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Di, 12. August 2003, 20:33

Software::Entwicklung

GCC-Unterstützung für SCO strittig

Die gerade veröffentlichte Version 3.3.1 von GCC enthält im Quellcode eine Datei README.SCO, in der über das mögliche Ende der Unterstützung von SCO Unix nachgedacht wird.

Der Text, verfaßt von Richard Stallman, dem Gründer und Vorsitzenden der Free Software Foundation (FSF), und Rechtsprofessor Eben Moglen, klagt SCO an, unverantwortliche Aussagen über angebliche Copyright-Verletzungen im Linux-Kernel gemacht zu haben und mit seiner Lizenzforderung die GPL zu verletzen.

»Wir wurden dringend gebeten, die Unterstützung für SCO UNIX aus dieser Version von GCC zu entfernen, aus Protest gegen die unverantwortliche Aggression gegen freie Software und UNIX«, heißt es weiter. Von wem dieser Wunsch geäußert wurde, ist unklar. Die FSF will jedoch derzeit diesen Schritt noch nicht unternehmen, denn dies würde die Anwender von GCC weit mehr treffen als SCO. Man muß abwägen zwischen dem Schutz der Freiheit der Gemeinschaft der freien Software und dem Nutzen für die Anwender. Für diesen Schritt ist es nach Ansicht der FSF noch zu früh, man könne aber nicht unbegrenzt die SCO-Aggression ignorieren. Anwender von SCO Unix sollten der Firma klar sagen, daß sie das Vorgehen von SCO mißbilligen. Vor der Veröffentlichung der nächsten Version von GCC wird entschieden, wie die FSF mit der SCO-Unterstützung weiter verfährt. (Dank an Jens Ziemann und Richard Steuer.)

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