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Do, 16. Januar 2003, 00:12

Software::Distributionen::Mandriva

MandrakeSoft beantragt Gläubigerschutz

Ein Wunder scheint nicht [a 5043]geschehen zu sein[/a] - wie der französische Distributor heute bekannt gab, hat das Unternehmen nach einer Reihe von Quartalsverlusten einen Antrag auf »declaration de cessation des paiements« gestellt.

Damit meldete MandrakeSoft den Gläubigerschutz an - ein Verfahren, das ähnlich dem Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-amerikanischen Konkursrechts ist. So erhoffen sich die Franzosen, die operativen Geschäfte weiter führen zu können und faire Verhandlungen mit den Gläubigern zu initiieren. Der Gläubigerschutz ist weder eine Pleite noch das Ende eines Unternehmens. Das Verfahren ermöglicht Mandrake die Möglichkeit, vor einem drohenden endgültigen Aus eine Sanierung zu versuchen. Während der Dauer der Klausel kann das Unternehmen weiterhin wirtschaftlich operieren und versuchen, seine Schulden abzubauen oder die Gewinngrenze zu erreichen.

Positiv in die Zukunft blicken heißt im Moment die Devise bei Mandrake - schließlich ist nach Aussagen des Unternehmens der Umsatz gestiegen und die Kosten wurden reduziert. Eine geplatzte Finanzierungszusage sei der Auslöser der notwendigen Klausel. Die Hoffnung, dass ein Aufruf zu Spenden weitere Anwender der Distribution zum Beitritt des Mandrake-Clubs bewegt, blieb hinter den Erwartungen. Auch neue Investoren oder private wie auch geschäftliche Käufer von Mandrake-Aktien würden helfen, verkündete das Unternehmen noch Ende Dezember.

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