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Mi, 5. November 2003, 18:40

Software::Distributionen::OpenSuse

SUSE: Alles beim Alten

In einer Pressekonferenz hat Novell, der neue Eigentümer von SUSE, versprochen, SUSE vorerst nicht verändern zu wollen.

Nach dem neuesten Coup des Software-Herstellers Novell kehrt die Normalität in die Stube des Unternehmens zurück. Novell, einer der Branchengiganten im Netzwerkbereich, hat während der gestrigen Konferrenz zugesichert, SUSE vorerst nicht verändern zu wollen. Man werde auf die bekannten strategischen Stärken des Unternehmens zurückgreifen und die Felder, in denen sich SUSE bisher bewegte, unangetastet lassen. Dazu soll unter anderem auch die Unterstützung von KDE zählen, so die beiden Unternehmen. Die knapp 400 Mitarbeiter sollen im Unternehmen und am Standort Nürnberg bleiben. Die Niederlassung in der USA soll dagegen sehr schnell an die neue Situation angepasst und ausgebaut werden. Ob sich an der Box-Politik von SUSE etwas ändern wird, steht im Moment noch nicht zur Debatte. Angesicht der Tatsache, dass SUSE letztes Jahr fast zwei Drittel des Umsatzes mit Box-Produkten erwirtschaftete, ist eine Änderung der Politik des Unternehmens im Moment kaum denkbar.

Die Reaktionen aus den Reihen der Community waren überwiegend positiv. So äußerte sich Linus Torvalds zufrieden über die Übernahme. »Novell scheint ja auch nicht nur am Server interessiert zu sein, sondern sehr wohl auch am Desktop«, so der Schöpfer von Linux und weiter »es kann nur im Sinne aller IT-Unternehmen sein, mindestens zwei Anbieter von Distributionen und Linux-Lösungen zu haben«. Miguel de Icaza, Mitbegründer des GNOME-Projektes, hat in einem kurzen Statement zugesichert, daß es keine Verschiebung der technologischen Ausrichtung von SUSE geben werde. Man werde die Arbeit an KDE und GNOME weiter ausbauen. Ferner wird SUSE in der Zukunft den Ximian Desktop in die eigene Produktfamilie aufnehmen.

Die Aktie von Novell legte nach der Bekanntgabe des Deals um 2,4 Prozent auf 7,52 US-Dollar zu. Grund dafür war unter anderem auch die Ankündigung der kommenden strategischen Ausrichtung des Unternehmens: »Wir verfolgen unsere Linux-Strategie in erster Linie nicht, um in einen Konkurrenzkampf mit Microsoft einzutreten«, versuchte Novells Vice Chairman Chris Stone die Journaille zu beruhigen.

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