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Do, 9. Januar 2003, 23:48

Software::Distributionen::Debian

Debian wechselt zu gcc 3.2

Die Entwicklerversion der Debian-Distribution verwendet ab sofort gcc 3.2 anstelle von gcc 2.95 als Standard-Compiler, damit wird auch die nächste offizielle Debian-Version gcc 3.2 oder neuer verwenden.

Damit folgt Debian verschiedenen anderen Distributionen, die die Umstellung bereits vollzogen haben. Während kommerzielle Distributionen dies aber mehr oder weniger hinter verschlossenen Türen tun können, mußte sich Debian ein Verfahren ausdenken, wie die Umstellung möglichst reibungslos vor sich gehen kann. Dafür wurde ein Übergangsplan aufgestellt, an den sich alle Paketverwalter zu halten haben. Benutzer von Debian werden von dieser Umstellung nichts merken, es sei denn, sie verwenden eine der Entwicklerversionen von Debian.

Das Problematische an der Umstellung ist, daß der C++-Teil von gcc 3.2 nicht kompatibel mit früheren Versionen ist. Insbesondere können C++-Bibliotheken, die mit verschiedenen Compilerversionen übersetzt wurden, nicht gemischt werden, wie bereits bekannt sein dürfte. Eine C++-Applikation kann also erst dann erfolgreich mit gcc 3.2 compiliert werden, wenn alle benötigten Bibliotheken erfolgreich diese Umstellung hinter sich haben. Die lange Verzögerung der Umstellung erklärt sich aber auch daraus, daß alle von Debian unterstützten Architekturen umgestellt werden - und bei der m68k-Architektur mußte man besonders lange auf eine fehlerfreie Version von gcc 3.2 warten.

Für die Umstellung haben sich die Entwickler ein Verfahren ausgedacht, das von der Debian-Paketverwaltung besonders gut unterstützt wird. Alle C++Bibliotheken und C++Programme, die mit gcc 3.2 übersetzt wurden, werden ein »c102«, das ist die Versionsnummer des C++-ABIs (Application Binary Interface), im Namen tragen. Sie können daher gleichzeitig mit den alten Paketen in den Archiven vorhanden sein, stehen jedoch im Konflikt mit den alten Paketen, so daß nur eines von beiden installiert sein kann. Das »c102« im Namen wird beibehalten, bis eine neue Version des Paketes erscheint. (Dank an Marek Opielka.)

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