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Di, 18. März 2003, 22:32

Gesellschaft::Politik/Recht

GZIP-Kompression in Hardware

Die VIGOS AG stellte auf der CeBIT eine Einsteckkarte vor, die den Prozessor von der Kompression von Daten entlastet.

Der verwendete Algorithmus des »GZIP Accelerators« ist der von GNU gzip. Die Karte soll hauptsächlich in Webservern zum Einsatz kommen, wo sie durch Kompression der Daten einen höheren Durchsatz der Webseite liefern soll. Bereits jetzt sollen sich 32 MB pro Sekunde komprimieren lassen, annähernd genug, um einen 100 Mbit/s Netzwerk-Datenstrom in Echtzeit zu komprimieren. Später soll diese Leistung auf 64 MB/s ausgebaut werden.

Die Hardware wurde in einer Kooperation mit der Universität Wuppertal entwickelt. Für das Produkt wurde ein Patent angemeldet. Dieses dürfte sich ausschließlich auf die Hardware beziehen, da die Algorithmen von gzip frei von Patentansprüchen sind.

gzip verdankt gar seine Existenz eigentlich nur dem unseligen Patent auf dem LZW-Algorithmus, der beispielsweise in dem UNIX-Tool »compress« und in GIF-Bildern verwendet wird. Dieses Patent läuft in den USA am 20. Juni dieses Jahres aus. In den meisten anderen Staaten sind Software-Patente sowieso (noch) illegal. Dieser Tag dürfte für alle Freiheitsliebenden der größte Feiertag des Jahres werden. (Dank an Reiner Schischke.)

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Kommentare (Insgesamt: 15 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[4]: mod_gzip (Oliver, Do, 20. März 2003)
Re: Patent (CE, Mi, 19. März 2003)
Re[2]: Patent (gerd, Mi, 19. März 2003)
Re: Patent (BufferOverflow, Mi, 19. März 2003)
Re: Kosten? (BufferOverflow, Mi, 19. März 2003)
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