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So, 27. April 2003, 23:45

Gemeinschaft::Personen

Linus Torvalds: DRM im Linux-Kernel OK

Linus Torvalds schließt den Einsatz von DRM (Digital Rights Management)-Code im Kernel nicht grundsätzlich aus.

Diese Aussage löste natürlich eine große Zahl von Reaktionen aus, die Torvalds vorausgeahnt hatte, als er scherzhaft meinte, seine Asbest-Unterwäsche sei angelegt, und seinem Posting den Titel »Flame Linus to a Crisp!« gab.

Einige Leute sind grundsätzlich gegen DRM, so beispielsweise Richard Stallman, der DRM nur noch als »Digital Restriction Management« bezeichnet. Was es zweifellos auch ist. Einige Leute forderten daher, daß DRM grunsätzlich im Kernel verboten sein solle, entweder durch eine Änderung der GPL oder eine Zusatzregelung für den Kernel. Diesen erteilte Torvalds nun eine Absage.

Er will den Kernel frei von »Politik« halten. Ohnehin erlaubt die GPL den Anwendern, mit dem Kernel zu machen, was sie wollen. Zum Beispiel DRM-Code einbauen oder daraus entfernen.

Das Signieren von Kerneln ist eine Methode, um DRM zu unterstützen. Jeder kann das tun; Torvalds selbst tut es mit den Kernel-Quellen, um deren Unversehrtheit überprüfbar zu machen. Wie man eine Signatur verwendet, ist jedoch nicht Sache des Kernels, entsprechender Code muß in den Applikationen vorliegen.

Was dagegen nicht erlaubt ist, ist, einen geheimen Schlüssel im Kernel-Binary unterzubringen. Solch ein Schlüssel müßte mit den Kernel-Quellen publiziert werden, was ihn nicht wirklich geheim macht.

Offenbar sehen Torvalds und einige andere Entwickler nicht nur schlechte, sondern auch gute Seiten an DRM. Wenn entsprechender Code einmal vorliegen sollte, wird man sehen können, ob sie recht haben. (Dank an Reiner Schischke.)

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