    Wir waren damals von den Kisten auch hin und weg und die Leute dort kennen ja nun keine Gigaherzrechner.

    Nebenbei bemerkt ist es auch ne Frage der Installation. Hatte vor einiger Zeit nen Pentium 133 MHz mit 64 MB installiert mit SuSE 7.1 und KDE 2.2.2, nach einigen Optimierungen (neuer Kernel mit ein paar Geheimfunktionen zur Aktivierung des DMA - im BIOS nicht vorgesehen, KDE mit objprelink und für den Prozessor optimiert usw.) lagen die Startzeiten einzelner Programme noch bei etwa 1/4 der Originalinstallation. Jetzt mit gcc 3.2 liese sich sicher noch ein bisschen mehr rausholen.
    Das reicht für uns überdrehten Industriestaatenfuzies, bei denen alles möglichst schon gestern erledigt sein sollte, vermutlich immer noch nicht um Spaß zu machen, aber man kann durchaus damit leben.

    Score: 3 Von Gregor Seiler am Di, 10. September 2002 um 17:52 #
    Hallo!
    Ausserdem darst Du nicht vergessen, dass dieser Computer keine Festplatte, sondern ein Flash-Medium besitzt. Das eine sehr viel hoehere Zugriffszeit, da nicht mechanisch, garantiert (Vielleicht auch Datendurchsatz?). Und das ist bei KDE sehr wichtig.

    Ciao,
    Gregor

    Score: 3 Von Schugy am Di, 10. September 2002 um 21:29 #
    Hatte einen P133 mit 80MB RAM und damals als Linux-Anfänger KDE2.2 laufen.

    Mittlerweile ist aber ein Athlon mit 768MB RAM bei mir am werkeln. Default ist icewm.

Score: 3 Von Jowyl am Di, 10. September 2002 um 16:26 #
Wichtig sind nicht nur Rechner, sondern vor allem freie Dokumentationen in Papierform, Schulungsmaterialien usw.

Ich kann aus afrikanischer Perspektive nur sagen, dass der Mangel an Schulungsmaterial fuer Linux das Hauptproblem ist, denn Download kannst du in Afrika vergessen.

Score: 3 Von Anathema am Di, 10. September 2002 um 22:07 #
Linux Rechner für die laotische Landbevölkerung; ein schaler Joke!

Bei der Landbevölkerung ist die Zahl derjenigen die weder Lesen noch Schreiben können besonders hoch, und dann will man denen Linux vorsetzen. Selbst hier im 'gebildeten' Westen kommt der größte Teil, der sich je mit Linux beschäftigt hat, damit nicht klar. Ach ja, da solln ja die Schüler kommen und den tumben Bauer zeigen wieŽs geht. Glaubt wirklich jemand ernsthaft, daß dies klappt?

Dazu ein Beispiel, was ich meine (habŽ nur noch die Quintessenz in Erinnerung):
Eine amerikanische Hilfsorganisation versuchte der Bevölkerung am Indus klarzumachen, daß sie das Wasser nicht unabgekocht trinken sollen, da es voller gefährlicher Keime sei. Um ihre Warnungen zu untermauern ließen sie von den Bakterien in der Indusbrühe mit Hilfe eines Mikroskops Fotos anfertigen, und zeigten diese den Menschen. Und deren Antwort war in der Regel: "Sowas habe ich noch nie im Wasser gesehen, und wenn ich es sehen würde, dann würde ich das Wasser nicht trinken."
Erkenntnis: Wie soll man einem Analphabeten erklären was Mikrofotographie oder was ein Bakterium ist?

Und wie soll man einem enbensolchen laotischen Bauern erklären was ein Betriebssystem, was eine Konfigurationsdatei ist?

Anstatt dieses Humbugs sollte man lieber Zeit, Geld und Mühe darauf verwenden denen Lesen, Schreiben und Rechnen beizubringen (ein Zehnjahresprogramm), und dann kann man weitersehen!

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