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Mo, 26. Mai 2003, 17:47

Münchener Rathaus-SPD wählt Linux

Die SPD-Fraktion im Münchener Rathaus hat sich in ihrer heutigen Fraktionssitzung für Linux ausgesprochen, teilte die Fraktion in einer Pressemitteilung mit.

Damit soll die Vorentscheidung laut Aussage der Fraktion gefallen sein: Die Münchener Stadtverwaltung migriert auf Linux als Client-Betriebssystem und ein Office-Paket aus dem Open-Source-Feld. Bereits in der Vergangenheit sprach sich auch die Münchener ödp für einen verstärkten Einsatz von Linux in der Verwaltung und Behörden aus und stellte einen entsprechenden Antrag im Münchener Stadtrat.

Die Migration auf Linux garantiert laut der Fraktion größere Herstellerunabhängigkeit und mehr Flexibilität bei der Gestaltung der künftigen IT-Landschaft der Stadtverwaltung. Hinzu kommt, dass deutlich geringere haushaltswirksame Kosten anfallen. Dies ist angesichts des angespannten Etats der Landeshauptstadt ein Aspekt, der die strategisch-qualitativen Vorteile untermauert.

Stadträtin Christine Strobl, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und SPD-Sprecherin im zuständigen Personal- und Verwaltungsausschuss: »Wir sind uns voll darüber bewusst, dass unsere Entscheidung Signalwirkung hat. Deshalb haben wir uns intensiv mit der Materie auseinandergesetzt. Die Beraterfirma Unilog bewertete zunächst das nachgebesserte Microsoft-Angebot als vorteilhafter. Doch hier gab es nach unserer Ansicht noch ungeklärte Fragen, zumal ein neues Angebot von IBM vorlag. Schließlich führte die erneute Gesamtbewertung aus Kapitalwert und qualitativ-strategischen Kriterien praktisch zum Gleichstand zwischen beiden Lösungsvarianten. Da aber die Kombination Linux und Open-Source-Office- Lösung qualitativ-strategisch eindeutig die Nase vorn hat, entschied sich die SPDFraktion für diese Alternative als langfristige Weichenstellung.«

Nach Meinung der Münchener SPD soll besonderer Wert auf eine sanfte Migration der über 14.000 PC-Systeme und Notebooks mit über 16.000 Anwendern gelegt werden. So können insbesondere Referate mit umfangreichen Fachanwendungen langfristig planen. Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat in der Vollversammlung am 28. Mai 2003.

Update 00:12: Wie aus einer Mitteilung der Grünen Stadträte zu entnehmen ist, haben sich auch die Münchener Grünen einstimmig dafür ausgesprochen, zukünftig Open Source-Produkte für die städtischen Betriebssysteme einzusetzen. "Damit ist eine Pro-Linux-Entscheidung im Stadtrats-Plenum am kommenden Mittwoch sehr wahrscheinlich geworden", so die Fraktion.

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