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Do, 31. Juli 2003, 21:58

Unternehmen

Microsoft erforscht Linux

Martin Taylor, der schon ein gutes Jahrzehnt in Redmond beschäftigt und seit zwei Wochen nunmehr Plattformstratege bei Microsoft ist, kümmert sich um die Konkurrenz Linux.

Zum zweiten Mal wird Microsoft an einer Linux World Expo teilnehmen und als Aussteller Interessenten die eigene Produktpalette zur Schau stellen. Der in einer Woche nun in San Francisco stattfindende Konferenz und Messe wird zum ersten Mal auch Martin Taylor, Inhaber des neuen Postens als Plattformstratege in Redmond, beiwohnen und die Linux-Fraktion einer näheren Betrachtung unterziehen.

So hat Taylor bereits vorab Linux im Labor durchleuchtet und nach Schwachstellen gesucht. Die Vorgehensweise soll dazu dienen, Informationen für eigenen Entwicklungen zu generieren. Man wolle sich auf Fehler und Schwächen von Linux konzentrieren, damit Microsoft »mit Open Source besser konkurrieren kann«. Im Gegnsatz zu anderen will der neue Stratege nicht nur den Server-Bereich von Linux einer näheren Beurteilung unterziehen, sondern das komplette Portfolio des freien Systems durchleuchten. »Ich bin auch interessiert an nicht-technischen Gründen, warum Kunden von Microsoft weggehen«, so Taylor gegenüber Microsoft Watch, einer Publikation von Ziff Davis. Statt provokativer Rethorik eines Steve Ballmer will der neue alte Mann bei Microsoft lieber auf fundierte Aspekte und Fakten setzen. Bis jetzt war es eine »tolle Lernerfahrung«. Microsoft wolle seine Anstrengungen in den Bereichen verdoppeln, in denen Linux schwach sei, etwa, so Taylor die »single-sign-on«-Technik.

Die Teilnehmer der Linux World Expo werden die Früchte der Arbeit von Taylor leider nicht zu Gesicht bekommen. Statt dessen präsentiert Microsoft seine »Services for Unix 3.0« sowie die Shared-Source-Idee. (Herzlichen Dank an elektroschock.)

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