Gelten diese Patente dann nur für neue Algorithmen nach dem 1.Sep oder auch schon für ältere, was heisst es für die GNU/Linux Community wenn der Entschluss verabschiedet wird, und existiert ein solcher Beschluss nicht schon in den USA? Inwiefern ist es dann noch möglich Software zu schreiben, ohne vorher einen Patent Experten zu konsultieren?
Ich fürchte, daß dann auch die über 30000 Illegal erteilten Patente vor dem 1.September gelten werden. Und diese Patente dann auch nicht Algorithmen schützen/sperren sollen (Je nach sichtweise), sondern auch ganz triviale Dinge wie Fortschrittsbalken, Anklickbare Karteireiter, usw... Patentiert werden können. Egal mit welchem Algorithmus und welcher Programiersprache man dann diese Dinge Programmiert, sie würden gegen solche Trivial-Patente verstoßen. OS wird in die illegale Ecke gedrängt und die Etwicklung in Europa ist tot. Also lernt schon mal alle Brasilianisch oder Russisch, oder Chinesisch. In all diesen Ländern wird man dann als Programmierer freier als in der westlichen Welt denken/programmieren können/dürfen.
Dachte in der Schweiz gibt's auch keine SW Patente, da brauch ich 1. keine andere Sprache lerenen und 2. ists gleich ein Nachbarland. Dumm ist nur das ich was gegen Länder mit Atomkraftwerken hab, aber da ist wohl Österreich fast das einzige, das keine hat... hmmm Island (od. ist das auch bei der EU?)... aber Isländisch soll sau schwer sein.
> Dachte in der Schweiz gibt's auch keine SW Patente
Das mag richtig sein, aber überleg mal, wie voll es dann in der Schweiz wird, wenn alle Programierer aus der EU dorthin ziehen, wenn sie sich nicht gerade zu Patentanwälten umschulen lassen.
Schweiz und EU haben ein Assoziierungsabkommen in dieser Frage. Also EU mit Softwarepatenten führt zu Schweiz mit Softwarepatenten. Einzige Ausnahme: wenn eine Volksabstimmung dagegen entscheidet.
Wie ist das mit dem Verband der Softwareindustrie ? Fühlen sich eigentlich alle Firmen da richtig vertreten ? hat jemand angaben zu Mehrheiten ? Stehen 90% der Mitglieder hinter dieser Aussage oder sind es 51% ? Gibt es eigentlich einen Verband der mittelständischen Softwareindustrie ? Mit scheint es als ob es große Differenzen zwischen den Softwaregiganten und der mittelständischen Softwareindustrie gibt. Vielleicht wäre es mal an der Zeit wenn mittelständische Firmen, wenn sie sich nicht richtig vertreten fühlen aus dem VSI austreten und einen VmSI gründen.
Da mich dieses hickhack allmaehlich wirklich nervt muss ich dem mal Luft machen.
Studien ueber Studien, Einer Studie pro, eine contra, hin und her und jeder sieht den Vorteil des einen bzw. des anderen. Aber liebe Leute wem bringen diese Studienschlachten in denen Microsoft ohnehin die oberhand behalten duerfte etwas? MS deshalb weil sie nunmal in allen grossen und wichtigen Organistationen vertreten sind, sie ihnen vorstehen bzw. ordentlich Geld rein buttern, so dass praktisch vor Beginn der Studie schon klar ist was dabei herauskommen wird. Interessant ist aber dennoch, dass es so einen Haufen von Studien zur Zeit gibt. Kaum ist die eine fertig, kommt schon eine Gegenstudie, die ihrerseits wieder von einer Gegenstudie ueberboten wird.
Fakt duerfte also sein, dass gewisse Softwareunternehmen gewisse Aengste gegenueber freier Software haben. Logischerweise steht auch hier wieder allem vorran MS da sie nunmal die groesste Geldpresse der ganzen kriminellen Laeden auf Gottes weiter Wiese sind. Hinzu kommt, dass sich auch grosse Unternehmen wie IBM, HP, Dell usw. schon dazu entschieden haben Linux alternativ zumindest auf ihren Servern anzubieten. Somit hat Linux MS dort schon den Rang abgelaufen. Nun wehrt sich MS mit Haenden und Fuessen bei den Desktoprechnern. Diese Form sind Studien, Softwarepatente etc. . Nun argumentiert MS es wuerde freie Software auf lange Sicht ueber den Preis schlagen, nun ja, geht MS deshalb nun dazu ueber ihre Supportzentren ins Billiglohnland Indien zu verlegen?! - Aber selbst wenn die Lizenzkosten fallen wuerden und MS den Staedten rundum Guenstig-Pakete anbietet, diese sind wieder nur Loesungen fuer einige Jahre und mit Sicherheit an etweaige Knebelvertraege gebunden. Dann sind die Lizenzen wieder abgelaufen und es muessen neue gekauft werden. Diese logischerweise wieder zum vollen Preis. Denn geschenkt gibt es nichts. Schon gar nicht von Onkel Bill - nicht umsonst ist er zum reichsten Computer-Guru mutiert.
Wie dem aber auch sei, ich lese diese ganzen Studien schon lange nicht mehr denn sie veraergern mich nur.
Mein Fazit aus dem Ganzem: Linux ist erwachsen. Willkommen in der reallen Welt! Vom Betriebssystem der Idealisten hat es sich nun zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenzprodukt von Windows entwickelt. Was nun beginnt ist der eigentlich ganz normale wirtschaftliche Wettbewerb. Und hier müssen sich die kommerziellen Linux-Anbieter eben behaupten. Vergleicht doch einfach mal die Situation mit z.B. den alternativen Energien: Solarenergie und Windkraft wurden früher von den grossen Energiekonzernen verlacht. Wer Solarzellen auf dem Dach hatte, war ein alternativer Spinner. Heute betreibt der Ölmulti Shell eine Solarzellenfabrik und RWE ist an Windparks beteiligt. Ich denke bei Linux wird es ganz ähnlich verlaufen.
Hab ich was von "Freier Markt, Wettbewerb oder Selbstregulierung" geschrieben? Ich schrieb vom "normalem wirtschaftlichen Wettbewerb". Und dass dieser mit den von dir angeführten Dingen nix zu tun hat, sollte wohl jedem klar sein. Und wenn Linux oder - noch globaler - OpenSource nicht nur eine Erscheinung des Zeitgeist oder ein Hype sein soll, dann muss es eben unter den realen Bedingungen bestehen können. Und die Rollen von Shell und RWE sind doch bei Linux auch schon besetzt durch HP und IBM. Und sollte einer dieser z.B. auf die Idee kommen eine eigene Distribution für seine Server- bzw. Desktop-Systeme heraus zu bringen, was passiert dann mit den Mittelständlern ala RedHat oder SuSE? Was mich aber noch viel eher besorglich stimmt ist: Welche Rolle fällt eigentlich in Zukunft der Community zu und was passiert in Zukunft z.B. mit Debian?
Mit deiner Meinung zu Softwarepatenten hast du natürlich vollkommen Recht. Interessant in diesem Zusammenhang wird vielleicht auch die Rolle des derzeitigen Communitiy-Lieblings IBM. Schliesslich sind diese weltweit der größte Halter von Patenten und machen einen nicht unerheblichen Teil ihres Umsatzes mit Lizenzgebühren. Ich denke die Entwicklung bleibt spannend ...
Seh' es einfach positiv: Linux nützt jede Studie, auch die von Microsoft gesponserten und angebliche Argumente gegen Linux bringenden Studien. Denn sie belegen allen immerhin vor allem eins: Microsoft muss sich rechtfertigen, Microsoft sieht Linux als Konkurrent (obwohl Linux angeblich doch nur Unix schadet) und Microsoft muss immer neue Argumente finden, um Leute zu überzeugen. Microsoft bringt Linunx quasi immer mehr in die Öffentlichkeit. Nach dem neuen Lizenzmodell in meinen Augen eine willkommene kostenlose Werbung.
Also bitte sehr... Riga ist nicht die Hauptstadt von Litauen, sondern von Lettland. Wahrscheinlich ist ein kleiner Fehler bei der Übersetzung von den Reuters Nachrichten unterlaufen (latvian = lettisch). Nur so.
Falls jemand gegen Software Patente ist sollte er sich bei "Petition für ein softwarepatentfreies Europa" (http://petition.eurolinux.org/) eintragen Vielleicht brings ja was.
Auch längst erledigt. Aber ich habe das Gefühl, dass das die Politiker keinen Deut interessiert. Egal, was wir machen, das Ergebnis steht meiner Meinung nach längst fest. Patente bedeuten Geld. Geld für den Staat, Geld für Juristen. Es ist völlig egal, was wir davon halten, es wird Softwarepatente geben und da bin ich mir leider ziemlich sicher.
... 1998 wollte man sie in Europa einführen. Bis heute gibt es sie nicht. Wenn wir damals schon so stark in Europa etabliert wären wie heute sähe es besser aus. Auch im Patentsystem geht man politisch den Weg des geringsten Widerstands. Die Patentjuristen haben starke Interessen, da heisst es wer nicht Deichen will muss weichen. Wenn wir keinerlei Massnahmen gegen die Patentflut unternehmen würde, sähe es noch schlimmer aus. Es handelt sich auch nicht um eine Aufgabe, die mit der McCarthy-Richtlinie sich erschöpft. Denn auch die muss z.B. noch in nationales Recht umgesetzt werden, wobei noch viel Mist passieren kann und manche Erleichterung beschlossen werden.
Desweiteren müssen wir der Politik die Frage stellen wie sie die Verlierer einer solchen Rechtsänderung zu kompensieren denkt.
Es ist nicht SINNLOS.
Wir müssen nur besser und stärker in der Lobbyarbeit werden. Also den FFII unterstützen: http://aktiv.ffii.org
Insbesondere wenn die Richtlinie so schwammig ausfällt wie die McCarthy-Vorlage könnten sich für die nationale Umsetzung relevante Spielräume ergeben. Die EU-Parlamentsentscheidung ist auf jeden Fall nur eine Etappe und kein Ende, weder für noch gegen den Patentunsinn.
Die Entscheidung ist auch auf europäischer Ebene noch keinesweg gefallen. So beginnen die sozialistischen Parteien im Europa-Parlament erst im August mit den Beratungen. Die McCarthy Richtlinie ist nicht nur in ihrer eigenen Partei (Labour) umstritten und noch lange nicht alle Abgeordneten haben die Meinungsbildung abgeschlossen. Es ist also noch genügend Zeit für Lobbyarbeit. Die Lobbyarbeit kann durchaus jeder selber leisten. Die Abgeordneten des Europa-Parlaments sind allesamt per E-Mail zu erreichen. Also haut in die Tasten und schreibt denen, was das Zeug hält!
..an denen aber gerade solche Typen wie du, die nur um der Konfrontation willen immer häufiger alle möglichen Foren bevölkern, nicht gerade unschuldig sind. Das fehlte noch in deinem Post, nicht wahr?
(und ja, auf heise läufst du bereits auf einer Ebene mit Analüsten, Hamstern und selbsternannten Chefexperten, also bitte nicht beschweren)
... ist das man die 7300 Rechner (< 500 Mhz, < 256 MB Ram) super klasse als Terminals betreiben könnte...
Na ja, so freuen sich hoffentlich einige Schulen darüber die schlau genug sind, diese Rechner abzufordern und dann mit ltsp.org oder ähnlichem betreiben können ...
Also lernt schon mal alle Brasilianisch oder Russisch, oder Chinesisch. In all diesen Ländern wird man dann als Programmierer freier als in der westlichen Welt denken/programmieren können/dürfen.
und der Schweiz zur EFTA (European
Free Trade Area, europ. Freihandels
zone).
Lieber eigene Kraftwerke betreiben und die Sicherheit selber kontrollieren, als den Strom irgendwo aus dem Osten beziehen.
Das mag richtig sein, aber überleg mal, wie voll es dann in der Schweiz wird, wenn alle Programierer aus der EU dorthin ziehen, wenn sie sich nicht gerade zu Patentanwälten umschulen lassen.
Gibt es eigentlich einen Verband der mittelständischen Softwareindustrie ? Mit scheint es als ob es große Differenzen zwischen den Softwaregiganten und der mittelständischen Softwareindustrie gibt. Vielleicht wäre es mal an der Zeit wenn mittelständische Firmen, wenn sie sich nicht richtig vertreten fühlen aus dem VSI austreten und einen VmSI gründen.
Studien ueber Studien, Einer Studie pro, eine contra, hin und her und jeder sieht den Vorteil des einen bzw. des anderen. Aber liebe Leute wem bringen diese Studienschlachten in denen Microsoft ohnehin die oberhand behalten duerfte etwas? MS deshalb weil sie nunmal in allen grossen und wichtigen Organistationen vertreten sind, sie ihnen vorstehen bzw. ordentlich Geld rein buttern, so dass praktisch vor Beginn der Studie schon klar ist was dabei herauskommen wird. Interessant ist aber dennoch, dass es so einen Haufen von Studien zur Zeit gibt. Kaum ist die eine fertig, kommt schon eine Gegenstudie, die ihrerseits wieder von einer Gegenstudie ueberboten wird.
Fakt duerfte also sein, dass gewisse Softwareunternehmen gewisse Aengste gegenueber freier Software haben. Logischerweise steht auch hier wieder allem vorran MS da sie nunmal die groesste Geldpresse der ganzen kriminellen Laeden auf Gottes weiter Wiese sind. Hinzu kommt, dass sich auch grosse Unternehmen wie IBM, HP, Dell usw. schon dazu entschieden haben Linux alternativ zumindest auf ihren Servern anzubieten. Somit hat Linux MS dort schon den Rang abgelaufen. Nun wehrt sich MS mit Haenden und Fuessen bei den Desktoprechnern. Diese Form sind Studien, Softwarepatente etc. . Nun argumentiert MS es wuerde freie Software auf lange Sicht ueber den Preis schlagen, nun ja, geht MS deshalb nun dazu ueber ihre Supportzentren ins Billiglohnland Indien zu verlegen?! - Aber selbst wenn die Lizenzkosten fallen wuerden und MS den Staedten rundum Guenstig-Pakete anbietet, diese sind wieder nur Loesungen fuer einige Jahre und mit Sicherheit an etweaige Knebelvertraege gebunden. Dann sind die Lizenzen wieder abgelaufen und es muessen neue gekauft werden. Diese logischerweise wieder zum vollen Preis. Denn geschenkt gibt es nichts. Schon gar nicht von Onkel Bill - nicht umsonst ist er zum reichsten Computer-Guru mutiert.
Wie dem aber auch sei, ich lese diese ganzen Studien schon lange nicht mehr denn sie veraergern mich nur.
schoenen Tag
Michael
Linux ist erwachsen. Willkommen in der reallen Welt!
Vom Betriebssystem der Idealisten hat es sich nun zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenzprodukt von Windows entwickelt.
Was nun beginnt ist der eigentlich ganz normale wirtschaftliche Wettbewerb. Und hier müssen sich die kommerziellen Linux-Anbieter eben behaupten.
Vergleicht doch einfach mal die Situation mit z.B. den alternativen Energien:
Solarenergie und Windkraft wurden früher von den grossen Energiekonzernen verlacht. Wer Solarzellen auf dem Dach hatte, war ein alternativer Spinner. Heute betreibt der Ölmulti Shell eine Solarzellenfabrik und RWE ist an Windparks beteiligt.
Ich denke bei Linux wird es ganz ähnlich verlaufen.
Schönes Wochenende
Dieter
"Was nun beginnt ist der eigentlich ganz normale wirtschaftliche Wettbewerb"
Naives Nachgeplapper...
Das war mal!
Freier Markt, Wettbewerb, Selbstregulierungskräfte, Demokratie
Shell und RWE haben innovative Mittelständler schlicht aus dem Markt gedrängt.
Einen freien wirtschaftlichen Wettbewerb wird es durch Softwarepatente eben NICHT mehr geben.
Ich schrieb vom "normalem wirtschaftlichen Wettbewerb". Und dass dieser mit den von dir angeführten Dingen nix zu tun hat, sollte wohl jedem klar sein.
Und wenn Linux oder - noch globaler - OpenSource nicht nur eine Erscheinung des Zeitgeist oder ein Hype sein soll, dann muss es eben unter den realen Bedingungen bestehen können.
Und die Rollen von Shell und RWE sind doch bei Linux auch schon besetzt durch HP und IBM. Und sollte einer dieser z.B. auf die Idee kommen eine eigene Distribution für seine Server- bzw. Desktop-Systeme heraus zu bringen, was passiert dann mit den Mittelständlern ala RedHat oder SuSE?
Was mich aber noch viel eher besorglich stimmt ist: Welche Rolle fällt eigentlich in Zukunft der Community zu und was passiert in Zukunft z.B. mit Debian?
Mit deiner Meinung zu Softwarepatenten hast du natürlich vollkommen Recht.
Interessant in diesem Zusammenhang wird vielleicht auch die Rolle des derzeitigen Communitiy-Lieblings IBM. Schliesslich sind diese weltweit der größte Halter von Patenten und machen einen nicht unerheblichen Teil ihres Umsatzes mit Lizenzgebühren. Ich denke die Entwicklung bleibt spannend ...
Gruß
Dieter
"Petition für ein softwarepatentfreies Europa" (http://petition.eurolinux.org/)
eintragen
Vielleicht brings ja was.
Mike
Desweiteren müssen wir der Politik die Frage stellen wie sie die Verlierer einer solchen Rechtsänderung zu kompensieren denkt.
Es ist nicht SINNLOS.
Wir müssen nur besser und stärker in der Lobbyarbeit werden. Also den FFII unterstützen:
http://aktiv.ffii.org
Sebastian.
(und ja, auf heise läufst du bereits auf einer Ebene mit Analüsten, Hamstern und selbsternannten Chefexperten, also bitte nicht beschweren)
http://wiki.ael.be/index.php/MS%20Germany
Na ja, so freuen sich hoffentlich einige Schulen darüber die schlau genug sind, diese Rechner abzufordern und dann mit ltsp.org oder ähnlichem betreiben können ...
cu
Fabian