Also erstens ich bin auch Linuxer und doch für Softwarepatente. Es sollte Firmen wie Sun möglich sein jeden Scheiss patentieren zu lassen. So wird es Microsoft nicht mehr möglich sein alles zu klauen. Dann werden in zukunft nur noch Solaris und Mac OS X überleben. Sicherlich wird es auch innovative Firmen geben, die ein noch besseres OS entwickeln. Windows wird ein Bastel/Nischen OS wie Linux es heute ist.
so ist für uns Sys Adminis alles in Ordnung wir habe unser Solaris auf SPARC und müssen nicht klickibunti mausschubsen.
Ach und was passiert wenn so super Patente wie das auf den Fortschrittsbalken dann durchgesetzt werden? Oder wenn MS SUN zuvorkommt? Wobei SUN ja auch keine Firma ist die Patentalmosen an die GPL Welt verteilt und nur gegen das böse MS kämpft.
Naja aber das war wohl eher ein Troll Versuch als eine qualifizierte Meinung oder?
Ich weiß nicht was man gegen die Benutzung einer Computermaus und einer ansprechenden grafischen Benutzeroberfläche haben kann! Kann es sein das du Farbenblind bist und somit von einer "klikibunti" nichts hast, oder ist deine Feinmotorik deart gestört das du keine Maus mehr benutzen kannst?
Mit der Maus sind eben manche dinge nur sehr umständlich zu bewerkstelligen und brauchen meist wesendlich mehr Zeit als auf der Konsole. Deshalb schwärmt auch jeder gute Sysadmin von UNIX (der bash oder anderen Konsolen).
Ich weiß nicht was man gegen die Benutzung einer ... ansprechenden grafischen Benutzeroberfläche haben kann
Das würde dann so gut wie jeder benutzen können und der Status des Eingeweihten wäre futsch. Die Technik hat heute die Stellung was früher die Kirche hatte - und da spricht man nun mal Latein damit es der gemeine Mensch nicht versteht. Das komplizierte ist Programm, Pflicht. Einfaches käme einer Entweihung gleich - man würde ja die "Macht" über den User verlieren. Es geht alles bloss um Macht bzw. der Illusion einer Macht. Der schwarze Bildschirm wo magische Formeln eingegeben werden (die nur Auserwählte kennen) ist Religion. Dieselben Prinzipien/ Motivationen wie seit Jahrtausenden, lediglich mit anderen Mitteln.
Ich mache es kurz und schmerzlos: Dem ist nichts hinzuzufuegen. Wenn ich mir hier manch einen anschaue, der sich DVDs unter aalib zu gemuete zieht, dann ist dieses Verhalten kaum noch nachvolziehbar. Computer und Betriebsysteme sollen die Arbeit erleichtern und nicht ein Statussymbol oder eine Religion sein. Ich arbeite damit und wenn ich unter einer GUI schneller und produktiver bin, dann ist die Sachlage fuer mich klar.
wieso soll nicht jeder versuchen sein ding durchziehen zu koennen - auch microsoft? was hast du gegen die firma? klar haben die ne bekloppte firmenpolitik aber blos weil man deren firmenpolitik nicht leiden kann soll es softwarepatente geben die freie software behindern? also bitte der preis ist zu hoch fuer eine kleine fede zw einer kleinen gruppe "linuxer und ms". mir ist ms egal sollen die machen was sie wollen. olli
Du hast wohl das Problem der Softwarepatente noch nicht richtig erfasst. Es geht hier nicht nur um "klickibunti", sondern auch um div. triviale Algorithmen. Ich denke das geht auch an einem "SysAdmin" nicht vorbei...
...oder sprudelt das Geld so massiv? Statistisch hat sich wohl jeder 2000ste EU-Bürger inzwischen an der Petition beteidigt - wie klar muss man bitte noch sagen, wie krank das ist? Leute, Patente haben noch nie innovationen gefördert und gerade im extrem schnellebigen IT-Markt ist soetwas nicht machbar, oder man reduziert die zeiten entsprechend (1 Jahr oder so)!
Naja, ganz so stimmt das auch nicht. Patente waren und sind in manchen Gebieten sinnvoll, genauso wie das Urheberrecht. Was pervers ist, ist zum einen die Laufzeit der Patente - es gibt, wenn überhaupt, dann nur äußerst wenige Fälle, in denen der Forschungsaufwand 70 Jahre alleiniges Nutzungsrecht rechtfertigt.
Bei Softwarepatenten ist zusätzlich noch pervers, was eigentlich patentiert wird. Die Leute patentieren Mathematik (vor allem Kryptografie) und grundlegende Konzepte wie Knöpfe, die seit Jahrhunderten bekannt sind - mit der Begründung, es sei neu, weil man es auf dem Computer umgesetzt habe. Nun sind Forschungsaufwand und -kosten da denkbar gering - Prototypen verschlingen keine Materialkosten - so dass der eigentliche Sinn von Patenten - bevor der Wettbewerb eintritt, sollte der Erfinder für den Aufwand entschädigt worden sein, den er durch die Forschung gehabt hat - wegfällt.
Ich war in dieser Debatte involviert und kann Dir nur Recht geben. Was von den Patentanwälten ja immer weider versucht wurde war uns in eine radikale Antipatentecke zu schieben. In der Öffentlichkeit hat man leider ein sehr positives Vorurteil vom Patentsystem.
Nein, ich glaube Patente machen Sinn in den Bereichen, in denen sie ökonomisch gerechtfertigt sind, d.h. Innovationsanreize bieten. In dynamischen Branchen sind sie ohenhin fragwürdig. Schutzfristen für ein Jahr oder drei sind durch internationale Verträge verbaut und das bestehende Patentsystem ist dafür nicht ausgerichtet.
Softwarepatente betreffen einen Bereich, in dem Patente nichts zu suchen haben und sie auch keinen ökonomischen Nutzen bringen. Wir haben die ökonomische und die juristische Debatte gewonnen und stehen nun wie Hannibal vor Rom, wobei es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass wir es einnehmen.
Übrigens waren es die vielverhassten neoliberalen Ökonomen, die mit spitzer Feder gegen das Patentsystem zu Felde zogen. Lest mal Friedrich von Hayek, Walter Eucken, Fritz Machlup...
Das Hauptproblem ist das rechtliche Minenfeld, was entsteht. Schon heute müssen IT-Freiberufler vertraglich zusichern, dass ihr Code patentfrei sei, das ist *faktisch* nicht möglich.
Open Source ist benachteiligt, denn Patentanmeldungen und Patentprozesse sind teuer. Grossunternehmen schützen sich durch Kreuzlizensierung.
Unser Gegner haben immer wieder versucht uns auf eine Open Source - Lobby zu reduzieren. Das Problem betrifft aber Sharewareautoren und kleine und mittlere Unternehmen gleichermassen. Patentanmelder sind hauptsächlich aussereuropäische IT-Riesen.
Vor wenigen Wochen wurde Ebay wegen eines buyitnow Patentes, das sie verletzt haben, zu 35 Millionen $ Schadensersatz verurteilt.
Das zeigt, dass das Geld in die Lobbyarbeit in Brüssel gut investiert ist. Dort kämpft man mit wenig Geld und viel Enthusiasmus. Ohne das Engagement von Hartmut Pilch und vielen anderen hätte man schon 1998 Softwarepatente durchgesetzt. Wenn man vergleicht, was eine Stunde Patentanwalt kostet ist das alles ein Pappenstiel.
Ich möchte ergänzen: Es wird auch weiterhin Arbeit in diesem Bereich nötig sein. Insbesondere die Plenarentscheidung sollte wenn überhaupt ein Untergang mit wehender Flagge werden. Es kommt nun darauf an, dass alle ihre Abgeordneten kontaktieren.
Es lohnt sich, Engagement zu zeigen, denn das Patentsystem ist aus dem Ruder gelaufen. Ich vergleiche es gerne mit dem "süßen Brei" der Gebrüder Grimm, man könnte auch von einem Krebsgeschwür sprechen.
Die Ausdehnung des Patentsystem wird vorerst weitergehen. Nach den Patenten auf Gene könnte bald eine weitere Bastion fallen, aber die Patentanwaltsverbände sind damit nicht saturiert. Ihre Stärke ist nicht ihre Zahl, nicht einmal ihre Finazmittel, sondern die größere Nähe zum politischen Entscheidungsprozess und die Ahnungslosigkeit der Entscheider. Was nötig sein wird, ist eine stärkere und bessere politische Lobbyarbeit für unsere Interessen, lassen wir es uns eine Lektion sein. Das sei denen ins Ohr geflüstert die Organisationen wie EDRI, den LIVE, FSF Europe oder den FFII als überflüssig, als "politsch" ansehen, was in unserer vermeitlich unpolitischen Zeit ja nicht besonders hoch im Kurs steht.
Schutz vor geistigem Eigentum ist schon wichtig, vor allem in der ersten Zeit wenn es darum geht dadurch einen Wettbewerbsvorteil zu haben. Allerdings finde ich schon das man die Laufzeit stark begrenzen sollte damit die ganze Patentiererei nicht ein Grab für gute Ideen wird. 2-3 Jahre halte ich für mehr als angemessen, sodass der Patentinhaber so genug Zeit hat ein Produkt am Markt zu plazieren. Danach sollte halt jeder die Möglichkeit haben das KnowHow zu nutzen.
Patente als wirksame Methode das eine Firma ihre Investition zum Anfang auch zu Geld machen kann, aber nicht um KnowHow über viele Jahre hinweg wegzuschliessen!
> Schutz vor geistigem Eigentum ist schon wichtig, vor allem in der ersten Zeit wenn es darum geht dadurch einen Wettbewerbsvorteil zu haben.
Warum braucht man dafuer Software-Patente? Nenn mir bitte einen Grund, warum das Urheberrecht hierfuer nicht ausreicht.
Mal ganz davon abgesehen, dass die meisten der (hoffentlich nie kommenden) Softwarepatente sowieso nur altbekannte und offensichtliche Verfahren patentieren. Das Problem ist nur, dass sich keiner die "prior art"-Klagen leisten koennen wird.
"If I have seen further it is by standing on the shoulders of Giants" -- Sir Isaac Newton
Da kann ich dir keinen Grund nennen weil ich selbst keine Patente angemeldet habe. Ich denke einfach mal das Patente weiter gehen als das Urheberrecht bzw. vor Gericht eine andere Durchsetzung haben. Wenn ich Algorithmen Schützenswert finden würde, wäre für mich ein Patent auf jedenfall das erste an was ich denken würde.
Eben, das ist ja das Problem. Stell dir mal vor jemand bemerkt, das es noch kein Patent auf die vier Grundrechenarten gab..... Zu abstrakt? Nee, eine reale Gefahr!
Ich bin der Meinung, dass Du Dich vielleicht erst mit dem Patentrecht und dem Urheberrecht beschäftigen solltest um Dir dann eine Meinung zu bilden. Diese im Moment jedoch, find ich etwas schräg, weil Du das Wissen dazu nicht hast. Ich bin ebenfalls der Meinung wie Marc R., dass das UrhG vollkommen ausreicht um geistiges Eigentum zu schützen.
... wobei ich mir auch das Szenario vorstellen könnte das z. B. Softwarepatente erlaubt werden, nichtkommerzielle Software jedoch davon ausgenommen wird. Allerdings hätte auch das Szenario einen Haken! Es gibt viele Einzelpersonen oder kleine Gruppen die sehr gute Software produzieren und diese teilweise kommerziell anbieten. Diese haben einfach nicht die Möglichkeit alle Patente zu überblicken und zu berücksichtigen und da hackt es an dem Ganzen! So gesehen wären Softwarepatente nämlich ein Hemmschuh für die Entwicklung. Unter Windows ist z. B. Irfan View ein gutes Beispiel. Das Programm ist ein hervorragender Bildbetrachter mit erweiterten Funktionen und für die private Nutzung absolut frei verfügbar. Doch wen man ihn kommerziell einsetzen will muß man dafür auch bezahlen und das ist IMHO auch OK! Aber wen es zu Softwarepatenten käme wäre solche Software wohl nicht mehr möglich...
Da liegen Sie voll daneben, Bildungs- und Forschungseinrichtungen sind traditionell von Urheberrecht und Patentansprüchen befreit mit der Bergründung, dass sie nicht kommerziell arbeiten, sondern der Allgemeinheit dienen. Dies ist in Amerika in den letzten Jahrzehnten bis zur nichtexistentz ausgehölt worden und Dank der Anpassungen des EU Recht an US Recht auch hier inzwischen stark gefärdet.
Mit der Aussage "Das stand nie zur Debatte und wird es auch nicht." sind Sie der Lobbygruppe zum Verstecken von allem, was "geistiges" Eigentum ist, voll auf dem Leim gegangen. (Ursprünglich waren Patente nicht für einfachere Beschränkung von lächerlichen "Erfindungen" sondern für eine einfachere Verbreitung mit Vergütung für den Erfinder gedacht. Was derzeits stattfindet ist eine pure Vergewaltigung von nicht dazu gedachten Rechtsmechanismen.)
Ich sage nur wie die Machtverhältnisse sind. Ausserdem ist es wirklich so, dass Patente nicht an ihre Kommerzialität gebunden sind. Eigentlich sind sie nur für industrielle Anwendung bestimmt. Aber...
ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich machen soll, wenn es wirklich Softwarepatente gibt. Ich entwickle Software und es macht Spaß sich immer neue Ideen machen zu müssen. Aber ich möchte doch nicht wegen jeder Kleinigkeit, die ich mir ausdenke nachschauen müssen, ob dies bereits patentiert ist. Was soll ich denn dann machen? Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich in diesem Fall keine Software mehr entwickeln werde, weil mir der juristische Aufwand viel zu groß ist. Werde dann wohl lediglich auf theoretischer Ebene weiterentwickeln. Genauso ist es mit einer eigenen Firma: Ich hatte in Kürze vor eine eigene Firma zu gründen. Das werde ich in dem Fall sicher nicht mehr machen. Die Gefahr und der Aufwand sind mir zu groß. Ich werde mich lieber um einen Platz in einer anderen Firma bemühen, die diese rechtlichen Aufgaben dann für mich übernimmt.
Unsere Politiker sollen sich dann nicht wundern, wenn es weniger Innovationen und weniger einzelne kleine Firmen gibt. Microsoft IBM usw. würden einen doch bei einer guten Idee sofort in den Boden treten.
"Im Ausschuss Recht und Binnenmarkt sitzen vor allen Dingen Juristen." Da wundert es nicht, dass wir demnächst SW Patente haben werden . Da wurde ein Bock zum Gärtner gemacht. 2 Gruppen werden demnächst von Patenten Profitieren. Megagrosse Firmen und JURISTEN. Entwickler stehen entweder mit einem Bein in der juristischen Schlinge oder bekommen ein paar Krümel fürs überleben hingeworfen. Die Entwicklung von Software wird dadurch nicht gefördert, sondern kommerzialisiert. Die Zukunft für GNU sieht ziemlich schwarz aus. Vermutlich wandern freie Entwickler in den Untergrund. So etwas kann man heute schon sehen. Z. B. bei Programmen, die mit DVDs in Verbindung stehen. Üble Geschichte. Schade dabei läuft gerade alles so gut an. Linux hätte das Zeut dazu, die Welt zu verbessern.
Und damit wird eventuell die einzige Chance gegen Microsoft zu Grunde gemacht. Am besten entwickelt gar keiner mehr Software und keiner kauft mehr PCs. Back to the roots...
"damit wird eventuell die einzige Chance gegen Microsoft zu Grunde gemacht" So pessimistisch würde ich das nicht sehen. Schliesslich können auch andere Mega Konzerne sich Patente sichern. Das kann auch M$ auf sehr lange Sicht in Schwierigkeiten bringen. Aber freie Software, die wie die menschliche Kultur auf "Überlieferung" angewiesen ist, kann sich nicht mehr weiterentwickeln, wenn Teile dieser Überlieferung für 20 Jahre nicht verwendet werden dürfen. 20 Jahre in der IT sind eine gigantisch lange Zeit.
Das Ziel der Softwarepatente ist die Finanzierung des Militärs. Grosse Firmen erhalten meist die Patente und zementieren Monopole um dann über die Steuern Waffen zu finanzieren. Auf(s)halten kann man das nicht.
In den USA entsprich dies leider tatsächlich den Tatsachen (der Staat dor finanziert ja kaum mehr was anderes außer die Militärs, Geheimdienste und diesbezügliche Forschungen).
Software und Geschäftsmodelle von der Patentierbarkeit auszunehmen ist inkonsequent. Was ist an der Erfindung der auf den Bildschirmschreibroutine weniger genial und einfach als am Streichholz. Wenn man Softwarepatente ableht, muss man alle Patente ablehnen. Für Software ist genauso Entwicklungsaufwand und Forschung nötig, wie für chemische Verfahren. Bei der Chemie sind die Entwicklungskosten zwar wahrscheinlich höher, aber dem kann man dann ja durch entsprechene Lizenzzahlungen Rechnung tragen. Das viel benutzte Beispiel des Fortschrittsbalkens zeigt nur, dass viele Leute hier den Sinn von Patenten nicht verstanden haben. Der Fortschrittsbalken ist so genial, dass sich hier alle aufregen, dass er patentiert ist, weil dieses Patent sie zu Lizenzzahlungen verpflichen würde. Er ist vielleicht einfach - entsprechend würden dann wahrscheinlich die Lizenzkosten gering ausfallen. Wenn jeder Entwickler für jeden verbauten Fortschrittsbalken 1 Euro an den Erfinder bezahlt, dann ist dieser bald ein reicher Mann, ohne dass es irgendjemand weh tun wird. Bitte versteht mich nicht falsch. Ich bin grundsätzlich kein SW-Patentbefürworter sondern eher ein Entwicklerrechtler. Stellt euch doch vor ihr erfindet etwas, das ihr für so genial haltet, dass es bestimmt jeder braucht. Ihr meldet ein Patent an (über die dabei entstehenden Kosten kann man allerdings durchaus diskutieren) und könnt gut davon leben. Der Innovativste Erfinder wird der reichste. Wär doch toll. Alle anderen denken, dass ihr deren Feind seid, aber eucht gehts gut ohne was zu arbeiten. Ist doch gerecht für den Erfinder - er war schließlich der Geniale Kopf. Damit begründet sich der Innovations bremsende Effekt der Patente. Ein Genialer Kopf braucht nur eine geniale Erfindung um ein reicher Mann zu werden. Ohne Patente muss er lauter geniale Erfindungen machen, schneller als die Konkurrenz sein und läuft immer Gefahr kopiert zu werden. Deshalb ist eine Patentfreie Marktwirtschaft produktiver. Ein weiterer negativer Effekt ist, dass die meisten Entwickler jedweder Art ein anarchistisches oder sozialistisches Rechtsverständnis haben, das keinesfalls unmoralisch sein muss. Sie sind vor allem selbstgerecht und egoistisch, da sie immer wieder feststellen müssen, dass Politiker und Juristen nicht auf ihrer Seite sind. Auch sonst sind sie immer eine besondere Sorte Mensch, da sie weitsichtiger und langfristiger Denken, sonst wären sie keine guten Entwickler. Wenn sie dann sehen, dass "die Politiker" und "die Juristen" kaum bis zu ihrer Nasenspitze blicken können, verlieren sie das Interesse an politischen und rechtlichen Fragen und stützen sich lieber auf ihre eigenen moralischen Regeln. In der Politik haben sie keine Chance, da sie zu gerecht sind, um sich gegen die anderen, korrupten Politiker durchsetzen zu können. Somit wird deren Weitsicht, die sie eigentlich zu besonders guten Politikern machen würde, zu deren Verhängnis.
Stellt euch auf SW-Patente ein, macht es wie Linus und beantragt selbst so viel wie möglich Patente. Es wird Zeit die Innovationen der Freien Software durch Patente zu schützen. Außerdem muss die GPL an die veränderte Rechtslage angepasst werden.
Leute seid mutig und traut euch in die Politik. Das Geekdom müsst ihr dann allerdings an den Nagel hängen. Schade.
Ich greife mal nur zwei Punkte auf: > Stellt euch auf SW-Patente ein, macht es wie Linus und beantragt selbst so viel wie möglich Patente.
Du bist nicht zufaellig Patentanwalt, oder? Im uebrigen ist es mir nicht bekannt, dass Linus Patente angemeldet hat.
> Es wird Zeit die Innovationen der Freien Software durch Patente zu schützen.
Freie Software und jede andere Form von Software ist durch das Urheberrecht "geschuetzt". Und das reicht vollkommen! Ich kann aus Deinem Text keinen Grund entnehmen, warum man jetzt das Patentrecht auch auf Software, Geschaeftsmodelle, Algorithmen usw. ausweiten sollte. Eher das Gegenteil ist der Fall.
Bin kein Patentanwalt sondern Entwickler. Und aus meiner Entwickler-Sicht bin ich natürlich gegen Software-Patente, weil sie meine Arbeit und mein Einkommen bedrohen könnten. Dennoch wollte ich klarstellen, dass es nicht richtig ist, dass Software und Geschäftsmodelle von der Patentierbarkeit ausgenommen sind. Das einzige, was meinen Bedürfnisse demnach gerecht werden würde, wäre die vollständige Abschaffung jeglicher Patente. Das würde auch Bereiche wie z.B. die Pharmaindustrie revolutionieren, wo z.B. Patente auf menschliche Gene gewährt wurden. (Totaler Irrsinn) Dort bleibt dann Allerdings das Argument, dass der Forschungsaufwand im Bereicht Gentechnik enorm ist.
Urheberrecht reicht meiner Ansicht nach aus. Es tut mir leid, dass meine Position aufgrund der Differenzierten Betrachtung nicht klar rausgekommen ist.
Wg. Linus: Der Satz war etwas blöd. Ich meinte, dass Linus Patente ignoriert und es auf eine außergerichtliche Einigung anlegt. Das halte ich für sinnvoll, da keiner die Patente überblicken kann. Und ansonsten ist es natürlich sinnvoll selbst Patente anzumelden - keine Frage - Patente sind potenziellen Kapital.
Ich kann Deine Schlussfolgerung ehrlichgesagt nicht nachvollziehen. Du nennst vernuenftige Kritikpunkte am Patentsystem, aber dann sagst Du, dass es sinnvoll sei selber Patente anzumelden. Die einzigen, die an (Software-)Patenten verdienen, sind die Patentanwaelte und die Patentaemter. Deswegen meine (rhetorische) Frage, ob Du ein Patentanwalt seist.
Die Alternative, also die komplette Abschaffung von Patenten, hoert sich toll an. Ob das sinnvoll ist, wage ich aber nicht zu beurteilen.
Software war durch die Europäische Patentkonvention von 1973 von der Patentierung ausgenommen. Das wurde mit Richterflucht und Wortspielchen der Patentanwälte ("computerimplementierte Erfindung, Software "als solche") aufgeweicht.
Tatsache ist, dass nicht die Softwareindustrie nach Patentschutz geschrieben hat. Man ist heute in der Defensive, in Wahrheit ist es aber ein Anschlag der Patentjuristen auf die Informationsgesellschaft.
Der Mensch IST inkonsequent. Was Patente und GNU so unvereinbar machen, ist der Anspruch auf Besitz. GNU lebt davon, dass etwas verschenkt wird. Das macht den Aufwand für die Allgemeinheit kleiner. Bei Patenten, besteht der Vorteil für die Allgemeinheit darin, das Ideen nicht verheimlicht werden müssen. Bei GNU hat es keiner nötig etwas zu verheimlichen. Es ist nicht das Ziel von Entwicklern möglichst reich zu werden. Sie wollen der Sache dienen und eine Lösung finden. Das Politikern und Juristen klarzumachen, die von Natur aus eine andere Sichtweise haben, ist natürlich unmöglich.
/*Software und Geschäftsmodelle von der Patentierbarkeit auszunehmen ist inkonsequent. Was ist an der Erfindung der auf den Bildschirmschreibroutine weniger genial und einfach als am Streichholz. Wenn man Softwarepatente ableht, muss man alle Patente ablehnen. */
Das verstehe ich nicht. Jedes Rechtsgebiet hat seine Grenzen, muss seine Grenzen heben. Wieso ist es inkonsequent eine Ausdehnung des Patentsystems abzulehnen, wo sie die Softwarebranche doch über 20 Jahre weitgehend unbeschadet von Patenten entwickelt hat und unter Beweis gestellt hat, dass es den Schrittmacher der Innovation darstellt. Derartige Argumentationen findet man häufig bei PA: Warum soll man XY von der Patentierung ausnehmen? In wAhrheit müsste die Frage gestellt werden, ob die Bedingungen, die das Patentsystem in anderen Branchen rechtfertigen auch bei software gegeben sind, also das ökonomische Kriterium erfüllt. Das ist nicht der Fall, die ökonomischen Studien sprechen eine andere Sprache, auch der US Befund. Geschäftsmethoden-- da kommt es zu einem Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit, das ist nicht ohne und das will keiner. Allerdings werden Geschäftsmethoden über die Hintertüt Software patentierbar. Wenn sich einer den Brötchenverkauf über das Internet patentieren liess, dürfte er als einziger Brötchen auf diese Weise verkaufen...
Damit begründet sich der Innovations bremsende Effekt der Patente. Ein Genialer Kopf braucht nur eine geniale Erfindung um ein reicher Mann zu werden. Ohne Patente muss er lauter geniale Erfindungen machen, schneller als die Konkurrenz sein und läuft immer Gefahr kopiert zu werden. Deshalb ist eine Patentfreie Marktwirtschaft produktiver.
Da sagst du selber, dass Patente den Fortschritt bremsen. Ohne Patente kann man etwas immer weiter verbessern. Mit Patenten geht so etwas nicht. Man stelle sich nur ein Patent auf verlustbehaftete Audiokompression vor. Dann gäbe es kein Ogg Vorbis, kein Musepack, usw. Es hätte nach MP3 kein kein anderes Format gegeben, außer natürlich vom Patentinhaber selber, wenn er denn mal Lust dazu verspürt.
ich bin normal ein enormer Optimist, aber allmählich geht mir diese ganze Patentsache auf die Nerven und ich sehe persönlich sehr sehr schwarz. Muss ich mir jetzt als Entwickler alles patentieren lassen? Habe ich sonst überhaupt keine Chance mehr MEINE IDEEN umzusetzen, weil sie mir sonst geklaut werden und ich am Schluss eventuell die Arschkarte habe? Darf ich nicht mehr frei entwickeln? Muss ich bei jeder MEINER IDEEN nachschauen, ob es diese schon gibt? Wer soll das denn alles machen? Wo soll ich die Zeit dafür nehmen?
Ich finde es echt schrecklich hier auf dieser Seite lesen zu müssen das Leute Software Patente ok finden... und WIE blauäugig an die Sache rangegangen wird..
Kleiner Tip, bevor ihr hier irgendwas postet über eine Sache über die ihr euch wohl anscheinend nicht informiert habt. Lest euch mal bissel durch die Seiten des FFII..... Und lest was Firmen in Amiland mit Patenten alles wiederfahren ist.. DAS ist Realität nicht die hübsche Hyperoptimistische Darstellung von irgendwelchen geschmierten Politikern im Europarat.
Das ein Patent prinzipiell nichts schlechtes ist um jemandes Erfindung zu schützen ist klar.... aber wie so häufig dient das "gute" Werkzeug dem "bösen" Handwerk....
Sehr bezeichnend die Erzählung von jemanden der bei ner Firma gearbeitet hat und dort die Patentjungs von IBM vorbei geschaut haben.. und eben die krasse Situation von wegen "ok die 20 Patent die wir euch gezeigt haben, habt ihr entkräftet.. aber wir haben da noch 20 000 weitere wollt ihr wirklich das wir nachschauen gehen?" und das dann die betroffene Firma lieber gezahlt hat... SO werden Patente eingesetzt und DAS kann doch nicht wirklich jemand mit gesundem Menschenverstand für gut heissen oder????
Achja.. und noch was.. selbst wenn 99% aller EU Bürger gegen Patente wären.. die 1% die dafür sind verdienen 95% der Kohlen und DIE waren sich immer schon schnell einig...
Eine Software zu patentieren bedeutet nichts anderes als sich ein Patent auf einen mathematischen Algorithmus zu sichern . Etwas anderes ist ein Programm im Kern nicht .
Mit dem selben Recht könnte sich jeder eine Ziffernfolge der Art 3.1415927 Patentieren lassen und von jedem Architekten Maschinenbauer etc eine Nutzungslizenz über diese Ziffernfolge abdrücken lassen .
Die verschiedenen Numerische Integrationsarten stellen im prinzip ebenso eine Software dar . Keiner käme auf die Idee sich so etwas Patentieren zu lassen .
Von einem Patent auf die Kreuzschaltung bei der Elektro- installation habe ich genau so wenig etwas gehört , wie von einem Patent auf die Stern-Dreieck Schaltung von Elektro- motoren .
Software oder allgemein Programme beschränken sich nicht allein auf Rechenmaschinen , sondern beschreibungen von Abarbeitungsarten jeder Art , wozu auch das Zubinden von Schuhen zählt .
So etwas zu Patentieren ist so ziemlich das Absurdeste , was die menschliche Denkgrütze hervorbringen kann .
Im Ausschuss Recht und Binnenmarkt sitzen vor allen Dingen Juristen.
Also hier werden Sachen verabschiedet wie vor 500 Jahren, wer der stärkere ist und das Faustrecht hat setzt es durch. Ich sehe nur eines - Geldmaschine für Juristen und nichts anders. Hier wird der Nährboden für Juristen geebnet. Das wirklich jeder scheiss Jurist seine Daseinsberechtigung hat.
Seht ihr denn da nicht was da abläuft oder seit ihr alle so verblendet ?
1. EU-Ebene Schreibt die EU-Abgeordneten Eures Landes an! http://www.europa-digital.de/laender/ (Land anklicken, rechts oben ist dann der Link zu den Abgeordneten zu finden).
2. Länder-Ebene Schreibt die Geschäftsführer und Marketingleiter Eurer Softwarelieferanten (ja, auch die großen) an. Faßt die Gefahren kurz zusammen und streicht die Probleme heraus mit denen sich die jeweilige Firma herumschlagen wird müssen!
Vielleicht kriegen wir so doch noch eine Lobby zusammen. Derartige Gesetze mit Auswirkungen auf die alles tragenden KMUs gehören einfach breit diskutiert. Eine Schande wie bei der Urhebergesetztesnovelle soll nicht nochmal passieren (ich rede hier v.a. für Österreich, wo das Gesetz ohne Rücksicht und Diskussion mit den betroffenen Konsumenten/Wählern und Künstlern/Wählern beschlossen wurde).
Patente ja, wenn sie technisch und innovativ sind und eine unmittelbare industrielle Nutznung erfolgt, nein zu Trivial- und Sperrpatenten! Nein zu Softwarepatenten!
So weit gingen meine Pläne gar nicht. Es gibt auch keine Webpage oder sonstwas dazu.
Ich möcht einfach nur die Leute dazu bewegen noch schnell etwas zu machen. Einige hier sagen, dass sie aufgrund der Kosten und Unsicherheit betreffend Patentverletzungen ihre Aktivitäten einstellen werden.
IMO ist es zu wenig Firmen und Politikern bewußt dass mit diesem Gesetz lediglich den Großkonzernen geholfen wird, die alles tragenden KMUs aber krass benachteiligt werden.
In diesem Sinne kann ich nur appelieren soviel wie möglich Firmen und Politker anzuschreiben und darauf hinzuweisen. BTW: Ich halte Briefe oder Faxe für etwas effizienter als e-mails. Falls wer die Möglichkeit hat, soll er bitte dazu greifen.
Ich würde gerne auch was machen. Aber was soll der Inhalt der Mail sein ? Kann man nicht einen Musterbrief entwerfen ? Ich würde den dann an einige Leute schicken. Und an wen sollte die man schicken ? Gibts dazu auch noch Mailadressen und wo ? Hab keine gesehen bei europa-digital
Meine Briefe, Faxe und Mails folgen diesem Schema (hier beispielhaft an Hrn. Ude / Münchner Bürgermeister): Kurze Einleitung: Glückwunsch zur Linux-Entscheidung Schocker: Könnte sich wegen der geplanten SW-Patente als Fehler erweisen Folgen der SW Patente: KMUs benachteiligt, Oligopol-Bildung Was ist schon passiert, wer ist dagegen: Unterschriftenliste (150.000 Unterschriften!), Institutionen auflisten Was soll der Empfänger machen: Mit der Partei und Firmen darüber sprechen, sensibilisieren.
Bei Firmen gestalte ich den Einstieg anders, da erwähne ich entweder unsere langjährigen Geschäftsbeziehungen oder lobe generell die erfolgreiche Tätigkeit und die Bedeutung als KMU. Ist halt immer individuell verschieden.
Als Empfänger eignet sich praktisch jeder: Unser EU-Parlamentarier (besonders Justizausschuss, in dem das behandelt wird). Alle Firmen und Personen die selber Software herstellen, es muss nichtmal OSS sein. Z.B. Data Sytems Austria, ACP, Fink-Zeitsyteme, ... Unternehmen/Institute/Versicherungen, alle die OSS einsetzen. Z.B. Schwäbisch Hall, BMW, Auswärtiges Amt (alle Botschaften sind/werden mit OSS vernetzt), Münchner Stadtverwaltung und andere Komunen, Bildungseinrichtungen Interessensverbände von Softwarefirmen (für Österreich fallen mir nur die Wirtschaftskammer und www.open-source.at ein) Leserbriefe an Zeitschriften, nicht nur Fachzeitschriften und Beiträge in Foren wie diesem hier. ......
Von vorgefertigten Musterbriefen halte ich eigentlich weniger. Oben angeführtes Schema fülle ich dann noch mit Details, die aber eigentlich alle aus den Links des Original-Artikels nachschlagbar sind.
IMO sind Briefe und Faxe auch "kräftger" als e-mails, die mal eben mit einem einzigen Fingerzucker gelöscht werden können. Beim Schreibstil achte ich darauf keine Abkürzungen zu verwenden und den Empfänger direkt anzusprechen - wenn er handeln soll oder der Zusammenhang zu seinem Problem hergestellt wird. Höflichkeit, kein Geschwafel und kurzer Check der Grammatik vor dem Versand sollte selbstverständlich sein.
O. Verf.: Überzeugen Sie durch Argumente: Windows vs. Linux, hrsg.: Microsoft Deutschland GmbH, Unterschleissheim, 2003, linux_partner_brosch.pdf
Seite 5 Vertiefte Argumente, die für Windows und gegen Linux sprechen [..] Frage der Software-Patente ungelöst
Ein Problem von Open Source stellen so genannte Software-Patente dar. Ein prominentes Beispiel sind die Rechte an dem Dateiformat JPEG. Die entwickelnde Firma hatte einst die Lizenzen frei vergeben, um eine weite Verbreitung des Formats zu erreichen. Der Käufer dieser Firma fordert nun Gebühren von kommerziellen Anwendern. Dies stellt, wenn man so will, eine Zeitbombe dar. Auch große Linux-Distributoren besitzen Software-Patente, wollen diese jedoch derzeit nicht kommerziell verwenden. Die Verantwortung bezüglich der Lizenzierung wird auf den Anwender abgewälzt und dieser müsste sich eigentlich für alle eingesetzten Pakete die jeweiligen Lizenzbedingungen durchsehen. So gibt es neben der GPL noch eine Reihe weiterer Lizenzformen mit unterschiedlichen Rechten und Pflichten der Lizenznehmer.
Von Boris Jakubith am Fr, 20. Juni 2003 um 19:28 #
Ich frage mich, wie viele von diesen EU-Kommissaren eigentlich noch für die EU-Bürger arbeiten. Die Meldungen über die McCarthy zeigen mir, daß diese Frau von M$ & Co. gekauft wurde.
Der Name dieser Frau scheint übrigens Programm zu sein; schließlich gab es 'mal einen US-Senator mit einer (offensichtlich) ganz ähnlichen Einstellung.
Vielleicht zählt das aber auch nur zu den Versuchen diverser US-Vasallen (Blair, Aznar & Co.), die wirklich freiheitsliebenden Menschen dieses Kontinents mundtot zu machen. Einige der Artikel unter Pro-Linux (und anderen Nachrichtenbrettern) deuten darauf hin, daß es typische (Bush-)Politik der Amis ist, andere Länder mit plötzlichen Lizenzforderungen in die Zwickmühle zu bringen (siehe: JPEG, ...) und damit kleinzuhalten. (Aber was erwartet man eigentlich schon von Leuten, die die ganze Welt anlügen, um zur Befriedigung ihrer Machtgier und ihres faschistoiden Nationalismus - mitunter auch als "Hurra-Patriotismus" bezeichnet - ein anderes Land zu überfallen - noch dazu eines, welches diesen Leuten weit, weit unterlegen ist.)
Was ich bloß wirklich schlimm bei dieser Sache finde, ist die Tatsache, daß deutsche Politiker sich an Maßnahmen beteiligen, die Stimmen von Gegnern von Softwarepatenten zu unterdrücken. Na, ja - bei der CSU weiß ich ja sowieso schon seit langem, woran ich bin.
so ist für uns Sys Adminis alles in Ordnung wir habe unser Solaris auf SPARC und müssen nicht klickibunti mausschubsen.
Naja aber das war wohl eher ein Troll Versuch als eine qualifizierte Meinung oder?
Dim
Wenn GARKEINE SoftwarePatente erlaubt sind kann sich M$ auch nicht mehr alles unter den Nagel reissen.
Ausserdem gehören Patente eh abgeschafft... ohne denen könnten wir ne Stange weiter sein.
Also ehrlich...
Das würde dann so gut wie jeder benutzen können und der Status des Eingeweihten wäre futsch.
Die Technik hat heute die Stellung was früher die Kirche hatte - und da spricht man nun mal Latein damit es der gemeine Mensch nicht versteht.
Das komplizierte ist Programm, Pflicht. Einfaches käme einer Entweihung gleich - man würde ja die "Macht" über den User verlieren.
Es geht alles bloss um Macht bzw. der Illusion einer Macht. Der schwarze Bildschirm wo magische Formeln eingegeben werden (die nur Auserwählte kennen) ist Religion.
Dieselben Prinzipien/ Motivationen wie seit Jahrtausenden, lediglich mit anderen Mitteln.
ich wusste erst nicht ob dein kommentar ernst gemeint ist -
hab dann aber doch gut gelacht, weiter so.
was hast du gegen die firma? klar haben die ne bekloppte firmenpolitik aber blos weil man deren firmenpolitik nicht leiden kann soll es softwarepatente geben die freie software behindern? also bitte der preis ist zu hoch fuer eine kleine fede zw einer kleinen gruppe "linuxer und ms".
mir ist ms egal sollen die machen was sie wollen.
olli
Du hast wohl das Problem der Softwarepatente noch nicht richtig erfasst. Es geht hier
nicht nur um "klickibunti", sondern auch um div. triviale Algorithmen. Ich denke das geht auch an einem "SysAdmin" nicht vorbei...
...Andre
Leute, Patente haben noch nie innovationen gefördert und gerade im extrem schnellebigen IT-Markt ist soetwas nicht machbar, oder man reduziert die zeiten entsprechend (1 Jahr oder so)!
Bei Softwarepatenten ist zusätzlich noch pervers, was eigentlich patentiert wird. Die Leute patentieren Mathematik (vor allem Kryptografie) und grundlegende Konzepte wie Knöpfe, die seit Jahrhunderten bekannt sind - mit der Begründung, es sei neu, weil man es auf dem Computer umgesetzt habe. Nun sind Forschungsaufwand und -kosten da denkbar gering - Prototypen verschlingen keine Materialkosten - so dass der eigentliche Sinn von Patenten - bevor der Wettbewerb eintritt, sollte der Erfinder für den Aufwand entschädigt worden sein, den er durch die Forschung gehabt hat - wegfällt.
Nein, ich glaube Patente machen Sinn in den Bereichen, in denen sie ökonomisch gerechtfertigt sind, d.h. Innovationsanreize bieten. In dynamischen Branchen sind sie ohenhin fragwürdig. Schutzfristen für ein Jahr oder drei sind durch internationale Verträge verbaut und das bestehende Patentsystem ist dafür nicht ausgerichtet.
Softwarepatente betreffen einen Bereich, in dem Patente nichts zu suchen haben und sie auch keinen ökonomischen Nutzen bringen. Wir haben die ökonomische und die juristische Debatte gewonnen und stehen nun wie Hannibal vor Rom, wobei es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass wir es einnehmen.
Übrigens waren es die vielverhassten neoliberalen Ökonomen, die mit spitzer Feder gegen das Patentsystem zu Felde zogen. Lest mal Friedrich von Hayek, Walter Eucken, Fritz Machlup...
Das Hauptproblem ist das rechtliche Minenfeld, was entsteht. Schon heute müssen IT-Freiberufler vertraglich zusichern, dass ihr Code patentfrei sei, das ist *faktisch* nicht möglich.
Open Source ist benachteiligt, denn Patentanmeldungen und Patentprozesse sind teuer. Grossunternehmen schützen sich durch Kreuzlizensierung.
Unser Gegner haben immer wieder versucht uns auf eine Open Source - Lobby zu reduzieren. Das Problem betrifft aber Sharewareautoren und kleine und mittlere Unternehmen gleichermassen. Patentanmelder sind hauptsächlich aussereuropäische IT-Riesen.
Vor wenigen Wochen wurde Ebay wegen eines buyitnow Patentes, das sie verletzt haben, zu 35 Millionen $ Schadensersatz verurteilt.
Das zeigt, dass das Geld in die Lobbyarbeit in Brüssel gut investiert ist. Dort kämpft man mit wenig Geld und viel Enthusiasmus. Ohne das Engagement von Hartmut Pilch und vielen anderen hätte man schon 1998 Softwarepatente durchgesetzt. Wenn man vergleicht, was eine Stunde Patentanwalt kostet ist das alles ein Pappenstiel.
Ich möchte ergänzen: Es wird auch weiterhin Arbeit in diesem Bereich nötig sein. Insbesondere die Plenarentscheidung sollte wenn überhaupt ein Untergang mit wehender Flagge werden. Es kommt nun darauf an, dass alle ihre Abgeordneten kontaktieren.
Es lohnt sich, Engagement zu zeigen, denn das Patentsystem ist aus dem Ruder gelaufen. Ich vergleiche es gerne mit dem "süßen Brei" der Gebrüder Grimm, man könnte auch von einem Krebsgeschwür sprechen.
Die Ausdehnung des Patentsystem wird vorerst weitergehen. Nach den Patenten auf Gene könnte bald eine weitere Bastion fallen, aber die Patentanwaltsverbände sind damit nicht saturiert. Ihre Stärke ist nicht ihre Zahl, nicht einmal ihre Finazmittel, sondern die größere Nähe zum politischen Entscheidungsprozess und die Ahnungslosigkeit der Entscheider. Was nötig sein wird, ist eine stärkere und bessere politische Lobbyarbeit für unsere Interessen, lassen wir es uns eine Lektion sein. Das sei denen ins Ohr geflüstert die Organisationen wie EDRI, den LIVE, FSF Europe oder den FFII als überflüssig, als "politsch" ansehen, was in unserer vermeitlich unpolitischen Zeit ja nicht besonders hoch im Kurs steht.
2-3 Jahre halte ich für mehr als angemessen, sodass der Patentinhaber so genug Zeit hat ein Produkt am Markt zu plazieren. Danach sollte halt jeder die Möglichkeit haben das KnowHow zu nutzen.
Patente als wirksame Methode das eine Firma ihre Investition zum Anfang auch zu Geld machen kann, aber nicht um KnowHow über viele Jahre hinweg wegzuschliessen!
> Schutz vor geistigem Eigentum ist schon wichtig, vor allem in der ersten Zeit wenn es darum geht dadurch einen Wettbewerbsvorteil zu haben.
Warum braucht man dafuer Software-Patente? Nenn mir bitte einen Grund, warum das Urheberrecht hierfuer nicht ausreicht.
Mal ganz davon abgesehen, dass die meisten der (hoffentlich nie kommenden) Softwarepatente sowieso nur altbekannte und offensichtliche Verfahren patentieren. Das Problem ist nur, dass sich keiner die "prior art"-Klagen leisten koennen wird.
"If I have seen further it is by standing on the shoulders of Giants"
-- Sir Isaac Newton
Gruss
Marc
Wenn ich Algorithmen Schützenswert finden würde, wäre für mich ein Patent auf jedenfall das erste an was ich denken würde.
Du willst ernsthaft die Anwendung einer Rechenregel verbieten?
Grüße
Sturmkind
Mit der Aussage "Das stand nie zur Debatte und wird es auch nicht." sind Sie der Lobbygruppe zum Verstecken von allem, was "geistiges" Eigentum ist, voll auf dem Leim gegangen. (Ursprünglich waren Patente nicht für einfachere Beschränkung von lächerlichen "Erfindungen" sondern für eine einfachere Verbreitung mit Vergütung für den Erfinder gedacht. Was derzeits stattfindet ist eine pure Vergewaltigung von nicht dazu gedachten Rechtsmechanismen.)
ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich machen soll, wenn es wirklich Softwarepatente gibt. Ich entwickle Software und es macht Spaß sich immer neue Ideen machen zu müssen. Aber ich möchte doch nicht wegen jeder Kleinigkeit, die ich mir ausdenke nachschauen müssen, ob dies bereits patentiert ist. Was soll ich denn dann machen? Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich in diesem Fall keine Software mehr entwickeln werde, weil mir der juristische Aufwand viel zu groß ist. Werde dann wohl lediglich auf theoretischer Ebene weiterentwickeln. Genauso ist es mit einer eigenen Firma: Ich hatte in Kürze vor eine eigene Firma zu gründen. Das werde ich in dem Fall sicher nicht mehr machen. Die Gefahr und der Aufwand sind mir zu groß. Ich werde mich lieber um einen Platz in einer anderen Firma bemühen, die diese rechtlichen Aufgaben dann für mich übernimmt.
Unsere Politiker sollen sich dann nicht wundern, wenn es weniger Innovationen und weniger einzelne kleine Firmen gibt. Microsoft IBM usw. würden einen doch bei einer guten Idee sofort in den Boden treten.
Mike
Da wundert es nicht, dass wir demnächst SW Patente haben werden
So pessimistisch würde ich das nicht sehen. Schliesslich können auch andere Mega Konzerne sich Patente sichern. Das kann auch M$ auf sehr lange Sicht in Schwierigkeiten bringen. Aber freie Software, die wie die menschliche Kultur auf "Überlieferung" angewiesen ist, kann sich nicht mehr weiterentwickeln, wenn Teile dieser Überlieferung für 20 Jahre nicht verwendet werden dürfen.
20 Jahre in der IT sind eine gigantisch lange Zeit.
Grosse Firmen erhalten meist die Patente und zementieren Monopole um dann über die Steuern Waffen zu finanzieren.
Auf(s)halten kann man das nicht.
http://www.europa-digital.de/laender/de/eu_pol/deutabge.shtml
Viel Spaß beim Schreiben.
Kurt
und http://www.noepatents.órg
Wenn man Softwarepatente ableht, muss man alle Patente ablehnen. Für Software ist genauso Entwicklungsaufwand und Forschung nötig, wie für chemische Verfahren. Bei der Chemie sind die Entwicklungskosten zwar wahrscheinlich höher, aber dem kann man dann ja durch entsprechene Lizenzzahlungen Rechnung tragen.
Das viel benutzte Beispiel des Fortschrittsbalkens zeigt nur, dass viele Leute hier den Sinn von Patenten nicht verstanden haben. Der Fortschrittsbalken ist so genial, dass sich hier alle aufregen, dass er patentiert ist, weil dieses Patent sie zu Lizenzzahlungen verpflichen würde. Er ist vielleicht einfach - entsprechend würden dann wahrscheinlich die Lizenzkosten gering ausfallen. Wenn jeder Entwickler für jeden verbauten Fortschrittsbalken 1 Euro an den Erfinder bezahlt, dann ist dieser bald ein reicher Mann, ohne dass es irgendjemand weh tun wird.
Bitte versteht mich nicht falsch. Ich bin grundsätzlich kein SW-Patentbefürworter sondern eher ein Entwicklerrechtler. Stellt euch doch vor ihr erfindet etwas, das ihr für so genial haltet, dass es bestimmt jeder braucht. Ihr meldet ein Patent an (über die dabei entstehenden Kosten kann man allerdings durchaus diskutieren) und könnt gut davon leben. Der Innovativste Erfinder wird der reichste. Wär doch toll. Alle anderen denken, dass ihr deren Feind seid, aber eucht gehts gut ohne was zu arbeiten. Ist doch gerecht für den Erfinder - er war schließlich der Geniale Kopf.
Damit begründet sich der Innovations bremsende Effekt der Patente. Ein Genialer Kopf braucht nur eine geniale Erfindung um ein reicher Mann zu werden. Ohne Patente muss er lauter geniale Erfindungen machen, schneller als die Konkurrenz sein und läuft immer Gefahr kopiert zu werden. Deshalb ist eine Patentfreie Marktwirtschaft produktiver.
Ein weiterer negativer Effekt ist, dass die meisten Entwickler jedweder Art ein anarchistisches oder sozialistisches Rechtsverständnis haben, das keinesfalls unmoralisch sein muss. Sie sind vor allem selbstgerecht und egoistisch, da sie immer wieder feststellen müssen, dass Politiker und Juristen nicht auf ihrer Seite sind. Auch sonst sind sie immer eine besondere Sorte Mensch, da sie weitsichtiger und langfristiger Denken, sonst wären sie keine guten Entwickler. Wenn sie dann sehen, dass "die Politiker" und "die Juristen" kaum bis zu ihrer Nasenspitze blicken können, verlieren sie das Interesse an politischen und rechtlichen Fragen und stützen sich lieber auf ihre eigenen moralischen Regeln. In der Politik haben sie keine Chance, da sie zu gerecht sind, um sich gegen die anderen, korrupten Politiker durchsetzen zu können. Somit wird deren Weitsicht, die sie eigentlich zu besonders guten Politikern machen würde, zu deren Verhängnis.
Stellt euch auf SW-Patente ein, macht es wie Linus und beantragt selbst so viel wie möglich Patente. Es wird Zeit die Innovationen der Freien Software durch Patente zu schützen. Außerdem muss die GPL an die veränderte Rechtslage angepasst werden.
Leute seid mutig und traut euch in die Politik. Das Geekdom müsst ihr dann allerdings an den Nagel hängen. Schade.
Ich greife mal nur zwei Punkte auf:
> Stellt euch auf SW-Patente ein, macht es wie Linus und beantragt selbst so viel wie möglich Patente.
Du bist nicht zufaellig Patentanwalt, oder? Im uebrigen ist es mir nicht bekannt, dass Linus Patente angemeldet hat.
> Es wird Zeit die Innovationen der Freien Software durch Patente zu schützen.
Freie Software und jede andere Form von Software ist durch das Urheberrecht "geschuetzt". Und das reicht vollkommen! Ich kann aus Deinem Text keinen Grund entnehmen, warum man jetzt das Patentrecht auch auf Software, Geschaeftsmodelle, Algorithmen usw. ausweiten sollte. Eher das Gegenteil ist der Fall.
Gruss
Marc
Das würde auch Bereiche wie z.B. die Pharmaindustrie revolutionieren, wo z.B. Patente auf menschliche Gene gewährt wurden. (Totaler Irrsinn) Dort bleibt dann Allerdings das Argument, dass der Forschungsaufwand im Bereicht Gentechnik enorm ist.
Urheberrecht reicht meiner Ansicht nach aus. Es tut mir leid, dass meine Position aufgrund der Differenzierten Betrachtung nicht klar rausgekommen ist.
Wg. Linus: Der Satz war etwas blöd. Ich meinte, dass Linus Patente ignoriert und es auf eine außergerichtliche Einigung anlegt. Das halte ich für sinnvoll, da keiner die Patente überblicken kann. Und ansonsten ist es natürlich sinnvoll selbst Patente anzumelden - keine Frage - Patente sind potenziellen Kapital.
Ich kann Deine Schlussfolgerung ehrlichgesagt nicht nachvollziehen.
Du nennst vernuenftige Kritikpunkte am Patentsystem, aber dann sagst Du, dass es sinnvoll sei selber Patente anzumelden.
Die einzigen, die an (Software-)Patenten verdienen, sind die Patentanwaelte und die Patentaemter. Deswegen meine (rhetorische) Frage, ob Du ein Patentanwalt seist.
Die Alternative, also die komplette Abschaffung von Patenten, hoert sich toll an. Ob das sinnvoll ist, wage ich aber nicht zu beurteilen.
Gruss
Marc
Tatsache ist, dass nicht die Softwareindustrie nach Patentschutz geschrieben hat. Man ist heute in der Defensive, in Wahrheit ist es aber ein Anschlag der Patentjuristen auf die Informationsgesellschaft.
Die Freunde des Herrn Gravenreuth jubilieren.
Was Patente und GNU so unvereinbar machen, ist der Anspruch auf Besitz. GNU lebt davon, dass etwas verschenkt wird. Das macht den Aufwand für die Allgemeinheit kleiner. Bei Patenten, besteht der Vorteil für die Allgemeinheit darin, das Ideen nicht verheimlicht werden müssen. Bei GNU hat es keiner nötig etwas zu verheimlichen. Es ist nicht das Ziel von Entwicklern möglichst reich zu werden. Sie wollen der Sache dienen und eine Lösung finden. Das Politikern und Juristen klarzumachen, die von Natur aus eine andere Sichtweise haben, ist natürlich unmöglich.
Wenn man Softwarepatente ableht, muss man alle Patente ablehnen. */
Das verstehe ich nicht. Jedes Rechtsgebiet hat seine Grenzen, muss seine Grenzen heben. Wieso ist es inkonsequent eine Ausdehnung des Patentsystems abzulehnen, wo sie die Softwarebranche doch über 20 Jahre weitgehend unbeschadet von Patenten entwickelt hat und unter Beweis gestellt hat, dass es den Schrittmacher der Innovation darstellt.
Derartige Argumentationen findet man häufig bei PA: Warum soll man XY von der Patentierung ausnehmen? In wAhrheit müsste die Frage gestellt werden, ob die Bedingungen, die das Patentsystem in anderen Branchen rechtfertigen auch bei software gegeben sind, also das ökonomische Kriterium erfüllt. Das ist nicht der Fall, die ökonomischen Studien sprechen eine andere Sprache, auch der US Befund. Geschäftsmethoden-- da kommt es zu einem Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit, das ist nicht ohne und das will keiner. Allerdings werden Geschäftsmethoden über die Hintertüt Software patentierbar. Wenn sich einer den Brötchenverkauf über das Internet patentieren liess, dürfte er als einziger Brötchen auf diese Weise verkaufen...
Da sagst du selber, dass Patente den Fortschritt bremsen. Ohne Patente kann man etwas immer weiter verbessern. Mit Patenten geht so etwas nicht. Man stelle sich nur ein Patent auf verlustbehaftete Audiokompression vor. Dann gäbe es kein Ogg Vorbis, kein Musepack, usw. Es hätte nach MP3 kein kein anderes Format gegeben, außer natürlich vom Patentinhaber selber, wenn er denn mal Lust dazu verspürt.
ich bin normal ein enormer Optimist, aber allmählich geht mir diese ganze Patentsache auf die Nerven und ich sehe persönlich sehr sehr schwarz. Muss ich mir jetzt als Entwickler alles patentieren lassen? Habe ich sonst überhaupt keine Chance mehr MEINE IDEEN umzusetzen, weil sie mir sonst geklaut werden und ich am Schluss eventuell die Arschkarte habe? Darf ich nicht mehr frei entwickeln? Muss ich bei jeder MEINER IDEEN nachschauen, ob es diese schon gibt? Wer soll das denn alles machen? Wo soll ich die Zeit dafür nehmen?
Gibt es nicht schon genug andere Probleme?
Michi
Ich finde es echt schrecklich hier auf dieser Seite lesen zu müssen das Leute Software Patente ok finden...
und WIE blauäugig an die Sache rangegangen wird..
Kleiner Tip, bevor ihr hier irgendwas postet über eine Sache über die ihr euch wohl anscheinend nicht informiert habt.
Lest euch mal bissel durch die Seiten des FFII.....
Und lest was Firmen in Amiland mit Patenten alles wiederfahren ist..
DAS ist Realität nicht die hübsche Hyperoptimistische Darstellung von irgendwelchen geschmierten Politikern im Europarat.
Das ein Patent prinzipiell nichts schlechtes ist um jemandes Erfindung zu schützen ist klar.... aber wie so häufig dient das "gute" Werkzeug dem "bösen" Handwerk....
Sehr bezeichnend die Erzählung von jemanden der bei ner Firma gearbeitet hat und dort die Patentjungs von IBM vorbei geschaut haben..
und eben die krasse Situation von wegen "ok die 20 Patent die wir euch gezeigt haben, habt ihr entkräftet.. aber wir haben da noch 20 000 weitere wollt ihr wirklich das wir nachschauen gehen?" und das dann die betroffene Firma lieber gezahlt hat...
SO werden Patente eingesetzt und DAS kann doch nicht wirklich jemand mit gesundem Menschenverstand für gut heissen oder????
Achja.. und noch was.. selbst wenn 99% aller EU Bürger gegen Patente wären.. die 1% die dafür sind verdienen 95% der Kohlen und DIE waren sich immer schon schnell einig...
Gruß
Waldgeist
sich ein Patent auf einen mathematischen Algorithmus zu
sichern . Etwas anderes ist ein Programm im Kern nicht .
Mit dem selben Recht könnte sich jeder eine Ziffernfolge
der Art 3.1415927 Patentieren lassen und von jedem
Architekten Maschinenbauer etc eine Nutzungslizenz über
diese Ziffernfolge abdrücken lassen .
Die verschiedenen Numerische Integrationsarten stellen
im prinzip ebenso eine Software dar . Keiner käme auf
die Idee sich so etwas Patentieren zu lassen .
Von einem Patent auf die Kreuzschaltung bei der Elektro-
installation habe ich genau so wenig etwas gehört , wie
von einem Patent auf die Stern-Dreieck Schaltung von Elektro-
motoren .
Software oder allgemein Programme beschränken sich nicht
allein auf Rechenmaschinen , sondern beschreibungen von
Abarbeitungsarten jeder Art , wozu auch das Zubinden von Schuhen zählt .
So etwas zu Patentieren ist so ziemlich das Absurdeste , was die menschliche
Denkgrütze hervorbringen kann .
Die Entscheidungsträger sollten dies bedenken.
Also hier werden Sachen verabschiedet wie vor 500 Jahren, wer der stärkere ist und das Faustrecht hat setzt es durch.
Ich sehe nur eines - Geldmaschine für Juristen und nichts anders.
Hier wird der Nährboden für Juristen geebnet.
Das wirklich jeder scheiss Jurist seine Daseinsberechtigung hat.
Seht ihr denn da nicht was da abläuft oder seit ihr alle so verblendet ?
http://www.medianight.cdu.de/
Workshop 2
Der nächste Schritt - Technik die begeistert?!
Moderation: Dr. Michael Brinkmeier MdL
Sprecher Neue Technologien der CDU-Landtagsfraktion NRW
Teilnehmer: Sascha Hanke
Technischer Produktmanager Windows, Microsoft GmbH
Dr. Michael Waidner
Leiter des Privacy-Instituts Zürich, IBM
Prof. Dr. Florian Matthes
Aufsichtsratsvorsitzender, infoAsset AG
Arne Schönbohm
Mitglied der Geschäftsleitung,
EADS Telecom
Schreibt die EU-Abgeordneten Eures Landes an! http://www.europa-digital.de/laender/ (Land anklicken, rechts oben ist dann der Link zu den Abgeordneten zu finden).
2. Länder-Ebene
Schreibt die Geschäftsführer und Marketingleiter Eurer Softwarelieferanten (ja, auch die großen) an. Faßt die Gefahren kurz zusammen und streicht die Probleme heraus mit denen sich die jeweilige Firma herumschlagen wird müssen!
Vielleicht kriegen wir so doch noch eine Lobby zusammen. Derartige Gesetze mit Auswirkungen auf die alles tragenden KMUs gehören einfach breit diskutiert. Eine Schande wie bei der Urhebergesetztesnovelle soll nicht nochmal passieren (ich rede hier v.a. für Österreich, wo das Gesetz ohne Rücksicht und Diskussion mit den betroffenen Konsumenten/Wählern und Künstlern/Wählern beschlossen wurde).
Patente ja, wenn sie technisch und innovativ sind und eine unmittelbare industrielle Nutznung erfolgt, nein zu Trivial- und Sperrpatenten! Nein zu Softwarepatenten!
Habe bereits 5 Mails an EU Leute rausgejagt.
Ich möcht einfach nur die Leute dazu bewegen noch schnell etwas zu machen. Einige hier sagen, dass sie aufgrund der Kosten und Unsicherheit betreffend Patentverletzungen ihre Aktivitäten einstellen werden.
IMO ist es zu wenig Firmen und Politikern bewußt dass mit diesem Gesetz lediglich den Großkonzernen geholfen wird, die alles tragenden KMUs aber krass benachteiligt werden.
In diesem Sinne kann ich nur appelieren soviel wie möglich Firmen und Politker anzuschreiben und darauf hinzuweisen.
BTW: Ich halte Briefe oder Faxe für etwas effizienter als e-mails. Falls wer die Möglichkeit hat, soll er bitte dazu greifen.
AchtungHuPe
Aber was soll der Inhalt der Mail sein ?
Kann man nicht einen Musterbrief entwerfen ?
Ich würde den dann an einige Leute schicken.
Und an wen sollte die man schicken ?
Gibts dazu auch noch Mailadressen und wo ?
Hab keine gesehen bei europa-digital
Österreich
Schweizer konnte ich leider nicht finden.
Meine Briefe, Faxe und Mails folgen diesem Schema (hier beispielhaft an Hrn. Ude / Münchner Bürgermeister):
Kurze Einleitung: Glückwunsch zur Linux-Entscheidung
Schocker: Könnte sich wegen der geplanten SW-Patente als Fehler erweisen
Folgen der SW Patente: KMUs benachteiligt, Oligopol-Bildung
Was ist schon passiert, wer ist dagegen: Unterschriftenliste (150.000 Unterschriften!), Institutionen auflisten
Was soll der Empfänger machen: Mit der Partei und Firmen darüber sprechen, sensibilisieren.
Bei Firmen gestalte ich den Einstieg anders, da erwähne ich entweder unsere langjährigen Geschäftsbeziehungen oder lobe generell die erfolgreiche Tätigkeit und die Bedeutung als KMU. Ist halt immer individuell verschieden.
Als Empfänger eignet sich praktisch jeder:
Unser EU-Parlamentarier (besonders Justizausschuss, in dem das behandelt wird).
Alle Firmen und Personen die selber Software herstellen, es muss nichtmal OSS sein. Z.B. Data Sytems Austria, ACP, Fink-Zeitsyteme, ...
Unternehmen/Institute/Versicherungen, alle die OSS einsetzen. Z.B. Schwäbisch Hall, BMW, Auswärtiges Amt (alle Botschaften sind/werden mit OSS vernetzt), Münchner Stadtverwaltung und andere Komunen, Bildungseinrichtungen
Interessensverbände von Softwarefirmen (für Österreich fallen mir nur die Wirtschaftskammer und www.open-source.at ein)
Leserbriefe an Zeitschriften, nicht nur Fachzeitschriften und Beiträge in Foren wie diesem hier.
......
Von vorgefertigten Musterbriefen halte ich eigentlich weniger. Oben angeführtes Schema fülle ich dann noch mit Details, die aber eigentlich alle aus den Links des Original-Artikels nachschlagbar sind.
IMO sind Briefe und Faxe auch "kräftger" als e-mails, die mal eben mit einem einzigen Fingerzucker gelöscht werden können.
Beim Schreibstil achte ich darauf keine Abkürzungen zu verwenden und den Empfänger direkt anzusprechen - wenn er handeln soll oder der Zusammenhang zu seinem Problem hergestellt wird. Höflichkeit, kein Geschwafel und kurzer Check der Grammatik vor dem Versand sollte selbstverständlich sein.
Shockwavepräsi, einfach weiterklicken oder downloaden als
http://mitglied.lycos.de/patinfo/polemic.sxi
hrsg.: Microsoft Deutschland GmbH,
Unterschleissheim, 2003,
linux_partner_brosch.pdf
Seite 5
Vertiefte Argumente, die für Windows und
gegen Linux sprechen
[..]
Frage der Software-Patente ungelöst
Ein Problem von Open Source stellen so genannte Software-Patente dar.
Ein prominentes Beispiel sind die Rechte an dem Dateiformat
JPEG. Die entwickelnde Firma hatte einst die Lizenzen frei vergeben,
um eine weite Verbreitung des Formats zu erreichen. Der Käufer dieser
Firma fordert nun Gebühren von kommerziellen Anwendern. Dies stellt,
wenn man so will, eine Zeitbombe dar. Auch große Linux-Distributoren
besitzen Software-Patente, wollen diese jedoch derzeit nicht kommerziell
verwenden. Die Verantwortung bezüglich der Lizenzierung
wird auf den Anwender abgewälzt und dieser müsste sich eigentlich für
alle eingesetzten Pakete die jeweiligen Lizenzbedingungen durchsehen.
So gibt es neben der GPL noch eine Reihe weiterer Lizenzformen mit
unterschiedlichen Rechten und Pflichten der Lizenznehmer.
Der Name dieser Frau scheint übrigens Programm zu sein; schließlich gab es 'mal einen US-Senator mit einer (offensichtlich) ganz ähnlichen Einstellung.
Vielleicht zählt das aber auch nur zu den Versuchen diverser US-Vasallen (Blair, Aznar & Co.), die wirklich freiheitsliebenden Menschen dieses Kontinents mundtot zu machen. Einige der Artikel unter Pro-Linux (und anderen Nachrichtenbrettern) deuten darauf hin, daß es typische (Bush-)Politik der Amis ist, andere Länder mit plötzlichen Lizenzforderungen in die Zwickmühle zu bringen (siehe: JPEG, ...) und damit kleinzuhalten. (Aber was erwartet man eigentlich schon von Leuten, die die ganze Welt anlügen, um zur Befriedigung ihrer Machtgier und ihres faschistoiden Nationalismus - mitunter auch als "Hurra-Patriotismus" bezeichnet - ein anderes Land zu überfallen - noch dazu eines, welches diesen Leuten weit, weit unterlegen ist.)
Was ich bloß wirklich schlimm bei dieser Sache finde, ist die Tatsache, daß deutsche Politiker sich an Maßnahmen beteiligen, die Stimmen von Gegnern von Softwarepatenten zu unterdrücken. Na, ja - bei der CSU weiß ich ja sowieso schon seit langem, woran ich bin.