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Mi, 7. Mai 2003, 07:44

Unternehmen

Microsoft: Den Gegner studieren

Nach einem Bericht des Nachrichtentickers Vnunet beschäftigt der Microsoft über 140 Personen, die sich mit Linux und Java auseinandersetzen und das System studieren sollen.

Seit Jahren setzen sich Managementakademien und Business-Berater mit einem 2500 Jahre alten chinesischen Text auseinander, der wertvolle Hinweise zu Themen wie Führungskompetenz, Strategien, Organisation, Konkurrenzkampf und Kooperation enthält. Die Lehren Sun Tzus "Die Kunst des Krieges" scheint auch Microsoft nicht übersehen zu haben und kommandierte nach Angaben des Tickers 140 Personen zu einem Fortbildungsgang in Sachen Linux und Java.

Die auf der ganzen Welt verstreuten Vertreter des Unternehmens sollen sich laut Vnunet noch intensiver mit Produkten der Konkurrenz auseinandersetzen und potentielle Risiken für Microsoft bereits bei der Entstehung erkennen. Nach Aussage von Larry Meadows, Communications Manager des Unternehmens, scheute Microsoft noch nie Zeit und Kosten, um Produkte anderer Hersteller, die Kunden des Unternehmens interessieren könnten, unter die Lupe zu nehmen. Über die Zahl der wirklich dafür beschäftigten Mitarbeiter wollte aber der Manager nichts sagen. "Es gibt keine feste Anzahl an Personen, die in Linux und Java 2 Enterprise Edition geschult werden", so Meadows lapidar.

In Augen Microsofts stellt Linux im Moment für das Unternehmen lediglich in zwei Bereichen eine ernsthafte Konkurrenz dar: als Alternative für Unix im Server-Bereich auf der x86-Plattform und als Plattform für günstige Systeme begrenzter Funktionalität (File, Print). Mit der Veröffentlichung von Windows Server 2003 mit verbesserten File- und Print-Server-Funktionalitäten hofft der Software-Hersteller Linux vor allem in der zweiten Kategorie aus dem Rennen werfen zu können.

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