Von Sputnik1969 am Fr, 31. Oktober 2003 um 00:21 #
Also die formulierung hört sich etwas komisch an... Klingt fast so, als gäbe es ganze 2 (private) Computer in Vietnam, in dem Fall wären Raubkopien sicher kein Problem für die USA
Von sputnik1969 am Fr, 31. Oktober 2003 um 21:05 #
Beim zweiten Lesen ist mir schon bewusst geworden, das die Zwei sich kontextmäßig auf die Millionen bezieht, aber da merkt man mal wieder, wie ungenau unsere Sprache doch manchmal sein kann und mit welchen Schwierigkeiten automatische Übersetzungsprogramme zu kämpfen haben müssen, denn in einer anderen Sprache könnte so eine Kontextbezogenheit schnell fehlinterpretiert werden, da man dort unter Umständen einen anderen Fall anwenden müsste.
Boah iss das geil sowas am frühen Morgen zu lesen! Das hat den Tag jetzt schon gerettet!
Mir ist aber vorher noch nie aufgefallen, dass das natürlich auch ein schlagfertiges Argument ist: Man benutzt Linux, weil man sich ned strafbar machen will. Irgendwie einleuchtend. Toll finde ich auch, dass die USA selbst dadurch ihre Wirtschaft kaputt gemacht hat, denn schließlich waren es die USA, die keine Raubkopien wollten... und denen muss doch bewusst gewesen sein, dass Windoofs halt ned überall legal benutzt wird, vor allem nicht in Asien.
Was steht denn sonst noch in dem Abkommen mit den USA? Vielleicht, dass Vietnam auch alle Patente aus den USA anerkennen muss? Vermutlich werden die Herrschenden der USA (das sind die Reichen und die Unternehmen) einen Umstieg auf freie Software zu verhindern wissen.
Verzicht auf Generica. D.h. Raubkopien von patentierten Medikamenten. Insbesondere der "Dreier-Mix" gegen AIDS ist gefragt, schliesslich hat Vietnam genau wie die anderen Länder Südostasiens ein erhebliches AIDS Problem.
Reise aus Thailand wird übrigens schon mit Strafzöllen (seit April 2001) belegt weil Thasin Shinawatra nicht genug die Phantip Plazza Piraten unternimmt.
ich frage mich war für MS schlechter ist: raubkopien oder linux?
hat die masse MS-Software installiert, und ist linux nur im schattendasein, muss man sich keine sorgen machen. andere software entwickler werden nur für windows entwickeln. und so gibt es für viele firmen die von solcher software abhängig sind keine sinnvolle lösung auf ein anderes system umzusteigen. somit müssen die, die geld haben, immer weiter MS produkte kaufen.
wenn es nun linux (oder ein anderes OS) durch solche aktion schafft einen merklich marktanteil (am desktop markt) zu bekommen (auch wenn es nur 10% sind), werden auch andere software und treiberhersteller auf die idee kommen software für linux zu schreiben. was nun aber zur folge hat dass es die reichen länder auch leichter haben auf linux umzusteigen. und MS auch ein teil des geldes von diesen ländern verlieren wird ...
Die Frage ist für mich eindeutig zu beantworten: Ohne Raubkopien hätte Microsoft niemals eine so dominante Stellung erreicht. Wenn sich jeder Anwender sein MS Word legal erwerben müsste, hätte sich das Word-Format nie so durchsetzen können. Das gilt nicht nur für Asien, sondern auch für Deutschland. Ich gehe davon aus, dass die wenigsten, die mir MS-Office-Dokumente zuschicken, eine legale Kopie von MS Office auf ihrem Rechner haben.
Tja, im Word-Format werden auch allerhand-Sachen über den Benutzer-PC abgespeichert, samt Registrierungsschlüssel des Words. Und wenn der halt mal doppelt ist, dann ist das für M$ ein klares Indiz...
Cool ! Das Beispiel sollte Schule machen...So löst man Copyright Probleme Kann man auch bei uns machen:
Statt kopiergeschützter Musik CDs -> nur noch CD ohne Schutz kaufen od. alternative Musik Statt CSS-DVDs (u. Regiozwang) -> Warten bis es im TV läuft od. Premiere (rechnet sich bei DVD Videorecorder) Statt patentierter und mit Lizenzen vollgestopfter immer-mit-einem-Bein-im-Knast-Software -> auch bei uns Open Source u. Public Domain bevorzugen.
Dann regelt sich das Problem von selbst, die Firmen lockern wieder ihren Copyrightwahn, denn die wollen ja etwas verkaufen. Ich befürchte nur es interessiert die breite Masse gar nicht...
Weil die "breite Masse" es schlichtweg gar nicht weiß. Ich habe zu dieser Problematik noch in keinem Printmedium einen ausführlichen, sachlichen Beitrag gelesen. Lediglich Berichte über das Ausheben kommerzieller Raubkopierringe erschienen regelmäßig.
Wie in dem arte-Film "Codename: Linux" jemand gesagt hat: Linux ist der größte Technologietranfser der Geschichte. Länder wie Vietnam können sich Microsoftprodukte einfach nicht leisten und das hauptsächlich in Europa und den USA entwickelte freie OS ist die Alternative. Ich glaube, wir werden da noch eine ganze Reihe von interessanten Entwicklungen sehen und auch viel wieder zurückbekommen.
Ich denke das in Asien ein gigantisches Kapital für Linux steckt so es sich dort weiter ausbreitet. Dank des Konzepts von Linux wird das dort unter einer freien Lizenz entwickelte dann eben auch wieder an alle zuürckfließen.
Von Viet Castro am Sa, 1. November 2003 um 05:04 #
> Die vietnamesische Regierung will »Microsoft Schritt für Schritt eliminieren«.
wollen wir das nicht alle?
aber mal ganz im Ernst, so aus dem Kontext gerissen hört sich das eher wie eine 30 Jahre alte Rechnung mit dem imperialistischen Erzfeind an, na hoffentlich bekommen die Amerikaner das nicht in den falschen Hals
viva la revolution, wie man in süd-ost asien sagt ... oder so
Naja, Revolution ist in asiatischen Ländern wohl eher mit Machtwechsel in faschistische Regime mit kommunistischen Namensgebungen zu bezeichnen.
Schwachsinn. Es gibt in Vietnam politisch (auch in der Bevölkerung) erstaunlich wenig Ressentiment gegen die USA. Und die regierend KP Vietnams ist genauso "faschistisch" wie Du in der Geschichte der Region bewanderst bist - nämlich gar nicht. Der Wechsel zu Linux hat sowieso nix mit "Revolution" zu tun, eher mit dem fast sprichwörtlichen Pragmatismus der Vietnamesen.
Von Thorsten M. am Sa, 1. November 2003 um 16:27 #
Ist eigentlich freie Software wirklich noch frei, wenn man dazu verpflichtet ist, sie zu benutzen?
Kurz: Ja.
Die Verpflichtung wird von den Leuten vorgeschrieben, die eben entscheiden, welches Budget für SW zur Verfügung steht bzw. welche SW eingesetzt wird. Die Entscheidung wird immer irgendwo getroffen werden, und in den allermeisten Fällen nicht direkt von demjenigen, der am PC sitztum damit zu arbeiten.
Freie SW hat etwas mit der Freiheit derer zu tun, die die Softwareentscheidung treffen bzw. Freie SW beduetet, daß die Entscheider nicht aus äußeren Zwängen heraus (Kompatibilität, proprietät) zu einem bestimmten Produkt gezwungen wird. Daß die Regierung Richtlinien erläßt, nach denen die Software ausgesucht wird, steht auf einem völlig anderem Blatt.
Klingt fast so, als gäbe es ganze 2 (private) Computer in Vietnam, in dem Fall wären Raubkopien sicher kein Problem für die USA
>in dem Fall wären Raubkopien sicher kein Problem für die USA
Doch. M$ ist hinter jedem Dollar her
Richtig gedacht. Einer in Hanoi und einer in Ho-Chi-Min Stadt.
Könnte im Satz das "Prozent" fehlen?
Das wären dann also 2,5%
Boah iss das geil sowas am frühen Morgen zu lesen! Das hat den Tag jetzt schon gerettet!
Mir ist aber vorher noch nie aufgefallen, dass das natürlich auch ein schlagfertiges Argument ist: Man benutzt Linux, weil man sich ned strafbar machen will. Irgendwie einleuchtend.
Toll finde ich auch, dass die USA selbst dadurch ihre Wirtschaft kaputt gemacht hat, denn schließlich waren es die USA, die keine Raubkopien wollten... und denen muss doch bewusst gewesen sein, dass Windoofs halt ned überall legal benutzt wird, vor allem nicht in Asien.
Schönen Tag!
Vielleicht, dass Vietnam auch alle Patente aus den USA anerkennen muss? Vermutlich werden die Herrschenden der USA (das sind die Reichen und die Unternehmen) einen Umstieg auf freie Software zu verhindern wissen.
Insbesondere der "Dreier-Mix" gegen AIDS ist gefragt, schliesslich hat Vietnam genau wie
die anderen Länder Südostasiens ein erhebliches AIDS Problem.
Reise aus Thailand wird übrigens schon mit Strafzöllen (seit April 2001) belegt weil Thasin Shinawatra nicht
genug die Phantip Plazza Piraten unternimmt.
hat die masse MS-Software installiert, und ist linux nur im schattendasein, muss man sich keine sorgen machen. andere software entwickler werden nur für windows entwickeln. und so gibt es für viele firmen die von solcher software abhängig sind keine sinnvolle lösung auf ein anderes system umzusteigen. somit müssen die, die geld haben, immer weiter MS produkte kaufen.
wenn es nun linux (oder ein anderes OS) durch solche aktion schafft einen merklich marktanteil (am desktop markt) zu bekommen (auch wenn es nur 10% sind), werden auch andere software und treiberhersteller auf die idee kommen software für linux zu schreiben. was nun aber zur folge hat dass es die reichen länder auch leichter haben auf linux umzusteigen. und MS auch ein teil des geldes von diesen ländern verlieren wird ...
Das Beispiel sollte Schule machen...So löst man Copyright Probleme
Kann man auch bei uns machen:
Statt kopiergeschützter Musik CDs -> nur noch CD ohne Schutz kaufen od. alternative Musik
Statt CSS-DVDs (u. Regiozwang) -> Warten bis es im TV läuft od. Premiere (rechnet sich bei DVD Videorecorder)
Statt patentierter und mit Lizenzen vollgestopfter immer-mit-einem-Bein-im-Knast-Software -> auch bei uns Open Source u. Public Domain bevorzugen.
Dann regelt sich das Problem von selbst, die Firmen lockern wieder ihren Copyrightwahn, denn die wollen ja etwas verkaufen.
Ich befürchte nur es interessiert die breite Masse gar nicht...
http://gnudot.org/media/codename_gnu_linux.avi
Grüße
Sturmkind
PS. Werde mir den Film gleich mal ziehen
wollen wir das nicht alle?
aber mal ganz im Ernst, so aus dem Kontext gerissen hört sich das eher wie eine 30 Jahre alte Rechnung mit dem imperialistischen Erzfeind an, na hoffentlich bekommen die Amerikaner das nicht in den falschen Hals
viva la revolution, wie man in süd-ost asien sagt ... oder so
Letztendlich ist mir aber auch egal, wer und wie das MS-Monopol zerschlagen wird
Schwachsinn. Es gibt in Vietnam politisch (auch in der Bevölkerung) erstaunlich wenig Ressentiment gegen die USA. Und die regierend KP Vietnams ist genauso "faschistisch" wie Du in der Geschichte der Region bewanderst bist - nämlich gar nicht.
Der Wechsel zu Linux hat sowieso nix mit "Revolution" zu tun, eher mit dem fast sprichwörtlichen Pragmatismus der Vietnamesen.
Ist eigentlich freie Software wirklich noch frei, wenn man dazu verpflichtet ist, sie zu benutzen?
siehe auch
Definition freier Software (FSF)
Was bedeutet frei? (Debian)
Kurz: Ja.
Die Verpflichtung wird von den Leuten vorgeschrieben, die eben entscheiden, welches Budget für SW zur Verfügung steht bzw. welche SW eingesetzt wird. Die Entscheidung wird immer irgendwo getroffen werden, und in den allermeisten Fällen nicht direkt von demjenigen, der am PC sitztum damit zu arbeiten.
Freie SW hat etwas mit der Freiheit derer zu tun, die die Softwareentscheidung treffen bzw. Freie SW beduetet, daß die Entscheider nicht aus äußeren Zwängen heraus (Kompatibilität, proprietät) zu einem bestimmten Produkt gezwungen wird. Daß die Regierung Richtlinien erläßt, nach denen die Software ausgesucht wird, steht auf einem völlig anderem Blatt.
Gruß
Thorsten M.