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Fr, 17. Oktober 2003, 09:55

Unternehmen

Trotz Wirbels um SCO Umstieg auf Linux

Wie die US-Bank Credit Suisse First Boston einer Untersuchung entnehmen konnte, planen ganze 73 Prozent der 100 befragten Unternehmen trotz Sorgen über mögliche Lizenzforderungen, in nächster Zeit Linux zu verwenden.

Zwölf Prozent der befragten Chief Information Officers (CIOs) gaben an, wie Tom's Hardware berichtet, sich über mögliche Lizenzforderungen durch SCO Sorgen zu machen. »Wie die C.S. First Boston im September herausfand, haben bereits 23 Prozent der befragten Firmen Linux im Datenbankbereich im Einsatz; 29 Prozent gaben an, das Open-Source-Betriebssystem für "mission-critical applications" einzusetzen, also an Punkten, wo einfach nichts schief gehen darf«, berichtet der Ticker. Schon bald dürfen laut Aussagen von Credit Suisse First Boston negative Auswirkungen für Unix und Microsoft zu verzeichnen sein. »Linux hat im Midrange- und High-End-Server-Bereich einen Brückenkopf erworben«, so die Analysten.

Währenddessen kündigte SCO, nach eigenen Aussagen eine der am schnellsten wachsende Firma in den USA, in einer Pressemitteilung an, zunächst davon Abstand zu nehmen, wie angekündigt Rechnungen an Firmen zu schreiben, die Linux in ihren Betrieben einsetzen. Ein solcher Schritt war für das dritte Quartal angekündigt worden. Das derzeit laufende Programm mache gute Fortschritte, so die Firmensprecher. Umfragen zufolge würden sich ohnehin nur die wenigsten Linux-Anwender den Forderungen SCOs beugen und entsprechende Leistungen des Unternehmens in Anspruch nehmen.

Zu den möglichen Hintergründen gibt es sehr unterschiedliche Aussagen. So geht Gartner-Analyst George Weiss davon aus, dass die SCO-Justiziare die Notbremse gezogen haben, weil sie mit einer Welle von Prozessen überfordert wären, die sie gegen jeden Lizenzverweigerer anstrengen müssten. Dies würde auch die Absagen an willige Nutzer erklären, die berichtet haben, trotz Interesses keine Lizenzen von SCO erwerben zu können. Die Analysten von Credit Suisse First Boston sehen die Angelegenheit etwas lässiger: 84 Prozent der CIOs würden SCOs Rechnungen schlicht und ergreifend in den Müll werfen.

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