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Mo, 2. Dezember 2002, 10:49

Gesellschaft::Politik/Recht

Bundesregierung spricht offen für Open Source

Die Pläne der Bundesregierung, Linux auf breiter Front einsetzen zu wollen, scheinen immer klarer zu werden – nun sprach sich die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern öffentlich für Linux aus und begrüßt einen immer breiteren Einsatz von Linux in den Behörden.

So sprach sich Ute Vogt, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, erfreut über den Einsatz von Linux in Schwäbisch Hall aus und begrüßte »die Vorreiterrolle der Gemeinde«. Schwäbisch Hall zeige nach Meinung der Staatssekretärin auf, »dass die öffentliche Verwaltung auf dem Weg aus der Software-Monokultur ein gutes Stück voran gekommen ist«. Offen sprach Vogt über die Aspekte, die die Bundesregierung zu einem Einsatz von Linux bewogen haben - eine Stärkung der Softwarevielfalt, eine Verbesserung der Computersicherheit und die Senkung der Lizenz-Kosten. »Durch eine größere Softwarevielfalt vermindert sich nicht nur die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern, sondern es verbessert sich gleichzeitig die Computersicherheit«, so Vogt. »Software-Monokulturen sind anfälliger für Schädlinge, das gilt für den Bereich der IT genauso wie für die Landwirtschaft«.

Schwäbisch Hall begründete die Einführung von freier Software in Behörden überwiegend mit dem Lizenzkostenaspekt. Die Gemeinde spare durch die Umstellung Software-Lizenzgebühren. »Das zeigt, dass die Gemeinden die Chancen, die ihnen der Rahmenvertrag des Bundes eröffnet, konsequent nutzen«, so Vogt.

Anfang Juni schloss der Bundesinnenminister Otto Schily mit IBM Deutschland einen Rahmenvertrag ab, der Bund, Ländern und Gemeinden den Umstieg von Windows- auf Linux-Systemen erleichtert. Der Vertrag sichert der gesamten öffentlichen Verwaltung in Deutschland die Möglichkeit, Hardware und Linux-Software zu besonders vorteilhaften Bedingungen kaufen zu können. Schwäbisch Hall machte nun von den Möglichkeiten des Vertrages Gebrauch und stellt sowohl Server als auch Arbeitsplatz-PCs (Clients) auf Linux um.

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