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Di, 11. Februar 2003, 14:14

Gesellschaft::Politik/Recht

Microsoft stellt einen Patentantrag auf .NET

Das Redmonder Unternehmen Microsoft stellte einen Patentantrag auf Teile der.NET-APIs - viele sehen nun das Mono-Projekt, eine Open-Source-Alternative, gefährdet.

Der von Microsoft gestellte Antrag beschreibt detailliert die Funktionsweise der.NET-Initiative und regelt die Verwendung der APIs. Unter anderem beschreibt das Dokument den Common Language Runtime (CLR) Layer und die Common Language Specification (CLS), die in großen Teilen Einzug in das OpenSource-Projekt Mono gefunden haben und somit direkt von dem Patent betroffen sein werden.

Indes stellen sich immer mehr Nutzer und Programmierer die Frage, ob ein Patent die Zukunft von Mono verändern kann. Zwar bekräftigte Miguel de Icaza in der Vergangenheit, dass Mono ausschließlich patentfreie Technologien benutzt, diese Tatsache könnte aber nach dem Inkrafttreten des Microsoft-Patentes einer drastischen Änderung unterliegen. Wenn das Projekt nächstes Jahr fertig wird, könnte gerade in dieser Zeit die neue Ära von.NET beginnen und Mono einem gewaltigen Problem gegenüberstehen.

Mono soll nach Angaben der Programmierer alle Schlüsselkomponenten von.NET, etwa einen C#-Compiler, einen Just-In-Time-Compiler für CLI (Common Language Infrastructure) und eine Klassenbibliothek, bereitstellen. Mittels der Libraries wird jedem die Möglichkeit gegeben,.NET-Anwendungen erstellen und unter allen davon unterstützen Plattformen wie Windows, GNU/Linux oder Unix ausführen zu können. Durch Mono soll eine vollständige Alternative zu.NET zur Verfügung gestellt werden, die mit oder ohne Internet verwendet werden kann und auf beliebigen Servern einsetzbar ist.

GNU Mono wird von Miguel de Icaza geleitet, der dem GNU-Desktop GNOME zu großen Erfolgen verholfen hat. Er ist Präsident der GNOME Foundation und CTO von Ximian.

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