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Mo, 28. Juli 2003, 13:47

Unternehmen

Findet sich auch Microsoft-Code in Linux?

Es scheint, als rufe SCOs Kampf gegen Linux weitere Kombattanden auf den Plan, unter anderem auch Microsoft.
Von Thomas

Dies legt zumindest ein Artikel auf der Website von CRN nahe.

In einem Gespräch mit Analysten mit B. Gates deutete dieser in Redmond an, dass sich auch lizensierter Microsoft-Code in die Linux-Entwicklung eingeflossen sein könnte. Eher zurückhaltend beurteilte Gates die möglichen Auswirkungen des Rechtsstreits um Copyright und Tradmarks auf den künftigen Absatz von Windows.

Bei Microsoft hat man sich auch noch nicht festgelegt, ob die Vorwürfe SCOs gegen IBM gerechtfertigt seien, aber der Rechtsstreit zeige, dass die GPL die eigentliche Archilles-Ferse von Linux sei. Die GPL verhindere das "cross-licencing", das Standard in der Software-Industrie sei, durch den in der General Public Licence festgelegten Wiederveröffentlichungszwang von modifiziertem Code. Er ist sich aber sicher, dass die anhaltende rechtliche Unsicherheit dem weiteren Wachstum von Linux in kommerziellen Umgebungen schaden wird.

Besondere Aufmerksamkeit verdient in der Prognose von Gates wohl die Behauptung, dass sowohl SCO-Code als auch der anderer Firmen, eben auch von Microsoft ihren Weg in die Linux-Entwicklung fanden: »Es ist zweifellos so, dass jedes Clonen dazu führt, dass die IP von vielen Firmen, darunter auch auch von Microsoft in OpenSource verwendet wird...«

Im Hinblick auf eine mögliche Strategie zur Ausnutzung dieser Rechtsunsicherheit sagte Gates: »Wir müssen Menschen daran erinnern, dass die Erwartungen an ein Betriebssystem nicht still stehen. Daher investieren wir in Forschung und Entwicklung.«

Balmer bedauerte bei dieser Gelegenheit, dass die juristische Tragweite des Rechtsstreits und seine möglichen Risiken von der durchschnittlichen Kundschaft noch nicht richtig verstanden würde. Sicherlich dürfte diese Form der Unwissenheit der Microsoft-Kundschaft wohl nicht mehr lange anhalten. Ob Microsoft nun auch den Linux-Code akribisch nach geklonten Code untersucht, wird leider in dem Artikel nicht deutlich. Allerdings dürfte Microsofts Strategie der Nadelstiche gegen Open Source wohl auf dieser Ebene weiter gehen und man darf sich fragen, ob Microsoft darüber hinaus selbst die Klinge gegen Open Source wetzt.

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