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Mi, 3. September 2003, 20:57

Software::Netzwerk

Die Zukunft von Samba

Andrew Tridgell, Gründer des Samba-Projektes, hat in einem Interview mit LinuxWorld Australien einen Ausblick auf Samba 4 gegeben.

Anläßlich der gerade stattfindenden Australian UNIX and Open Systems User Group conference (AUUG 2003) befragte LinuxWorld Andrew Tridgell, der als ein Aushängeschild der Open-Source-Bewegung gilt.

Während Samba 3.0 gerade erst kurz vor der Freigabe steht, ist die Planung für Samba 4 bereits weit gediehen. Zumindest Tridgell hat sich schon über sieben Monate mit einem kompletten Neuanfang von Samba beschäftigt. Dieser soll als Samba 4 sehr umfangreiche Änderungen und Erweiterungen bringen. Demgegenüber war der Sprung von Samba 2.2 auf Samba 3 ein kleiner. Tridgell zufolge soll Samba 4 das CIFS-Protokoll umfassend unterstützen, im Gegensatz zu Samba 3, wo kaum genutzte Features des Protokolls gar nicht implementiert sind. Es wird eine vollständige Testsuite für Samba 4 geben. Die Teile davon, die bereits implementiert sind, wurden auf Samba 3 angewandt und deckten eine Reihe bedeutender Fehler auf, die behoben werden konnten.

Die dritte große Neuerung soll sein, daß Samba 4 nicht mehr von der POSIX-Semantik von Dateisystemen abhängen wird. Wenn ein Dateisystem zur Verfügung steht, das die Windows-Semantik vollständig unterstützt, kann dieses direkt verwendet werden. Ein erster Preview von Samba 4 sollte inzwischen zum Download bereitstehen.

Daneben äußerte sich der Entwickler auch zu seiner persönlichen Situation und zu seinem Verhältnis zu freier Software. Er ist als Forscher bei IBM angestellt und hat daher die Freiheit, ohne jeden Druck von außen zu arbeiten. Er arbeitet dort an einem neuen SAN (Storage Area Network)-Dateisystem namens Storage Tank. Dort hat er die Möglichkeit, einen bedeutenden Teil seiner Zeit in Samba zu stecken.

Tridgell war einer der Anwesenden, als Linus Torvalds im Aquarium von Canberra von einem Pinguin gebissen (oder auch nur gezwickt) wurde. Die Geschichte wurde später geradezu zu einem Mythos aufgeblasen. Doch gilt es als wahrscheinlich, daß das Ereignis einen Einfluß auf Torvalds' spätere Entscheidung hatte, einen Pinguin als Linux-Maskottchen zu wählen.

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