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Fr, 11. April 2003, 00:06

Oregon erwägt Gesetz zum Open-Source-Einsatz

Ein heftiger Streit ist im US-Bundesstaat Oregon um einen Gesetzentwurf entbrannt, der dem Staat vorschreibt, bei der Anschaffung von Software Open-Source-Programme zu erwägen.

Der Entwurf wurde im letzten Monat von dem Republikaner Phil Barnhart eingebracht. Er ist eigentlich sehr moderat, denn er schreibt keinesfalls den Einsatz von Open-Source-Software (OSS) vor, sondern lediglich, daß OSS im Auswahlprozeß berücksichtigt werden muß.

Selbst das geht Microsoft und seiner mutmaßlichen Vasallenorganisation Initiative for Software Choice (Initiative für Software-Wahlmöglichkeit) schon zu weit. Das Gesetz wird ihrer Meinung nach nicht benötigt, da die Behörden ohnehin schon die Möglichkeit hätten, OSS einzusetzen.

In Oregon scheint man auf Microsoft aber nicht allzu gut zu sprechen zu sein, hatte sich die Firma doch die Unverschämtheit erlaubt, einige Schulen anzuschreiben und sie zum Erwerb von zusätzlichen Lizenzen aufzufordern, andernfalls würde man prüfen, ob dort unlizensierte Software zum Einsatz käme.

In der Debatte berichteten einige OSS-Anwender, wieviel Geld sie bereits durch den Umstieg auf OSS gespart hätten. Die Beträge gehen in die Hunderttausende pro Jahr, was es z.B. ermöglicht, mehr Lehrer einzustellen.

Andererseits ist die Argumentation für das Gesetz auch nicht sehr überzeugend. Die Behörden würden vom Einsatz von OSS zurückschrecken, weil früher die Benutzbarkeit von OSS Defizite aufwies. Die Argumente für OSS dagegen sind nicht nur wegen der Kosten so überzeugend, daß sie sich in weiten Bereichen auch ohne Gesetz durchsetzen wird. Auch wenn die angeblich so sehr um Wahlmöglichkeiten Besorgten jede Konkurrenz ersticken wollen, werden sie letztlich den Kürzeren ziehen. (Dank an Reiner Schischke.)

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