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Mi, 11. Juni 2003, 13:06

Gesellschaft::Politik/Recht

Hat SCO die GPL verletzt?

Laut EWeek behaupten einige Mitglieder der Open-Source-Community, dass SCO Code aus dem Linux Kernel in den SCO UnixWare-Kernel kopiert hat.
Von Thomas

Dabei wurden u.a. die Copyleft-Hinweise weggelassen und vorgenommene Änderungen nicht an die Community zurückgegeben, wie es die GPL vorsieht. Eine anonyme, SCO nahestehende Quelle, berichtete eWeek, dass Teile des Linux-Kernels durch frühere und derzeitige Mitarbeiter von SCO in das Unix System V kopiert wurden. Die Quelle, die an einem internen SCO-Projekt beteiligt war, um beide Kernel funktional zu verschmelzen, sagte: »SCO hat den Linux-Kernel grundlegend re-implementiert mit Funktionen, die im Unixware-Kernel enthalten sind, auch bekannt als Linux Kernel Personality (LKP) in SCO Unix«. Dieses Feature erlaubt es Anwendern, Standard Linux-Programme gemeinsam mit den Standard-Programmen des UnixWare-Kernel zu nutzen. Die Quelle berichtet weiter: »Während des Projektes entdeckten wir einige Codeabschnitte, die sich sehr ähnelten. Verblüfft fragten wir uns, warum sogar identische Variablennamen verwendet wurden. Es sah tatsächlich so aus, als hätten beide Kernel den gleichen Ursprung.«

Die Re-Implemtierung des Linux-Kernels durch SCO konnte allerdings nur schwer auf eine Reihe von Systemaufrufen angewendet werden, wie z.B. Socketaufrufe oder IPC, da es offensichtliche technische Unterschiede zwischen beiden Kernel gibt in puncto Networking, Inter-Prozess- Kommunikation und Kernelthreads. Insgesamt erweckt der Artikel auf EWeek den Eindruck, dass SCO Teile des Linux-Kernels in das firmeneigene UnixWare kopiert hat und diese Aktion nun als Verletzung der Eigentumsrechte vor Gericht geltend machen will. Dabei stellt sich auch die Frage, ob SCO eventuell sogar aufgrund der Verletzung der GPL belangt werden könnte.

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