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Thema: Weltweite Erfolge für Linux und Open Source

43 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
Score: 3 Von Sturmkind am Do, 19. Juni 2003 um 22:16 #
... wen man solch positive Neuigkeiten hört. Ich hoffe das wir auch in Zukunft öfters so etwas zu hören bekommen! ;-)

Grüße
Sturmkind

Score: 3 Von Kai Lahmann am Do, 19. Juni 2003 um 22:31 #
gerade in Brasilien ist wohl der lokalen Wirtschaft ein Grund - immerhin gibt es auch dort viele Linux-Projekte!
Score: 3 Von Mike am Do, 19. Juni 2003 um 22:50 #
Wie sieht es denn nun mit Umstellungen in Europa aus? Haben die Städte und Gemeinden aufgrund der Gefahr der Softwarepatente für Linux in Europa keine Angst, dass sie auf ein Betriebssystem umstellen, welches dem Untergang naht? Oder sehen alle über die Gefahren von Softwarepatenten in Europa für das freie OS hinweg?

Mike

  • Score: 3 Von arni am Do, 19. Juni 2003 um 23:08 #
    Das ist es ja gerade, egal auch was passiert Linux kann nicht untergehen da es keinem gehört. Maximal könnten ein paar Firmen untergehen und die Linux-Entwickler würden die entsprechenden Passagen im Kernel usw. ändern.

    Linux ist unkaputtbar, ganz im Gegensatz zu Microsoft! Wenn Microsoft Pleite geht oder Ballmer plötzlich keinen Bock mehr hat war es das mit Windows.

    • Score: 3 Von ghlsdvlk am Do, 19. Juni 2003 um 23:32 #
      das ist voll der blödsinn. linux ist nicht unkaputtbar. die "entsprechenden passagen im kernel" zu ändern hat nichts mit patenten zu tun. wenn in einer linux-komponente code von sco bzw unix ist, kann man den in der tat ersetzen und die welt ist wieder in ordnung. wenn allerdings jemand ein patent auf diese komponente besitzt, darf sie auch niemand selbst implementieren und veröffentlichen, sodass freie software, die diese komponente realisiert, schlicht nicht mehr (legal) existieren kann.
      • Score: 3 Von Mike am Do, 19. Juni 2003 um 23:44 #
        yup und Linux kann sich keine Lizenzen leisten, um das Patent verwenden zu können. Wie wird es denn nun weitergehen?
        Score: 3 Von trashfolk am Do, 19. Juni 2003 um 23:49 #
        Das ist Quatsch. Auch jetzt gibt es Komponenten die Patente enthalten und closed Source verfügbar sind (z.b. Nvidia). Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern.
        Wenn es OpenSource nicht möglich ist, wird es halt closed Source passieren.
        Das einzige was sich ändern könnte ist, dass zunehmend closedSource bzw. proprietäre Komponenten Einzug halten.
        Aus heutiger Sicht absehbar sind z.B. DVD-Player. Möglicherweise wird es Softwareplayer dann halt nur noch (wie unter Windows ja auch) als proprietäre Software geben bzw. als OEM-Beigabe.
        • Score: 3 Von ghsfshgd am Fr, 20. Juni 2003 um 08:08 #
          > Das ist Quatsch.
          Hm

          > Wenn es OpenSource nicht möglich ist, wird es halt closed Source passieren.
          Etwas anderes hab ich ja auch nicht behauptet. Zugegeben hatte ich es vielleicht nicht so deutlich formuliert: Mir geht es nicht in erster Linie ums Überleben von Linux, als vielmehr ums Überleben von freier Software.

          > Das einzige was sich ändern könnte ist, dass zunehmend closedSource bzw. proprietäre Komponenten
          > Einzug halten.
          Nehmen wir an, die Schnittstelle zu TCPA wird patentiert, sprich ohne Lizenz kann Linux dann auf neueren Rechnern gar nicht mehr gebootet werden. Vielleicht erbarmt sich HP oder IBM und bringt einen TCPA-Kernel raus und bezahlt die Lizenzkosten. Unter einer Open Source Lizenz steht das Ding dann aber garatiert nicht mehr (die GPL schließt das ja sowieso aus, und wenn man am Kernel was ändern würde, würde er ja auch gar nicht mehr hochfahren).
          Alles in allem keine wünschenswerte Entwicklung, finde ich.

          • Score: 3 Von trashfolk am Fr, 20. Juni 2003 um 10:26 #
            Klar, wenn du das überleben freier Software meinst hast du recht aber wenn ich das richtig gelesen habe ging es dem Ursprungsposter um Linux als ganzes.
            Wie das mit TCPA aussehen wird, weiss sicherlich noch keiner. Denkbar wäre ein Kernelinterface wo dann ein proprietäres Modul was dann halt von IBM, SuSE oder wem auch immer kommt, andocken könnte. Ich denke wenn es soweit ist, wird man sich schon eine Möglichkeit ausdenken um Möglichst wenig der Freiheit aufzugeben.
      Score: 3 Von Mike am Do, 19. Juni 2003 um 23:45 #
      Sicher kann es nicht aufgekauft werden, aber Patente könnten Linux daran hindern weiterhin eine Alternative zu sein. Wenn Microsoft z.B. alles patentiert, was sie entwickeln, könnte Linux nicht mehr kompatibel gestaltet werden, wäre somit komplett außen vor.
      • Score: 3 Von AndreK am Fr, 20. Juni 2003 um 00:06 #
        Schon richtig, aber es besteht dann wenigstens eine Chance, das vielleicht eines Tages Microsoft aussen vor steht (-> offene Standards)
        Score: 3 Von trashfolk am Fr, 20. Juni 2003 um 00:09 #
        Wieso? Wenn sich offene Standards durchsetzen spielen Patente doch eher eine kleine Rolle für Linux. Ausserdem hat sich Linux nie auf die Fahnen geschrieben Microsoft kompatibel zu sein.
        • Score: 3 Von Mike am Fr, 20. Juni 2003 um 00:11 #
          Nur woher weiß ich als Entwickler, ob ich eventuell gerade etwas patentiertes programmiere?

          Angenommen ich habe eine brillante Idee: Wenn publik ist, dass ich diese Idee als erster hatte, kann sie keiner mehr patentieren. Wie mach ich sie am schnellsten publik, damit sie offen wird und jeder diese Idee nutzen kann?

          Mike

          • Score: 3 Von trashfolk am Fr, 20. Juni 2003 um 00:24 #
            Das ist doch alles nicht anders als heute auch? Auch heute muss man sich als Entwickler erstmal kundig machen das man nicht was bastelt was vielleicht schon patentiert ist.
            Score: 3 Von slow am Fr, 20. Juni 2003 um 08:22 #
            Für so was gibts Patentanwälte. Fang schon mal das sparen an, die sind nämlich verdammt teuer.
            1. Deine Idee zum Patentanwalt tragen und dort prüfen lassen ob es die nicht schon mal als Patent gab und gibt.
            2. wenn Prüfung für dich positiv, dann mit ihm und einem Notar das ganze beglaubigt unter die GPL oder eine ähnliche Lizenz stellen.
            3. Fertig.
      Score: 3 Von arni am Fr, 20. Juni 2003 um 00:19 #
      Also Patente werden sicherlich nicht das Ende von Linux sein. Zumal auch noch keiner weiss wie offene Standards dem entgegen stehen werden. Möglicherweise wird das gerade dazu führen das sich viele eher bewusst werden, freie Standards zu unterstützen und dann halt statt mp3 auf ogg zu wechseln (um mal ein simples Beispiel zu nehmen).

      Unkaputtbar ist sicherlich etwas lax ausgedrückt ;) Aber durch das offene und freie Konzept gibt es weniger Angriffspunkte um das ganze "Gebilde" zu kippen. Zudem steht dem eine grosse Entwicklergemeinschaft entgegen, die dann sicherlich Workarounds entwickeln wird.

      • Score: 3 Von FLoH am Di, 24. Juni 2003 um 13:20 #
        Zudem steht dem eine grosse Entwicklergemeinschaft entgegen, die dann sicherlich Workarounds entwickeln wird.

        Das ist doch Hirnriss. Die Subtraktion zweier ints bspw. : "Wandle zahl1 und zahl2 in je eine 8n-er-Folge von bool-Werten um und bilde dann das Komplement dieser beiden Folgen. Das Ergebnis wandle wieder in int um." - Was für ein effizienter Code. Und stabil noch dazu *staun*.

        Wenn das EU-Patentamt dahingehend aktiv wird, dann soll es auch schonmal die Barrikaden freiräumen...

      Score: 3 Von Mario Schmidt am Fr, 20. Juni 2003 um 08:46 #
      Hi,
      sehe ich aehnlich, ich bin zwar gegen die Software Patente. Aber in den USA gibts diese Patente und trotzdem ist Linux nicht auf dem absteigenden Ast. Apropo Patente, es muss angesichts der Trivial Patente einen einfachereren Weg geben soche Patente zu kippen ( So den die Software Patente da sind )

      Mario

    Score: 3 Von ixo am Fr, 20. Juni 2003 um 09:15 #
    Mit Softwarepatenten kann die ganze OpenSource Szene relativ schnell plattgemacht werden.
    Beispiel:
    Ich habe ein kleines Projekt bei sourceforge unter der GPL, dessen Erfindungshöhe sicherlich höher ist, als auf einen Fortschrittsbalken anzuzeigen, d.h. es wäre patentierbar. (Ich kenne auch keine derartige Lösung, weder im kommerziellen, noch im OpenSource-Umfeld.) In meinem Ingenieursstudium habe ich vor etwa 15 Jahren gelernt, dass ein Patent in toto etwa 10 TDM kostet. Derartig viel Geld würde ich nicht investieren wollen (können). (Es soll jetzt niemand kommen und schreiben, man könnte ja auf Anwälte, etc. verzichten. Das geht vielleicht, wenn man sich >0,5 Jahre intensivst mit dem Thema auseinandersetzt und recherchiert.)

    Also, ich habe mein kleines Progrämmchen, welches nicht patentiert ist. Wenn nun irgendeine Firma eine ähnliche Idee hat (oder meine klaut), dann ein Patent mit einer Wischi-Waschi-Beschreibung bekommt (im Patentamt wird sich niemand daran stören oder überhaupt davon wissen, dass es auf sf sowas in der Art gibt) und mich anschließend verklagt, dann werde ich mit Sicherheit für mein kleines Hobby nicht die Kosten, die Zeit und das Risiko eines Prozesses auf mich nehmen.

    Mein Programm dann der FSF oder einer ähnlichen Organisation zu überschreiben wäre auch keine Lösung, denn wenn die FSF dann mit hunderten (oder tausenden) von derartigen Klagen überzogen würde, strecken die auch ganz schnell die Flügel. So könnte man Stück für Stück - ohne das es überhaupt eine Berechtigung für die Klagen gäbe - OpenSource kaputt machen.

    Und dieses ist noch der ungünstigste Fall für die Gegner von Patenten. Bei der Unmenge von Patenten weiß doch niemand, ob er gegen irgendwelche verstößt. Vielleicht hat sich ja z.B. irgendjemand patentieren lassen, dass man zwei Dateien gleichzeitig löscht!? Praktisch jedes OpenSource Projekt wird gegen irgendwelche Patente verstoßen, und das war's dann.

    Das der Mittelstand dabei auch den Bach runtergeht, muss ich wohl nicht erwähnen. Übrig bleiben Firmen wie M$, IBM, Sun, HP, etc., die sich gegenseitig beliebig viele Softwarepatente aufrechnen können.

    • Score: 3 Von holger am Fr, 20. Juni 2003 um 10:36 #
      Patent ist das eine aber wie sieht es mit dem Urheberrecht aus? Eigentlich bist du damit automatisch geschützt wenn du was veröffentlichst. Ich denke Patenten wird zum Teil eine zu hohe Priorität zugeordnet.
      • Score: 3 Von ixo am Fr, 20. Juni 2003 um 10:44 #
        Das ist richtig. Ich muss leider nur in einem Gerichtsverfahren nachweisen, dass es mein Urherberrecht betrifft. Und das ist genau das Problem. Es gibt in meinem Beispiel ein Patent, welches ich gewissermaßen widerlegen muss :-(
        Wie heißt es so (un-)schön:
        - Recht haben und Recht bekommen sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe.
        - Auf hoher See und vor Gericht sind wir allein in Gottes Hand.
      Score: 3 Von charon_77 am Fr, 20. Juni 2003 um 14:45 #
      Das klauen und verklagen klappt nur, wenn du nicht nachweisen kannst, dass Dein Projekt nicht schon vor der Patentierung auf Sourceforge lag. Dies wird Dir aber wohl mit Sourceforge gelingen. Mithin haben sie zwar das Patent, dürfen von Dir aber kein Lizenzgebühren verlangen. Zumindest ist es bisher so.

      Gruß
      charon_77

Score: 3 Von Poppei am Fr, 20. Juni 2003 um 01:14 #
Wenn ich das so lese, dann denke ich, dass Deutschland voll im Rückstand ist! Wir haben nicht so viele PCs in Schulen mit Linux laufen... die Spanier denken wenigstens an die Zukunft...
Score: 3 Von linuxer am Fr, 20. Juni 2003 um 15:29 #
Hallo.
Gestern musste ich in einem Kaufhaus vom Verkäufer hören, als ich fragte, ob ich die Laptops nicht auch ohne M$ bekommen könne:

"Das geht nicht...es liege an den Festplatten -> BIOS eingebaut, die nur WIN starten...habe selbst versucht-> keine Chance-> PC zurück" (Kurzfassung)

Was steckt hinter der fiesen Machenschaft dahinter, dass ich auf neuen Laptops kein anders Betriebssystem als das von der WIN Recovery -CD booten/installieren kann?

Gruss
:-)

  • Score: 3 Von Jochen P. am Fr, 20. Juni 2003 um 16:15 #
    Marke und Modell?
    neue DELLs tun es jedenfalls ganz gut mit Linux. ASUS sowieso, da es die ohne BS gibt.
    Andere Marken wohl auch, also welche Marke war das?
    Score: 3 Von Fabian am Fr, 20. Juni 2003 um 20:03 #
    Ich denke, das ist dasselbe Problem, dass ich auch schonmal mit einem Laptop hatte... :-))

    Win XP ist drauf.

    Platte viergeteilt.

    Linux auf zweite Partition installiert, home auf dritte, vierte für FAT-Datenaustausch.

    - Installiert.

    - LILO geschrieben...

    -> System bootet Win XP und dieses zeigt Blue-Screen, weil es Dateien nicht finden kann.

    Ich habe so bedeppert geguckt ...

    Erst als ich den Type von NTFS auf Linux gesetzt habe, hat sich das BIOS erbarmt den MBR statt die Partition zu booten...

    Na ja, zum Glück gibts es ja grub (floppy-disk mit der ich den fehler gesucht habe) :-))

    So nun frage ich mich aber:

    Was macht ein minimaler Boot-Loader (ähnlich LILO), der nicht konfigurierbar ist, im BIOS ?

    cu

    Fabian

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