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Mo, 30. September 2002, 23:22

China entwickelt eigenen RISC-Prozessor

Wie die regierungsamtliche Tageszeitung »People's Daily« berichtet, hat die Volksrepublik China ihren eigenen RISC-Prozessor entwickelt.

Der unter dem Namen »Dragon« vorgestellte Prozessor wurde von der Computer-Abteilung der chinesischen Akademie der Wissenschaften konstruiert und an Server-Belange angepasst. Erste Produkte sollen bereits in Erprobung sein und in naher Zukunft veröffentlicht werden. So soll der vom Shuguang Tianyan Information Technology hergestellte Server »Aufsteigender Drache« die ersten »Dragon«-Prozessoren beinhalten. Die Geschwindigkeit und die Stabilität seien nach Aussagen der Chinesen »sehr gut« und bereiteten keine Probleme.

Besonderen Wert legt die Zeitung auf die Tatsache, dass der Server-Prozessor alleiniges geistiges Eigentum des chinesischen Volkes sei und keine Patente von Drittherstellern verletze. In der Vergangenheit mussten sich viele chinesische Firmen die Tatsache ankreiden lassen, Technologien von Drittherstellern zu nutzen und keine Lizenzgebühren zu zahlen. So wurden auch in der Linux-Community Stimmen laut, die bemängelten, China verletze Open-Source-Lizenzen und gebe Änderungen an Anwendungen nicht mehr frei.

Die neuen Server sollen überwiegend im Bereich der nationalen Sicherheit eingesetzt werden und Linux als Betriebssystem beinhalten. Die drohende Abhängigkeit von ausländischen Herstellern bewog die Regierung bereits dazu, eine eigene Linux-Distribution in Auftrag zu geben. Diese soll nach dem Wunsch der Politiker Windows ersetzen und optimale Sicherheit schaffen.

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