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Mo, 18. November 2002, 00:21

Software::Grafik

Film Gimp

Film Gimp, ein freies auf Gimp beruhendes Tool zur Nachbearbeitung von Filmen, findet immer mehr Anhänger in den Hollywood-Studios.

Was Gimp für die Bearbeitung von normalen Bildern, ist Film Gimp für Filme. Das Projekt hatte aber nicht unbedingt einen leichten Start. Es wurde 1998 als Abkömmling von Gimp durch die Firmen Silicon Grail und Rhythm & Hues begonnen. Die GIMP-Entwickler lehnten es aber bisher ab, die Änderungen in den normalen Gimp zu integrieren, da diese nicht ausgereift gewesen seien. Eine Integration wird es eventuell in Gimp 2.0 geben, das aber vielleicht erst in einigen Jahren erscheint. Aus diesem Grund gibt es, obwohl in Hollywood in weitem Einsatz, nur eine CVS-Version der Software.

Als Silicon Grail von der Entwicklung absprang, machte Rhythm & Hues alleine weiter. Allmählich setzte sich das freie Tool durch und fand immer mehr Anhänger. Dieses Jahr kam dann der Durchbruch, und nun beteiligen sich Programmierer aus etlichen Firmen (u.a. Rhythm & Hues, Sony Pictures Imageworks und ILM) an der Entwicklung. Damit könnte Film Gimp geradezu ein Modell für die Entwicklung freier Software werden, wo jeder etwas beiträgt und von den kollektiven Beiträgen profitiert.

Gegenüber dem normalen Gimp besitzt Film Gimp vor allem Unterstützung für 16 bit Farbtiefe für jede RGB-Farbe, eine Bildverwaltung sowie eine andere Benutzeroberfläche mit Pulldown-Menüs. Denn bei der Nachbearbeitung von Filmen, wo z.B. Staubkörner, Kratzer und andere Fehler entfernt werden, werden alle Einzelbilder des Films mit 3x16 bit Farbtiefe gescannt.

Filmstudios sind ganz besonders anspruchsvolle Desktop-Nutzer. Sie benötigen das beste Tool für den Job, der Preis spielt fast keine Rolle. Nachdem sich SGI von Workstation-Markt zurückgezogen hat, rückte hier überall Linux nach und bringt rund die fünffache Leistung der betagten SGI-Systeme. Besonders gefordert sind extreme Stabilität, niedrige Latenzzeiten, 3D-Grafik und Audio. Obwohl Linux nicht unbedingt ausgereift ist in diesem Bereich (so ist z.B. der Low-Latency-Path nicht im offiziellen Kernel), gilt es im Bereich der Studios geradezu schon als Desktop-Standard. Robin Rowe, einer der Betreuer von Film Gimp und selbst in der Branche tätig, glaubt, daß im nächsten Jahr so gut wie kein Film aus Hollywood kommen wird, bei dessen Produktion Linux keine wichtige Rolle spielt.

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