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Mo, 17. März 2003, 23:25

Gesellschaft::Politik/Recht

Fortschrittsbalken verletzt Software-Patent

Die Essener Linux User Group hat einen Wettberwerb ausgeschrieben, der die Absurdität von Software-Patenten einmal mehr entlarven soll.

Am Wochenende startete die Essener Linux User Group (ELUG) den »Zweiten Deutschen Patentverletzungsprogrammierwettbewerb«. Er steht unter der Schirmherrschaft des Fördervereins für eine Freie Informationelle Infrastruktur (FFII). Alle Programmierer sind herzlich zum Mitmachen eingeladen. Bis zum 3.5.2003 dürfen wieder möglichst absurde europäische Software-Patente dokumentiert und eingereicht werden.

Für das Entlarven absurder Software-Patente gibt es originelle Trophäen zu gewinnen.

Die erste Auflage dieses Wettbewerbs endete am 28.12.2002 und brachte ein Horrorkabinett von Software-Patenten an die Öffentlichkeit. So ist z.B. das Empfangen und Archivieren einer E-Mail oder das Implementieren eines Fortschrittsbalkens eine Patentverletzung.

Glücklicherweise sind die 30.000 derzeit bestehenden Software-Patente nach Artikel 52 EPÜ alle illegal und können daher nicht durchgesetzt werden. Dr. Peter Gerwinski, Hauptorganisator des Wettbewerbs, fordert daher, daß die Bundesregierung sich für den Erhalt des derzeitigen Status Quo einsetzt. Denn derzeit berät das EU-Parlament über eine Gesetzesrichtlinie, der zufolge diese 30.000 europäischen Software-Patente auf einen Schlag legal werden sollen. Eine entscheidende Sitzung ist am 8. Mai 2003. Es bleibt also noch etwas Zeit, die Politiker anzusprechen.

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