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Do, 22. Mai 2003, 16:09

Unternehmen

SCO Group GmbH kündigt Austritt aus Linux-Verband an

Die SCO Group GmbH hat über ihren Geschäftsführer Hans Bayer mit Schreiben vom 20. Mai 2003 ihren Austritt aus dem LIVE Linux-Verband e.V erklärt.

Begründet wird dies mit der Tatsache, dass die deutsche SCO Group nicht Mitglied in einem Verein sein wolle, in dem »man nicht gerne gesehen wird«.

Weiterhin schreibt Hans Bayer, das die deutsche SCO Group in die Aktivitäten ihrer amerikanischen Mutter nicht einbezogen sei und er als Geschäftsführer weder »autorisiert noch fachlich in der Lage sei«, die in Frage stehenden Tatbestände zu kommentieren.

Leider geht Hans Bayer damit in keiner Weise auf das Schreiben des LIVE-Vorstands ein, in dem die SCO Group aufgefordert wurde, zu prüfen, inwieweit sie momentan ihren Verpflichtungen aus der LIVE-Mitgliedschaft entsprechen kann. Es gibt in der Antwort kein Bekenntnis zum Satzungszweck (Erhaltung der freien Verfügbarkeit des Betriebssystems Linux) und auch keine Aussage darüber, was die SCO Group GmbH zur Zeit tut, um »sich für die freie Verfügbarkeit von Linux als Basisbetriebssystem einzusetzen«.

Hans Bayer betont vielmehr sein Vertrauen in den amerikanischen Mutterkonzern und ist sogar überzeugt, dass der Konzern auch die volle Verantwortung übernehmen werde, sollten die bekannten Vorwürfe zu Unrecht erhoben worden sein. »Er spricht explizit von einer Vorverurteilung seines Unternehmens und übersieht dabei, dass der LIVE wohlweislich keinerlei Verteilung betrieben hat, sondern lediglich Beweise eingefordert hat, um den Schaden für das Linux-Umfeld so klein wie möglich zu halten«, schreibt der Linux-Verband.

Wenn sich nicht neue Fakten ergeben, wird der Vorstand des Linux-Verbandes wohl nicht umhin kommen, auf der nächsten Vorstands-Sitzung am 5. Juni 2003 den SCO-Austritt mit sofortiger Wirkung zu akzeptieren. Dazu schreibt der Verband: »Da die SCO Group GmbH von sich aus den Austritt angekündigt hat und sich weder zu den Verbands-Zielen bekennt noch eine Distanzierung zu den Aktivitäten des Mutter-Konzerns abgibt, muss der LIVE davon ausgehen, dass die deutsche SCO entweder diese Aktivitäten eigenständig unterstützt oder an Weisungen der amerikanischen Mutter gebunden ist und damit tatsächlich im Widerspruch zu den Zielen des Vereins und der Selbsterklärung seiner Mitglieder steht«.

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