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Mi, 30. Juli 2003, 18:19

Software::Entwicklung

Java und OpenGL wachsen zusammen

OpenGL und Java sollen in Zukunft nahtlos zusammenarbeiten.

SGI und Sun Microsystems haben eine Kooperation beschlossen, um für die Programmiersprache Java »Bindings« zu OpenGL zu entwickeln. OpenGL, das plattformübergreifende API zur Erstellung von 2D/3D-Grafikapplikationen, ist die einzige bedeutende Grafik-Schnittstelle, die praktisch jedes Betriebssystem unterstützt. SGI wird nun gemeinsam mit Sun daran arbeiten, dass »die vielen Millionen von Anwendern«, die heute Java-basierte Applikationen nutzen und sich steigenden Grafik-Anforderungen gegenüber sehen, auf sehr einfache Weise von der Performanz und den funktionalen Vorzügen von OpenGL profitieren können. »Andererseits wird die Entwicklung der Java-Bindings auch Vorteile für die Entwickler von OpenGL-Software bringen, da sie Anwendungen in einer erweiterten plattformübergreifenden Umgebung schreiben können«, so die Unternehmen.

Die Entwicklung von Java-Bindings für OpenGL erhält zusätzliche Bedeutung vor dem Hintergrund der kürzlich erfolgten Ankündigung des Standards OpenGL ES durch die Khronos Group, einem Konsortium führender Unternehmen und Organisationen aus der Digitalmedien- und Grafik-Industrie. Die Vorteile der zusammenarbeitenden Technologien Java und OpenGL erstrecken sich damit über die Desktop-Applikationen hinaus bis in die Welt der Mobil-Lösungen. Der Standard OpenGL ES spezifiziert wohldefinierte OpenGL-Subset-Profile, mit deren Hilfe sich fortgeschrittene Grafikfähigkeiten auch in mobilen Embedded-System-Geräten kleiner Abmessungen unterbringen lassen.

Damit OpenGL weitere Verbreitung findet, haben SGI und das OpenGL-Steuerungsgremium ARB (Architecture Review Board) auf der Siggraph 2003 in San Diego die Freigabe der Graphik-Library-Spezifikation OpenGL 1.5 bekannt gegeben. Die jüngste Release enthält neue Features und erweiterte Funktionen, dank derer sich laut Informationen der Beteiligten Firmen 2D/3D-Graphikanwendungen mit drastisch höherer Qualität und Realitätsnähe erstellen lassen. Die Spezifikation 1.5 umfasst die OpenGL Shading Language, als eine der offiziellen ARB-Erweiterungen, die voraussichtlich die Basis der bevorstehenden Version 2.0 von OpenGL bilden werden. Aufgrund der OpenGL-Schattiersprache wird es erstmals möglich, dass Graphikkarten praktisch eines jeden Herstellers auf jeder unterstützen Plattform die gleiche Shading-Language nutzen können.

»OpenGL 1.5 und insbesondere die Shading-Language werden für die nächste Graphik-Generation ähnliches bewirken, wie das, was OpenGL für die erste Generation in den frühen 90ern brachte«, schwärmt Shawn Underwood, bei SGI Marketing-Director der Visual Systems Group. »Version 1.5 wird die Branche grundlegend verändern«.

Damit diese Ankündigung kein frommer Wunsch, sondern Realität wird, ratifizierte das Gremium eine Reihe zusätzlicher Features und Funktionen. Vertex-Buffer-Objekte - Vertex-Arrays (mehr Rendering-Leistung), Schatten-Funktion (zusätzliche Vergleichsfunktionen für Shadow-Mapping), Occlusion Query (asynchroner Occlusion-Test für besseres Culling) und Non-power-of-two Texturen (effizienteres Nutzen des Texturspeichers, inklusive von Mipmaps) sind nur die wenigen neuen Funktionen. »Wir sind begeistert, diese Revolution, die zu Realtime-3D-Grafik in Kinoqualität führt, mit voranzutreiben«, so Kurt Akeley, 3D-Grafik-Architekt bei nVidia.

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