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Di, 25. März 2003, 00:02

Software::Systemverwaltung

Keine Linux-Treiber für Centrino-Chipsätze von Intel

Eine Linux-Unterstützung für den mit großem Werbeaufwand vorgestellten Centrino-Prozessor ist in absehbarer Zeit nicht in Sicht.

Dies wirkt um so grotesker, als Intel die Einführung des Prozessors mit einer 300 Mio. Dollar schweren Werbekampagne anschiebt, doch die paar tausend Dollar, um Linux-Treiber zu entwickeln oder entwickeln zu lassen, sind anscheinend nicht da.

Dabei war Intel bisher meist recht hilfreich in diesen Dingen. Unterstützung für die meisten Board- und Netzwerk-Chipsätze ist vorhanden. Doch auch hier weiß manchmal die rechte Hand von Intel nicht, was die linke tut.

Michael Robertson, Chef von Lindows.com, vermutet dahinter eine interne Auseinandersetzung, in der die Microsoft-Marketing-Droiden momentan den Ton angeben. Denn Intel braucht von Microsoft ein Windows für den Itanium, und das so schnell wie möglich. Daher versucht man bei Intel wohl derzeit, sich Microsoft möglichst anzubiedern.

Ein weiteres Indiz dafür ist laut Robertson, daß die Teilnahme von Lindows.com an einer Intel-Roadshow kurzfristig abgesagt wurde. Begründung: Microsoft sei auch dabei. Ferner hatte Intel vor einigen Wochen seine Vortragenden vom Linux Desktop Summit, den Lindows.com veranstaltet hatte, zurückgezogen.

Für Linux- und Open-Source-Unterstützer dürfte damit die Sache klar sein. Statt eines Notebooks mit Centrino kauft man eben eines mit Mobile Athlon oder Crusoe. Auch eine Mail an den Intel-Support wäre nicht schlecht. Vielleicht siegt ja bei Intel irgendwann wieder die Vernunft. (Dank an Sascha Lippmann.)

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