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Mi, 5. November 2003, 13:53

Software::Desktop

Linux noch nicht gut genug für den Heim-Desktop?

Laut Aussage von Matthew Szulik, CEO von Red Hat, muss Linux noch reifen, um Einzug in den Heim-Benutzer-Markt finden zu können - der Chef empfiehlt lieber Windows.

Wer sollte es besser wissen als der Chef einer der größten und bekanntesten Distributionen der Welt? So gab der CEO von Red Hat Matthew Szulik gegenüber ZDNet bekannt, dass Linux noch nicht geeignet sei für den Desktop der Heim-Benutzer. »Ich würde sagen, dass für den Konsumer-Markt Windows wahrscheinlich die richtige Produkt-Linie ist«, so Szulik. Die Argumentation des Managers bezieht sich dabei auf die fehlenden Treiber und die »traditionelle Funktionalität«, die Linux im Moment dem klassischem Publikum der Heim-Nutzer noch nicht bieten kann. »Die Linux-Technologie muss noch ein wenig reifen«, so das Resumee. Als Beispiel nennt der Red Hat-Chef dabei seinen 90jährigen Vater, der im heimischen Supermarkt einen Rechner mit Linux kauft: »Wir wissen schrecklich gut was passiert«, sagte Szulik.

Obgleich Linux nach Meinung des CEO noch nicht für den Heim-Nutzer-Bereich geeignet ist, sieht Szulik das Betriebssystem dem Unternehmens-Desktop bereits gewachsen. »Kunden (Anm. d. Red. Heimbenutzer) wollen USB-Treiber und Digitale-Kamera-Unterstützung.« Diese Anforderungen stellt der Enterprise-Desktop nicht. »Wir denken, dass der Enterprise-Desktop-Markt mehr strategisch ausgelegt ist und Kunden enthält, deren Anforderungen wir übertreffen können«.

Mit diesen Aussagen bestätigt Szulik die kommende Marschrichtung des Unternehmens. Keimte nach der letzten Ankündigung einer Workstation-Version der Distribution bei vielen die Hoffnung auf, dass der User-Bereich von Red Hat doch wieder bedient wird, so dürfte diese mit der aktuellen Aussage wohl zerstört worden sein. Dies bestätigt auch die eigene Beschreibung des Unternehmens: »Red Hat is the single-most trusted Linux provider to the enterprise«.

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