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Mo, 20. September 1999, 00:24

Unternehmen

Eine virtuelle Probefahrt via Internet - und Linux fährt mit

In einer virtuellen Probefahrt ermöglicht die Düsseldorfer Gesellschaft für Neue Kommunikationsmedien mbH -
clicktivities - am Montag, dem 20.9.99, den Blick in einen auf Englands Straßen fahrenden Lkw; Linux ist dabei der Router.

Die von der Daimler Chrysler AG finanzierte Sendung läuft vom 20. September bis 1. Oktober jeweils um 12 bis 13 Uhr deutscher Zeit auf den Computer-Bildschirmen. Das Innovative an dem Projekt liegt einerseits in einer
kostengünstigen und interaktiven Live-Dokumentation im Internet, in der ein Benutzer via Chat seine Fragen aktiv an einen Journalisten bzw. den Fahrer richten kann, andererseits technisch in der Übertragung von bewegten Bildern via Handy aus einem fahrenden Objekt. Die Sendung setzt einen Meilenstein in der Fusion von EDV und Fernsehen in einem Fenster mit der Auflösung von 160 x 120 Bildpunkten auf dem Computer-Bildschirm.
Die Übertragung der technologischen Pionier-Fahrt läuft über einen analogen Video- und Audio-Funk-Datenstrom aus der Lkw-Fahrerkabine in den voranfahrenden Übertragungswagen. Über ein Schaltpult und zwei Rechner mit Videokarte bzw. Router-Software werden die bewegten Bilder und Töne digitalisiert und in Datenpaketen über sechs bis zwölf Modems aus dem voranfahrenden Übertragungswagen in Mobilfunknetze geleitet. Bei der Telekom AG Deutschland setzt ein Real(R)-Server die Daten für die Verteilung an die Benutzer im Internet wieder zusammen. Die amerikanische Firma RealNetwork (TM) hat ein hauseigenes Videoformat für das Internet entwickelt, der aber keinen offenen Standards entspricht.
Die in diesem Projekt für die Anwendung auf britischen Handy-Netzen eingesetzte Router-Software, die Daten für das Internet portioniert und den Weg über die Funklöcher ausgleicht, wurde in Deutschland über eine kostenpflichtige Software unter dem offenen Betriebssystem Linux realisiert. Eine alternative Lösung auf der Basis der ebenfalls öffentlich zugänglichen Unix-Version Free Berkeley Software Distribution ist bei clicktivities in Entwicklung.
Beides weist statt auf Industriestandards von Konzernen auf offene Standards in der Informationstechnologie hin.

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