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Di, 1. April 2003, 07:10

Software::Entwicklung

Eine schnelle Kostenanalyse von Qt und GTK+

Lange hat es nicht gedauert, bis das Team um KDE ihre eigene Sicht der Dinge auf ihrer Seite veröffentlichte, die sich dem Nutzen und den Kosten von Qt gegenüber GTK+ widmet.

Eine gesunde Auseinandersetzung mit Fakten und Informationen ist der Community, egal welcher Gesinnung, nicht gerade fremd. So kommt es nicht überraschend, dass es nicht lange dauerte, bis die Qt-Befürworter die Aussage von Michael Meeks relativierten. Dieser hatte im Rahmen der in Hamburg abgehaltenen OpenOffice-Konferrenz erklärt, warum gerade GNOME den Unix-Desktop besetzen sollte. Zur Untermauerung der Argumente, die für GNOME sprechen, nannte er unter anderem eine massive Kostenreduktion gegenüber Qt und damit auch KDE.

Erwartungsgemäß sehen es die Coder rund um das K Desktop Environment (KDE) anders und relativierten prompt mittels einer Gegendarstellung Meeks Aussagen. In einem Artikel, der auch eine Ankündigung auf dot.kde.org fand und dort große Kontroversen auslöste, beschäftigt sich der Autor mit der Kostenfrage und den von Meeks aufgezählten Vorteilen von GTK+ gegenüber Qt. Dabei will George Staikos anhand eines zweijährigen Projektes die vermeintlichen Vorteile entkräften und Qt als die bessere Wahl darstellen.

So sieht Staikos in kommerziellen und langen Projekten minimale Ausgaben für Lizenzen bei Qt. Bei 20 Entwicklerjahren (10 Entwickler für zwei Jahre) erkennt der Autor gerade 1,7% der tatsächlichen Kosten als Kosten an, die durch die Lizenz verursacht worden sind. Diese Ausgaben stehen der Zeitersparnis, der besseren Dokumentation und kürzerer Entwicklungszeit gegenüber. Denn »Basierend auf meiner Erfahrung bei der Portierung von GTK-Applikationen auf Qt, ist der resultierende Code 30%-60% kleiner als der des GTK-Äquivalents«, so Staikos. Setzt man diese Ersparnis in direkten Vergleich zu Zeitersparnis bei der Programmierung, so ergibt sich laut dem KDE-Coder eine Kostenreduktion von über 150.000 USD.

Unerwähnt will Staikos auch nicht lassen, dass die Lizenzkosten nur entstehen, wenn ein Unternehmen kommerzielle und geschlossene Applikationen schreiben will. Bei freier Software ist die komplette Kostenrechung des Ximian-Mitarbeiters Makulatur.

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