Ich habe mit STOTAX schlechte Erfahrungen gemacht. Es ist zwar "billig" aber mir kam es vor, wie der Supergau an benutzerunfreundlichkeit.
Im Ergebnis ist es immer öfter fehlerhaft und buggy. Die Anwendung selbst läuft zwar stabil, nur braucht man ungefähr das 10fache an Arbeitszeit, um damit vernünfigte Auswertungen erstellen zu können.
Die Anwendungen sind schlecht bis gar nicht dokumentiert, bei Druck auf die F1-Taste erhielt man eine gigantische PDF-Datei serviert, die in der Regel das komplette Handbuch der Anwendung umfasste. Kontextsensitive Hilfe in der Regel Fehlanzeige.
Und die Datenbankverwaltung war einfach nur fehlerhaft. Buchungen wurden offensichtlich nicht protokolliert. So wichen Salden der OPOS-Liste vom Kontensaldo ab, so wichen Salden vom Fibu-Konto vom Kontennachweis ab, so wichen Bilanzsalten vom Kontensaldo ab. Unzählige male haben wir nicht rekonstruierbaren Datenverlust gehabt und sogar erlebt, dass in den Stammdaten Einträge in Auswertungen wild durcheinander gewürfelt wurden. Regelmäßig wurde aus allen Mandanten mit Bankverbindung BLZ A die Bank B angezeigt oder Finanzämter in Auswertungen durcheinandergewürfelt. Diverse male kam es vor, dass wir Briefe vom Finanzamt wie "ihr Schreiben vom haben wir zuständigkeitshalber an das Finanzamt xyz weitergeleitet" erhalten haben und festgestellt haben, dass die Stammdaten fehlerhaft übernommen wurden. Das Schlimmste war, dass die Tochter in der Steuererklärung zur Ehefrau wurde...
Auswertungen drucken konnten wir bei vielen Programmen rational nur dann, wenn man j-e-d-e-s Blatt einzeln ausdruckt. Permanente "Auswertungspakete" wir bei DATEV konnte man schon gat nicht anlegen.
Bei abweichenden Wirtschaftsjahr konnten wir regelmäßig bei Bilanzbuchungen Konteneinträge des _FOLGEJAHRS_ beobachten. Alle 4-Stellig angewiesenen Datumseinträge wurden vom Jahr her als Buchungen des letzten Kalenderjahres betrachtet - auch wenn diese nach Bilanzstichtag lagen!!!
Bilanzberichte wurden nicht automatisiert, EURO-Salden werden mit DM überschrieben und umgekehrt. Im Bilanzbericht werden keine Überträge gebildet, bei Änderungen in der Buchführung muss man im Bilanzbericht alle Seitenumbrüche daher von Hand neu überarbeiten. Die Formatierungen gehen in der Regel auch verloren.
Die OPOS-Buchführung ist eine von der Buchführung unanbhängige Datenbank, und auch hier wichen in der Regel die Salden ab und die Buchführung verkam zum Chaos.
Das Dokumentenmanagement-System war eher Regel ein Dokumenten-Vernichtungssystem. Beim Klicken auf "Speichern" wurde das Dokument in einem temporären Verzeichnis gespeichert, man schloss die Anwendung, der Temp-Ordner wurde beim nächsten Systemstart gelöscht und das Dokument war verloren.
Im Anlagenprogramm war keine Inventarorientierte Bearbeitung möglich. Eine Inventarübersicht wie bei Datev gan es nicht.
Konten gleichzeitig wärend des Buchens anzugucken und per Doppelklick auf Konteneinträge die selben zu editieren, war nicht möglich. Vorjahreskonten konnte man nur angucken, wenn man die Buchungserfassung schließt und eine andere Anwendung startet und und und...
Meine Zeit mit STOTAX glich einem Weltuntergang. DATEV mag zwar betriebssystemtechnisch anmaßend sein, aber ich habe die Arbeitsweise mit beiden Programmen kennengelernt - und war über Stotax einfach nur schockiert. Glücklicherweise hat mein Chef mittlerweile auch die "Schnauze voll" von dieser Umgebung und ist zu Datev gewechselt. Aussprüche wie "meine güte, geht das hier einfach" sind nun ander Tagesordnung.
Leider haben ihn die fehlerhaften STOTAX-Auswertungen und der Mehraufwand an manuellen überprüfungen der Auswertung schon zig kEuro an Lohnkosten mehr gekostet. Für mich steht ein für alle mal fest: Stotax werd ich mir NIE zulegen. Schade das die 12 DinA4-Seiten lange Online-Fehlerliste von Ralph Müller nicht mehr existiert.
Gruß, Fabian
Im Ergebnis ist es immer öfter fehlerhaft und buggy. Die Anwendung selbst läuft zwar stabil, nur braucht man ungefähr das 10fache an Arbeitszeit, um damit vernünfigte Auswertungen erstellen zu können.
Die Anwendungen sind schlecht bis gar nicht dokumentiert, bei Druck auf die F1-Taste erhielt man eine gigantische PDF-Datei serviert, die in der Regel das komplette Handbuch der Anwendung umfasste. Kontextsensitive Hilfe in der Regel Fehlanzeige.
Und die Datenbankverwaltung war einfach nur fehlerhaft. Buchungen wurden offensichtlich nicht protokolliert. So wichen Salden der OPOS-Liste vom Kontensaldo ab, so wichen Salden vom Fibu-Konto vom Kontennachweis ab, so wichen Bilanzsalten vom Kontensaldo ab. Unzählige male haben wir nicht rekonstruierbaren Datenverlust gehabt und sogar erlebt, dass in den Stammdaten Einträge in Auswertungen wild durcheinander gewürfelt wurden. Regelmäßig wurde aus allen Mandanten mit Bankverbindung BLZ A die Bank B angezeigt oder Finanzämter in Auswertungen durcheinandergewürfelt. Diverse male kam es vor, dass wir Briefe vom Finanzamt wie "ihr Schreiben vom haben wir zuständigkeitshalber an das Finanzamt xyz weitergeleitet" erhalten haben und festgestellt haben, dass die Stammdaten fehlerhaft übernommen wurden. Das Schlimmste war, dass die Tochter in der Steuererklärung zur Ehefrau wurde...
Auswertungen drucken konnten wir bei vielen Programmen rational nur dann, wenn man j-e-d-e-s Blatt einzeln ausdruckt. Permanente "Auswertungspakete" wir bei DATEV konnte man schon gat nicht anlegen.
Bei abweichenden Wirtschaftsjahr konnten wir regelmäßig bei Bilanzbuchungen Konteneinträge des _FOLGEJAHRS_ beobachten. Alle 4-Stellig angewiesenen Datumseinträge wurden vom Jahr her als Buchungen des letzten Kalenderjahres betrachtet - auch wenn diese nach Bilanzstichtag lagen!!!
Bilanzberichte wurden nicht automatisiert, EURO-Salden werden mit DM überschrieben und umgekehrt. Im Bilanzbericht werden keine Überträge gebildet, bei Änderungen in der Buchführung muss man im Bilanzbericht alle Seitenumbrüche daher von Hand neu überarbeiten. Die Formatierungen gehen in der Regel auch verloren.
Die OPOS-Buchführung ist eine von der Buchführung unanbhängige Datenbank, und auch hier wichen in der Regel die Salden ab und die Buchführung verkam zum Chaos.
Das Dokumentenmanagement-System war eher Regel ein Dokumenten-Vernichtungssystem. Beim Klicken auf "Speichern" wurde das Dokument in einem temporären Verzeichnis gespeichert, man schloss die Anwendung, der Temp-Ordner wurde beim nächsten Systemstart gelöscht und das Dokument war verloren.
Im Anlagenprogramm war keine Inventarorientierte Bearbeitung möglich. Eine Inventarübersicht wie bei Datev gan es nicht.
Konten gleichzeitig wärend des Buchens anzugucken und per Doppelklick auf Konteneinträge die selben zu editieren, war nicht möglich. Vorjahreskonten konnte man nur angucken, wenn man die Buchungserfassung schließt und eine andere Anwendung startet und und und...
Meine Zeit mit STOTAX glich einem Weltuntergang. DATEV mag zwar betriebssystemtechnisch anmaßend sein, aber ich habe die Arbeitsweise mit beiden Programmen kennengelernt - und war über Stotax einfach nur schockiert. Glücklicherweise hat mein Chef mittlerweile auch die "Schnauze voll" von dieser Umgebung und ist zu Datev gewechselt. Aussprüche wie "meine güte, geht das hier einfach" sind nun ander Tagesordnung.
Leider haben ihn die fehlerhaften STOTAX-Auswertungen und der Mehraufwand an manuellen überprüfungen der Auswertung schon zig kEuro an Lohnkosten mehr gekostet. Für mich steht ein für alle mal fest: Stotax werd ich mir NIE zulegen. Schade das die 12 DinA4-Seiten lange Online-Fehlerliste von Ralph Müller nicht mehr existiert.
Grüße, Kai