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Sa, 16. November 2002, 15:22

Software

Deutsche Bank sieht rosige Zukunft für freie Software

Die Deutsche Bank Research, Teil der Deutsche Bank Gruppe, sieht rosige Aussichten für freie Software in den nächsten Jahren.

Unter dem Titel »Free software, big business? - Open Source-Programme erobern Wirtschaft und öffentlichen Sektor« bietet das Unternehmen eine Studie im PDF-Format zum Download an, in der freie Software aus Sicht der Wirtschaft beleuchtet wird. Zugleich wird in dem 11-seitigen Papier überlegt, was dies für die Deutsche Bank selbst bedeutet. Als Anwender von freier Software kann die Bank Kosten sparen, doch muß sie auch die Auswirkungen von freier Software auf andere Unternehmen im Auge behalten. So könnte bei der Bewertung von Unternehmen künftig auch ihre Open-Source-Kompetenz eine Rolle spielen. Andererseits könnte die freie Konkurrenz auch die Innovationskraft von einigen Unternehmen beeinträchtigen.

Der Bericht ist grundsätzlich sehr positiv gegenüber freier Software. Die Qualität sei der von proprietärer Software mindestens ebenbürtig. Zwar scheine freie Software wenig innovativ zu sein, doch werden die gewünschten Funktionen oft auf innovative Weise erreicht.

Weiterhin werden die Geschäftsmodelle für Open Source betrachtet. Das einzige nennenswerte Gegenargument gegen Open Source, nämlich der Service, der meist von kleineren und damit »unsicheren« Firmen angeboten wurde, ist durch den Einstieg von IBM, HP und vielen anderen überholt. Der Marktanteil von Linux ist zwar noch klein (aber schon 25% bei den Servern), wird aber rapide wachsen, wobei der öffentliche Sektor einer der Wegbereiter sein wird.

Interessant ist die Frage nach der weiteren Entwicklung von freier Software, wenn zunehmend Firmen hier einsteigen. Nach Meinung des Autors Jan Hofmann werden die großen Firmen die Entwicklung selbst in die Hand nehmen, um ihr Geschäft auf eine mehr vorhersehbare Basis zu stellen. Doch können sie aufgrund der GPL oder aus praktischen Erwägungen heraus die Software nicht proprietär machen, und werden zudem weiterhin die Gemeinschaft der freien Entwickler benötigen, um den Qualitätsstandard zu halten. (Dank an Clemens Diepers, Richard Ruhland, Reiner Schischke, Pawel Slabiak und W. Weinmann.)

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