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Do, 11. September 2003, 08:34

Software::Desktop::Gnome

GNOME 2.4

Das Team um GNOME hat die Verfügbarkeit einer neuen stabilen Version bekannt gegeben, die eine Vielzahl von Neuerungen mitbringt.

Die mit der Versionsnummer 2.4 bezeichnete Desktopumgebung und Entwickler-Plattform erfuhr gegenüber der letzen Version 2.2 eine Reihe signifikanter Änderungen. So verbesserten die Programmierer die Benutzerführung des integrierten File-Managers Nautilus und entschlackten die Applikation vom unnötigen Ballast. Die Desktop-Komponente von Nautilus wurde gegen eine neue ausgetauscht. Diese Änderung bringt gleich mehrere Verbesserungen: Symbole auf dem Desktop lassen sich jetzt am Raster ausrichten und Laufwerks-Symbole merken sich nun ihre Position. Ferner implementierten die Entwickler eine neue Symbolansicht, die unter anderem die Übersicht in den Fenstern erweitert. Das Verändern von Zugriffsrechten und Eigenschaften mehrerer Dateien oder Ordner sowie das Setzen von Emblemen bei mehreren Dateien wurde nun in einem Fenster gelöst. Zu den weiteren zahlreichen Neuerungen von Nautilus gehört unter anderem auch das manuelle »Verstecken« von Dateien oder Verzeichnissen und ein neuer Navigationsbaum, der noch mehr an die Wünsche der Nutzer angepasst wurde, sowie eine Brenn-Erweiterung für CDs.

Die Behandlung des Panels wurde gegenüber der letzten stabilen Version um neue Funktionen erweitert und um überflüssige entschlackt. Die Panel-Typen beim Anlegen verschwanden und können nun durch einen Eigenschaftendialog verändert werden. Weitere massive Änderungen durfte auch das Kontrollzentrum erfahren. Gleich mehrere neue Module machen die Arbeit mit GNOME noch einfacher. So kann man als Beispiel seinen Arbeitstag von drwright überwachen lassen, der dem Nutzer regelmäßig zu Pausen zwingt, um die Gelenke zu schonen. Ein neues Batteriemodul, Themeverwalter, neue Applets sowie ein Fontmanager runden den Funktionsumfang der neuen Schaltzentrale ab.

Wer seine tägliche Arbeit mit Office-Tools von GNOME erledigen will, der wird sicherlich seine Freude finden an einer neuen Version von Abiword, die nun auch Serienbriefe unterstützt, Gnumeric, sowie einer vollständigen Unterstützung von Unicode mit einer entsprechenden Unicode-Zeichentabelle, die schon bald von vielen Anwendungen benutzt werden dürfte. Für das richtige Surfvergnügen sorgt ab sofort nicht mehr Galeon, sondern Epiphany, das nach Angaben der Entwickler schlanker und schneller als Galeon ist. Eine an GTK+ 2 angepasste Version 1.4 von Evolution rundet das Angebot ab.

Zu den weiteren Neuerungen, die die neue Version des Environments mit sich bringt, gehört eine Vielzahl überarbeiteter und neuer Anwendungen. Programmierer oder Nutzer von GEdit dürfen ab sofort die Applikation mit Unterstützung von Syntax-Highlighting erleben. Neue Spiele sowie Gimmicks versprechen zudem mehr Spass an und mit GNOME.

Die kommende Version von GNOME (2.6) soll nach Angaben der Entwickler im Frühsommer erscheinen und massive Änderungen enthalten. Eine neue Datei-Auswahlbox, mächtige Menü- und Toolbar- Widgets sowie bessere Unterstützung alternativer Sprachen sollen nur einige der neuen Funktionen von GNOME 2.6 sein.

Das aktuelle Paket kann man im Quellcode wie üblich in Form zahlreicher Einzelpakete mit gzip- oder bzip2-Kompression vom Server des Projektes herunterladen. Wer mehr über das neue Environment erfahren möchte, dem sei die Lektüre der GNOME 2.4.0 Release Notes ans Herz gelegt.

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