Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Mo, 21. Juli 2003, 13:34

Gesellschaft::Wirtschaft

Gartner bezweifelt den erhofften Kosteneffekt des Münchner Linux-Deals

Kaum ein paar Wochen sind verstrichen seit dem Microsoft-Suse/IBM Polit-Krimi im Kampf um die bayrische Hauptstadt, da sickert ein wirklich interessantes Detail durch, das Linux-Befürwortern tiefe Falten auf die Stirn legen wird.
Von Thomas

M. Silver und N. Drakos von Gartner haben am 3. Juni 2003 einen Artikel unter: http://www.gartner.com/ veröffentlicht.
In diesem Bericht gehen sie davon aus, dass in München die, teils veraltete, Windows-Software unter Linux/VMWare weiterlaufen wird. Daher bezweifeln sie, dass der Münchner Deal ein OK für Linux auf dem Desktop ist. Ihrer Ansicht nach soll ein Großteil der bisherigen Software nicht auf Linux umgestellt werden. Das Gros der angeblich benötigten Windows-Anwendungen wird auf Web-Basis über einen Browser verfügbar sein.

In ihrem Fazit kommen beide Analysten zu dem Schluss, dass eine (angeblich) geplante Ausstattung der PCs mit VMWare den erhofften Einspareffekt aufheben und am Ende für die Stadt München wesentlich teurer wird als die Microsoft-Lösung.

Allen Unternehmen, die mit Linux liebäugeln, wird dringend geraten,die Kosteneffekte einer Linux-Umstellung richtig einzuschätzen. Erste Ergebnisse, ob sich das Münchner Projekt wirklich lohnt, erwarten die Analysten gegen Ende 2005.

Es geistert sogar die Zahl von 80% aller 14000 PCs herum, auf denen Windows-Clients unter VMWare weiterlaufen sollen. Man darf also weiterhin gespannt sein, wie die eigentliche Umstellung auf Linux in München erfolgen wird.

Update 21.07.2003 15:55 (demon)
Von vielen Beobachtern wird die Veröffentlichung der Studie als eine »Kurzschlussreaktion« kommentiert. Die von den Analysten kritisierte Tatsache, dass keine Hintergrundinformationen über die eingesetzte Software veröffentlicht wurden, war bereits am Tage der Erscheinung nicht mehr aktuell. Die bayerische Landeshauptstadt München hat bereits eine Woche vor der Veröffentlichung der Gartner-Studie eine so genannte Clientstudie auf ihrer Homepage in einer Kurzfassung allen Interessenten zugänglich gemacht. Dieser können unter anderem auch die technischen Hintergründe und die Kosten- und Nutzenrechnungen entnommen werden. Unter anderem kommen die Verfasser zum Schluss, dass viele Anwendungen in der Münchner Verwaltung ohne Windows nicht lauffähig seien oder Büro-Programme von Microsoft als integrierte Komponente benötigen.

Werbung
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung