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Do, 5. Juni 2003, 23:12

Hardware::Systeme

Attacken auf Linux-Systeme gestiegen

Nach einer Analyse der Firma mi2g gab es in den letzten drei Monaten deutlich mehr erfolgreiche Angriffe auf Linux-Server als auf Windows-Server.

Die Londoner Firma mi2g erfaßt seit 1995 alle erfolgreichen Angriffe auf Server-Systeme und speichert diese in ihrer Security Intelligence Products and Systems (SIPS)-Datenbank.

Im Mai 2003 erreichte die Zahl der Einbrüche einen neuen Höchststand, was teilweise auf den Irak-Krieg zurückgeführt wird. Dabei entfielen 19.208 Attacken (76 Prozent) auf Linux-Systeme, 3.801 (15 Prozent) auf Windows-Systeme. Noch im Januar war das Verhältnis umgedreht mit 10.435 Attacken (54 Prozent) auf Windows und 6.688 (34 Prozent) auf Linux.

mi2g gibt drei Hauptgründe dafür an, daß die Linux-Zahlen so dramatisch gestiegen sind:

  1. Schlecht konfigurierte oder gewartete Systeme, besonders in Verbindung mit »Applikationen von Drittanbietern«
  2. Es fehlt im Open-Source-Bereich an einer Initiative, die das Sicherheitsbewußtsein der Systemverwalter erhöht. Microsoft dagegen habe vor kurzem eine entsprechende Initiative ergriffen.
  3. Linux wird angegriffen, weil es die dominierende Plattform im Serverbereich ist. Wer Linux einsetzt und sich davon Kostenvorteile verspricht, unterschätzt oft die Hacker-Gefahr. Es wird also das Know-How vernachlässigt, die Systeme sicher zu halten.

Sichere Einstellungen und das schnelle Einspielen von Patches sind heutzutage entscheidend für die Server-Sicherheit. Viele Systemverwalter wiegen sich durch den Einsatz von Open Source in Sicherheit und vernachlässigen dabei diesen Grundsatz.

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