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Sa, 26. Oktober 2002, 13:47

Software::Desktop

Die Standardisierung des Linux-Desktops

Das freie Betriebssystem Linux soll nun auch auf dem Desktop-Markt einen Sprung nach oben machen und im Unternehmens- und Behörden-Umfeld des Desktops standardisiert werden - so der LIVE Linux-Verband e.V.

Die einfache Beobachtung, dass das freie Linux-Betriebsystem immer interessanter für Kommunen und Behörden wird, dürfte kein Geheimnis mehr sein. Spätestens seit der neuen Marschroute der Redmonder schielen immer mehr öffentliche Verwaltungen auf die freie Betriebsystem-Alternative. »Es gibt deutliche Zeichen, dass insbesondere die öffentliche Verwaltung auf allen Ebenen unter dem Sparzwang der kommenden Jahre zur preisgünstigerer Infrastruktur greifen will«, so auch der LIVE-Vorstandsmitglied Daniel Riek. Diesen Trend soll nun auch eine neue Initiative des LIVE-Verbandes unterstützen und den staatlichen Behörden helfen, sich aus der »Lizenz-Falle von Microsoft« zu befreien. »Die Zeichen stehen auch beim Desktop auf mehr Wettbewerb«, so Riek weiter.

Zentrales Anliegen der neuen Initiative sei nach Angaben des Verbandes eine gemeinsame Basis für den Desktop-Einsatz von GNU/Linux zu schaffen. Wie Fred Schröder, Leiter des Desktop-Ressorts im LIVE bekannt gab, wird die Bündelung der Aktivitäten der Entwicklung eine klare Richtung geben und so unnötige Parallelentwicklungen vermeiden. Gegenstand der Zusammenarbeit sei nicht nur das System selbst, sondern auch die Applikationsebene.

Neben der Standardisierung des Desktops will die Initiative vor allem auch Leitfäden erarbeiten, anhand derer interessierte Anwender ihr Migrationspotential prüfen und seriöse Anbieter auswählen können. »Wir wollen den Kunden eine Orientierung geben und ihnen sagen, wann es für sie sinnvoll ist, auf den Linux-Desktop zu migrieren und wie sie damit Geld sparen können.« so Schröder über die Ziele der Verbandsinitiative. »Es wird auch Kriterien geben, wie Projekte durchzuführen und zu dokumentieren sind, damit der Support auch von anderen Dienstleistern erbracht werden kann, wenn der Kunde einmal nicht mehr zufrieden mit der bisherigen Betreuung ist.« So könne man sicherstellen, dass die Kunden mit Freier Software wirklich von einseitigen Abhängigkeiten befreit würden.

Ausführlich werden verschiedene Aspekte des Linux-Desktop-Themas auch auf der diesjährigen LinuxWorld Conference&Expo in Frankfurt in einer Podiumsdiskussion am Dienstag, 29.10.2002 von 16:30 bis 17:30 auf der Infobühne in Halle 6, Ebene 1 erörtert. Auch Pro-Linux ist dieses Jahr auf der Linux World Expo im OpenSource-Pavillon zu einem Gespräch anzutreffen.

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