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Di, 8. April 2003, 07:53

Software::Distributionen::BSD::OpenBSD

US-Militär spendet OpenBSD 2 Millionen

Laut einem Artikel der kanadischen National Post spendete die US-amerikanische Army über 2 Millionen USD an das OpenBSD-Projekt in der Hoffung, ihre Sicherheit zu erhöhen.

Vor allem die so genannte Cyber-terroristische Angriffe sollen durch eine Unterstützung des Systems im eigenen Hause auf das Minimum reduziert werden, so die Quelle. OpenBSD gilt im allgemeinen als eines der sichersten Systeme, da das Basissystem gründlich mehreren Audits unterzogen worden ist. Innerhalb von sechs Jahren gab es nur eine Sicherheitslücke in der Standardinstallation, die von anderen Rechnern aus nutzbar war.

Kaum verwunderlich ist es deshalb, dass auch das Militär an einer Weiterentwicklung von OpenBSD interessiert ist, obgleich das Geld nicht direkt von der Institution an die Entwickler geflossen ist. Als »Absender« des großzügig mit 2,3 Millionen USD dotierten Geschenks fungiert die U.S. Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA), ein Forschungs- und Entwicklungszweig des Militärs. Ferner wurde das Geld nicht direkt an die Entwickler ausgezahlt. Aufgrund strenger Auflagen darf das Militär lediglich Projekte in den Vereinigten Staaten unterstützen. Ein Dilemma, denn das OpenBSD-Projekt hat seine Wurzeln in Kanada.

Um in den Genuss der Spende kommen zu können, wurde das Geld auf ein Konto von Jonathan Smith, Professor an der Universität in Pennsylvania, gezahlt. Bereits in wenigen Tagen sollen dann 2,3 Millionen USD auf das Konto von Theo de Raadt, dem Projektleiter der Entwicklung, überwiesen werden.

Theo de Raadt zeigte sich über die Spende zufrieden, obgleich er betonte, dass die Behörde keinen Einfluss auf die Entwicklung von OpenBSD haben wird. »Wir machen das, was wir schon immer gemacht haben - sichere Software«, sagte er und fügte hinzu, dass er sich geistig vorstelle, dass die Spende eine halbe »cruise missile« wert ist (die nicht mehr gebaut wird).

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