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Fr, 29. November 2002, 08:15

Gesellschaft::Politik/Recht

FSF-Erklärung zur W3C-Patentpolitik

Die Free Software Foundation (FSF) bezeichnet den letzten Entwurf zur Patentpolitik des WWW-Konsortiums (W3C) als unbefriedigend.

Das W3C-Papier wurde von einer Arbeitsgruppe, der W3C Patent Policy Working Group, erstellt, in der auch Befürworter von freier Software vertreten waren. Darunter auch Eben Moglen, Generalsekretär der FSF und Rechtsprofessor an der Columbia University. Moglen hält die Regelungen, auf die man sich geeinigt hat, für einen Schritt in die richtige Richtung, um das Web vor patentierten Standards zu bewahren. Jedoch seien sie nicht adäquat.

Die vorgeschlagene Regelung sieht vor, daß patentierte Technologien in W3C-Standards einfließen dürfen, wenn sie lizenzfrei in Implementierungen des Standards verwendet werden dürfen. Dabei dürfen jedoch Einschränkungen gemacht werden, was Abschnitt 7 der GNU General Public License (GPL) widerspricht.

Wenn beispielsweise ein Hersteller die freie Lizenz erteilt, aber mit der Einschränkung, daß damit nur der Standard implementiert werden darf, dürften die entsprechenden Passagen der Software, die dies implementiert, nicht frei in beliebige andere freie Programme übernommen werden. Dies würde die GPL unterminieren und keine echte Freiheit für die Anwender bedeuten. Aus diesem Grund ruft die FSF alle Interessenten auf, ihre Bedenken bis zum Ende der Einspruchsfrist (31. Dezember 2002) an das W3C zu senden.

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