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Mi, 2. Juli 2003, 23:03

Unternehmen

Rechtsunsicherheit bei Open Source?

Eine im Auftrag des Verbandes der Softwareindustrie (VSI) in Auftrag gegebene Studie behauptet, zahlreiche rechtliche Probleme beim Einsatz von freier Software in Unternehmen gefunden zu haben.

Der VSI zählt kommerzielle Software-Firmen zu seinen Mitgliedern und kann daher kein Interesse an einem ständig wachsenden Erfolg freier Software haben. Zu den Mitgliedern zählen Microsoft, Fujitsu-Siemens, Sun, Afontis, Autodesk, Software Spectrum und Dekra. Somit ist es auch kein Wunder, daß die von ihm finanzierte Studie zu »Rechtsfragen der Open Source Software« des Göttinger Rechtsprofessors Gerald Spindler zahlreiche rechtliche Probleme von freier Software gefunden haben will.

Besonders die GPL-Lizenz soll erhebliche Rechtsunsicherheiten aufweisen. Diese entstehen zum Beispiel aus der oft internationalen Zusammenarbeit beim Erstellen der Software. Beim gemischten Einsatz von freier und proprietärer Software könnten sich ebenso Schwierigkeiten ergeben wie beim Bereitststellen von Diensten, die auf freier Software beruhen, übers Netz. Weitere Zweifel gibt es bei urheberrechtlichen Fragen und der Haftung, besonders im Unternehmensumfeld.

Die 64-seitige Studie steht auf den VSI-Seiten zum Download bereit. Viele Informationen zu Rechtsfragen bietet auch das Institut für Rechtsfragen von Open-Source-Software.

Der österreichische Verein zur Förderung Freier Software (FFS) hat zu der Studie Stellung genommen und widerspricht ihr. Er verweist auf den Artikel Freiheit und Software, der zu gegenteiligen Erkenntnissen kommt. (Dank an Andreas Wozniak.)

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