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Mi, 1. Januar 2003, 17:04

Linux statt Windows für Israelische Armee

Wie der englische Nachrichtenticker The Inquirer unter Bezug auf einen Bericht in der israelischen Tageszeitung Ha'aretz zu berichten weiß, plant die israelische Armee (Israel Defense Forces, IDF) einen Umstieg auf Linux.

Der ausschlaggebende Punkt des verstärkten Interesses der Armee an Linux stellt nach dem Bericht des Tickers die Kostenfrage dar. Windows ist zu teuer, lautet das Resumee. Dabei zitiert die israelische Ha'aretz, auf deren Bericht sich The Inquirer stützt, den Leiter des IDF-Rechenzentrums, Colonel Avi Kochba: »Heute gibt es einen Trend zum Wechsel zu Open-Source-Systemen. Wir ignorieren das nicht. Zur Zeit untersuchen wir, ob Linux-Server als Ersatz für die von Microsoft eingesetzt werden können, und ich nehme an, dass einige ausgetauscht werden«.

Kochba unterstreicht allerdings, dass es nicht sein Wille sei, Microsoft aus der israelischen Armee zu verdrängen. Es ist aber laut Kochba geplant, verstärkt Open Source zu nutzen, um Kosten zu sparen. »Wir wollen zum Beispiel die ersten in Israel sein, die mit Linux auf IBM-Mainframe-Computern arbeiten«, so der Colonel.

Bereits Ende 2001 wurde Microsoft in Israel der zweifelhafte Status eines Monopolisten zugesprochen. Im November startete die Knesset-Abgeordnete Nehama Ronen von der Zentrumspartei eine Gesetzesinitiative, die erreichen soll, dass staatliche Stellen fast ausschließlich auf Open-Source-Software zurückgreifen. Wollen oder können diese nicht Open Source nutzen, so soll laut Ronen eine explizite Erlaubnis auch die Nutzung von nicht Open-Source-Produkten ermöglichen. Das Leben in Israel dürfte bereits seit der Zuteilung des Monopol-Status für Microsoft nicht leicht sein. Der anerkannte Monopolist darf in Israel keine Produkte verkaufen, die mit dem Erwerb einer weiteren Microsoft-Applikation verbunden sind, und Kunden dürfen keine Vergünstigungen bekommen, wenn sie ein Microsoft-Produkt dem eines Konkurrenten vorziehen. (Dank an Andreas Wozniak.)

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