Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Di, 8. Oktober 2002, 16:44

Software::Systemverwaltung

CUPS 1.1.16 mit eigenen PostScript-Treibern für Windows-Clients

CUPS 1.1.16, das ab sofort zum Download freigegeben ist, enthält eine Reihe von Verbesserungen und Bugfixes sowie PostScript-Druckertreiber für Windows-Clients.

Die grösste Neuerung ist der CUPS-PostScript-Druckertreiber für Windows-Clients; unterstützt werden Windows NT 4.0, Windows 2000 und Windows XP. Das Treiber-Paket weist gegenüber dem Adobe PostScript-Treiber einige Besonderheiten auf:

  • Das durch ihn erzeugte PostScript wird auf Seiten des CUPS-Servers auf jeden Fall einer exakten Seitenzählung unterworfen. (Hintergrund: das ankommende Datei wird vom CUPS "auto-typing" Mechanismus nicht mehr als "application/vnd.cups-postscript" eingestuft, sondern als "application/postscript", wodurch gesichert ist, dass sie den "pstops"-Filter durchläuft, der die Seitenzählung vornimmt; die Trickserei, um die Seitenzählung für Windows-Druckjobs mit der "Dummyzahl" 1 zu umgehen, hat ein Ende.)
  • Der Treiber unterstützt das Mitschicken von "Kostenstellen-Informationen" ("job-billing"), die in der Log-Datei "page_log" registriert werden und somit eine genaue Kostenzuordnung ermöglichen, wie sie in grossen Organisationen im Netzwerkdruck häufig gefordert wird.
  • Der Treiber unterstützt die "Page-Label"-Funktion von CUPS, die das Aufbringen einer Wasserzeichen-artigen Markierung auf den Druckseiten ermöglicht.
  • Der Treiber unterstützt die CUPS-Funktion "Job-Priorität" (Voreinstellung ist 50, Werte von 1 bis 100 möglich), der die Beeinflussung der Druckreihenfolge ermöglicht.
  • Banner-Pages" werden ebenfalls unterstützt - nützlich zum Trennen verschiedener Jobs im Ausgabefach des Netzwerkdruckers, damit das Auseinandersortieren und die Zuordnung zum Besitzer leichter fällt.
  • Die Treiberdateien lassen sich mit einem Mausclick durch die Windows-Clients installieren, wenn sie ihnen über Samba und eine [print$]-share angeboten werden; damit hat die leidige Suche nach den entsprechenden Adobe-PostScript-Treiberdateien ein Ende, deren "*.exe"-Paketformat viele Nutzer nicht auf ihren Linux- oder UNIX-Servern auszupacken wussten.

Damit wird ein besonderes Feature von CUPS noch weiter poliert, das es für den Einsatz als Druckserver in heterogenen Systemlandschaften prädestiniert: seine Fähigkeit, als netzwerkfähiger PostScript-Interpreter Druckdateien auch für nicht-PostScript-fähige Drucker anzunehmen und aufzubereiten.

Nachdem Apple CUPS vor kurzem in sein Mac OS X eingebaut hat, spricht sich unter Anwendern allmählich herum, dass damit und mit Hilfe der Drucker- und Treiberdatenbank von "Linuxprinting.org" nun plötzlich mehrere hundert Druckermodelle in "Reichweite" ihrer Rechner gelangen, die sie zuvor als aussichtslos eingestuft hatten. Die neuen Treiber sind sicherlich auch dem Ziel von Apple zuträglich, im Markt von Unix-Servern Fuss zu fassen. Denn selbstverständlich lassen sich die Treiber auch mittels eines Samba-Servers, der auf Mac OS X läuft, den Windows-Clients zur Verfügung stellen.

CUPS-"Treiber" (das sind eigentlich Filterprogramme, die das eingehende PostScript in ein druckerverträgliches Format konvertieren) gibt es aus verschiedenen Quellen für mehr als 1000 nicht-PostScript-Modelle. (PostScript-Modelle werden ohnehin voll unterstützt). Mit diesem Fundus lässt sich jetzt leicht ein kleineres oder grösseres Netzwerk von unterschiedlichen Betriebssystemen konsolidieren, was die Druckaufgaben anbelangt.

Die Installation des CUPS-PostScript-Treibers erfordert derzeit noch eine Samba-Installation. Windows-Clients suchen auf Druckservern immer in einer Freigabe mit dem besonderen Namen [print$], ob sie hier für sich geeignete Treiber finden. Samba kann seit der Version 2.2.2 diese Freigabe zur Verfügung stellen. Die CUPS-Treiber mitsamt der Drucker-PPD ("PostScript Printer Description") können per "cupsaddsmb" Kommando in diese Freigabe deponiert werden. Windows-Clients installieren diese beim ersten Kontakt mit dem Drucker in der "Netzwerkumgebung". Einzelheiten finden sich in der Manpage von "cupsaddsmb"; Grundsätzlicheres zum Thema Treiberdownload ist in der "Samba-HOWTO-Collection".

In der nächsten Stufe wird der CUPS-PostScript-Treiber ausgebaut werden zu einem vollwertigen "CUPS-IPP-Client für Windows-Rechner". Als solcher wird er die "Browsing"-Funktionen der CUPS-Server voll wahrnehmen können, und automatisch Aktualisierungen (hinsichtlich gelöschter, modifizierter, vorübergehend gestoppter, wieder in Betrieb genommener oder neu installierter Drucker) vornehmen können, die keine statische Installation der PPDs auf den Clients erfordern, sondern diese dynamisch und bei Bedarf vom CUPS-Server abrufen.

Weitere Verbesserungen und Korrekturen dieser Version finden Sie in den Release Notes.

Werbung
Kommentare (Insgesamt: 32 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: ??? (ich, Sa, 3. Februar 2007)
Out-of-paper Meldungen zurückgeben (Sebastian Heise, Sa, 9. November 2002)
Re[3]: warum überhaup generische Teiber (Kurt Pfeifle, Mi, 9. Oktober 2002)
Re[3]: Windows und CUPS? (redn, Mi, 9. Oktober 2002)
Re[2]: warum überhaup generische Teiber (trollaner, Mi, 9. Oktober 2002)
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung