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Mo, 19. Mai 2003, 12:49

Gesellschaft::Politik/Recht

SCO kürzt UnitedLinux-Aktivitäten

Wie it-director.com berichtet, hat SCO das Marketing, Entwicklung und die finanzielle Unterstützung für UnitedLinux annulliert und seine Position in der Initiative in Zweifel gestellt.

Nach Informationen des Tickers kündigte die Gruppe an, alle Marketing-, Business- und Entwicklungsaktivitäten an UnitedLinux im Zuge der konsequenten Streichung der Linux-Unterstützung auf. Bereits in der Vergangenheit zeichneten sich dunkle Wolken über den Beziehungen zwischen SuSE und SCO ab. Beide Unternehmen kündigten an, ihre »Beziehungen zu überprüfen«. Am Donnerstag stellte SuSE öffentlich fest: »Wir haben SCO darum gebeten, die in SCOs öffentlichen Statements angedeuteten Verstöße zu spezifizieren. SCO hat sich jedoch geweigert, dazu Stellung zu nehmen«, schrieb das Unternehmen auf seiner Homepage. »Weder ist uns bekannt, noch hat SCO uns in irgendeiner Weise direkt darauf aufmerksam gemacht, dass in SuSE Linux-Produkten unautorisierter Code enthalten sei.«

Währenddessen ließ SCOs Senior Vice Präsident Chris Sontag wiederholt verlautbaren, dass SuSE aus dem falschen Weg sei, wenn das Unternehmen glaube, durch UnitedLinux-Aktivitäten vor einer möglichen Klage geschützt zu sein. Joseph Eckert, Vice Präsident Corporate Communications, verwundert: »Wie können sie uns für ein Produkt belangen, das wir gemeinsam entwickelt haben? Wir haben eine gemeinsame Vereinbarung«.

Die SCO Group scheint dagegen weiterhin den Weg der Konfrontation zu gehen. Am Mittwoch letzter Woche kündigte neben der Hauptniederlassung auch die Deutsche Zweigstelle an, »als Inhaber der UNIX-Urheberrechte« Linux als Derivat von UNIX zu sehen. »So könnten auch kommerzielle Anwender für die Nutzung von Linux haftbar gemacht werden. Das Unternehmen gab diese Warnung auf der Grundlage aus, unrechtmäßig übernommene Komponenten seiner UNIX Intellectual Properties in Linux gefunden zu haben. So lange die damit verbundenen Risiken nicht geklärt und keine entsprechenden Lösungen gefunden sind, wird das Unternehmen den Vertrieb seines Linux-Betriebssystems ab sofort einstellen«, so das Unternehmen. In einem Interview mit vnunet.com bekräftigte Sontag, daß vor allem Distributoren nach einem möglichen Erfolg gegen IBM in die Bringschuld genommen werden. »Red Hat, SuSE oder jede andere kommerzielle Distribution würden gleiche Verbindlichkeiten haben«, sagte er. »Zweifellos ist es nicht unsere Absicht, etwas zu zerstören. Unsere Absicht ist, Wert für unser geistiges Eigentum zu erzwingen und zu erhalten«, fügte er hinzu.

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