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Mi, 22. Januar 2003, 00:11

Unternehmen

Shawn Gordon von theKompany.com im Interview

Das australische News-Portal »The Age« bringt in einem Interview interessante Details über theKompany.com zu Tage.

Die etwas mysteriöse Firma theKompany.com, spezialisiert auf KDE- und Qt-Applikationen, wurde 1999 von Shawn Gordon gegründet. Die Angestellten der Firma sind weltweit verteilt, nur einen einzigen von ihnen hat Gordon je persönlich getroffen, und auch dies eher zufällig. Die Entwickler werden aufgrund persönlicher Empfehlungen eingestellt und kommunizieren über Telefon, wo sinnvoll, und IRC.

Gordon hält die derzeitige Situation, Binärpakete von Programmen unter Linux zu veröffentlichen, für katastrophal. Viele Distributoren fügen proprietäre Elemente zu ihren Systemen hinzu, die sie teilweise inkompatibel zu anderen Systemen machen. Beispielsweise wird Red Hat mit seiner Vereinheitlichung von GNOME und KDE angeprangert, die eher eine Verkrüppelung von KDE sei. Auch sei es früher möglich gewesen, RPM-Pakete zu erstellen, die auf jeder RPM-basierenden Distribution liefen, heute nicht mehr. Dabei spielen natürlich auch die unterschiedlichen Versionen von GCC eine Rolle.

Debian sei als Desktop-System überhaupt nicht zu unterstützen, so Gordon weiter. Die Software der stabilen Debian-Distribution sei so veraltet, daß jeder seine eigene Version von KDE 3 installiert habe. Die auf Debian aufbauenden kommerziellen Distributionen erschweren die Lage weiter.

Aus diesem Grund schreibt theKompany.com hauptsächlich Qt-Applikationen, wo diese Probleme durch statisches Linken von Qt unter Kontrolle gehalten werden können.

Die Entscheidung für KDE oder zumindest für die Qt-Bibliothek fiel bei theKompany.com sehr früh. KDE sei technisch viel besser und ausgereifter als GNOME. Der Konflikt KDE-GNOME, so man es als Konflikt sehen will, sei auch ein Konflikt zwischen europäischen und amerikanischen Ansichten. GNOME betreibe viel aggressiveres Marketing als KDE. KDE sei ziemlich passiv, und die KDE-League sieht Gordon als kompletten Fehlschlag.

Heutzutage entwickelt theKompany.com verstärkt Applikationen für eingebettete Systeme, besonders PDAs und ähnliches, wo ähnliche Anwendungen wie auf Desktop-Rechners eingesetzt werden.

theKompany.com wurde von Gordon selbst finanziert und hat nie Geldgeber in Anspruch genommen. Profitabel ist die Firma aber noch nicht. Derzeit schafft man es gerade so, mit den Einnahmen die Ausgaben zu decken.

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