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Mo, 18. August 2003, 22:28

Software::Desktop

LIVE: Linux kann auch auf dem Desktop gewinnen

Der Linux-Verband LIVE sieht ein enormes Migrationspotential bei Unternehmen und Behörden, wo vielfach noch Windows 98 oder NT eingesetzt wird.

Nach einer repräsentativen Befragung von SOREON Research setzt über ein Drittel der Unternehmen und Behörden bis heute ältere Software aus dem Hause Microsoft ein. Gerade diesen Firmen und Verwaltungen stände mit Linux und den Anwendungen unter Linux inzwischen auch für den Desktop eine günstige Alternative zur Verfügung, sagte Alfred Schröder, Leiter des Arbeitskreises für Desktop-Anwendungen im Linux-Verband am heutigen Montag.

SOREON Research kommt bei der Untersuchung der aktuell in Behörden und Unternehmen anzutreffenden IT-Landschaft zu dem interessanten Ergebnis, dass 37 Prozent der Befragten auf dem Desktop nach wie vor Windows NT oder sogar Windows 98 einsetzen. Der Einführung von Windows XP zum Trotz hat ein Teil der Verantwortlichen den Schritt in die neue "Microsoft-Ära" bisher vermieden.

Dies zeigt nach Auffassung des LIVE, dass viele Anwender nicht dem von Microsoft vorgegebenen Migrationspfad folgen wollen und damit ein enormes Migrationspotential für Linux darstellen. "Die Verantwortlichen fürchten offenbar, durch die neuen Lizenzmodelle noch tiefer in die Abhängigkeit des Quasi-Monopolisten zu geraten und letztendlich hinsichtlich ihrer IT-Entscheidungen entmündigt zu werden", vermutet Alfred Schröder. Allerdings könne man sich nur begrenzte Zeit mit den alten Windows-Derivaten und Anwendungen behelfen: "Der Support mit neuen Treibern und vor allem Sicherheits-Updates ist abgekündigt und die jüngsten Wurm-Attacken nach dem Bekanntwerden von Windows-Sicherheitslücken zeigen, wie wichtig schnelle Updates sind", meint Schröder. Auch sei der Datenaustausch mit Usern beispielsweise neuerer Office-Anwendungen mittelfristig nicht sichergestellt.

In dieser Situation biete sich gerade diesen Unternehmen und Dienststellen die Gelegenheit, endgültig von Microsoft unabhängig zu werden, betont Schröder. "Gerade in Organisationen, die noch alte Windows-Varianten einsetzen, sollte intensiv über die Chancen eines GNU/Linux-Desktops nachgedacht werden", so der Linux-Vertreter. "Mit dem Schritt einer Desktop-Migration auf GNU/Linux gewinnt das Unternehmen mehr Entscheidungsspielraum bei der Gestaltung der eigenen IT-Landschaft. Die Praxistauglichkeit der Linux-Anwendungen ist schon in vielen Projekten und seit vielen Jahren unter Beweis gestellt". Der Linux-Verband rät Unternehmen und Behörden, die über eine Migration ihrer Desktop-Systeme auf eine aktuelle Software-Version nachdenken, unbedingt die Alternative GNU/Linux mit in ihre Überlegungen einzubeziehen.

Der LIVE wird zur Unterstützung solcher Überlegungen auf der LinuxWorld Conference & Expo vom 27. bis 29. Oktober 2003 in Frankfurt am Main neue Informationsseiten zum Thema GNU/Linux am Arbeitsplatz vorstellen.

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