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Fr, 8. August 2003, 10:55

Gemeinschaft::Personen

LinuxWorld Conference Ansprache von Bruce Perens

Bruce Perens hat die Mitschrift seiner »Rede zur Lage der Open Source-Nation« (Open Source »State of the Union«) veröffentlicht, die er im Rahmen der LinuxWorld Conference in San Francisco hielt.

Er geht kurz auf die SCO-Entwicklungen ein und schlägt vor, dass die Entwicklergemeinschaft als Wiedergutmachung die Übergabe der Unix-Rechte durch SCO an die FSF fordern sollte. Da allerdings sehr viel größere Gefahren als die SCO-Angriffe vor der Open Source-Bewegung liegen, soll man SCO den bisher Beteiligten überlassen, und sich beispielsweise auf die Abwehr der europäischen Softwarepatente konzentrieren. Er schlägt vor, Open Source Lizenzen mit einer gegenseitigen Patentabwehr-Klausel auszustatten, die demjenigen, der ein so lizenziertes Produkt mit einer Patentklage zerstören möchte, auch die Nutzungsrechte für alle anderen entsprechend lizenzierten Programme entzieht.

Weiterhin schneidet er das Thema »Proprietäre Open Source« an und nennt als Beispiel Red Hat Advanced Server, dessen Modell den Nutzer an einen Hersteller bindet und somit einen wichtigen Vorteil von Open Source zunichte macht.

Ein ebenfalls sehr ernstes Problem ist der beschränke Zugriff auf beliebte Kulturerzeugnisse für Benutzer von Open Source-Software. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es für sie keine legale Möglichkeit eine kopiergeschützte DVD anzusehen. Mit dem Aufstieg von Palladium könnten Open Source-Browser wie Mozilla nicht mehr in der Lage sein DRM-geschützte Webseiten anzuzeigen. Somit würde Open Source zu einer Kommunikationsinsel werden, die niemand mehr benutzen kann.

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