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Do, 26. September 2002, 23:27

Software::Distributionen::BSD::OpenBSD

OpenBSD will eigene Version von openssl

Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul - im Fall der freien OpenSSL-Bibliothek scheint diese Maxime fehl am Platz.

Denn verschiedene Entwickler, besonders Theo de Raadt, Chefentwickler des freien OpenBSD-Systems, sehen Gefahr am Horizont heraufziehen. Grund dafür ist ein Geschenk, das Sun Microsystems den Entwicklern der freien Bibliothek machte. Die UNIX-Firma steuerte Code zur Verschlüsselung mit ECC (Elliptischen Kurven) zu dem Projekt bei. In der Lizenz dieses Codes befindet sich jedoch eine Passage, die grob gesagt festlegt, daß Benutzer dieses Codes Sun nicht verklagen dürfen.

Diese Passage scheint harmlos, doch sehen de Raadt und andere darin ein Problem. Denn es wird eine Einschränkung für die Verwendung des Codes gemacht, die nicht mit den Richtlinien freier Software vereinbar ist. Werden solche Bedingungen akzeptiert, führt das nach de Raadt dazu, daß Software allmählich immer weniger frei wird.

De Raadt verurteilt die OpenSSL-Entwickler, die diesen Code akzeptiert haben, in scharfer Form. Er schlägt vor, den Code der OpenSSL-Bibliothek aufzuspalten, so daß es neben der bisherigen Version auch eine »wirklich freie« Version geben wird, die von OpenBSD genutzt würde. Ob dieser Schritt wirklich in die Tat umgesetzt wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

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